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Energie & Management > Statistik - Frühjahrs-Boom bei Heizungsverkäufen
Quelle: iStock
Statistik

Frühjahrs-Boom bei Heizungsverkäufen

Insbesondere Wärmepumpen und Gasheizungen werden stark nachgefragt. Gründe für das gestigene Interesse gibt es mehrere. Der Absatz von Pelletheizungen ist hingegen rückläufig.
Neue Heizungen werden in Deutschland „sehr stark nachgefragt“. Wie der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) am 9. Mai mitteilte, wuchsen die Verkaufszahlen im Wärmeerzeuger-Markt im ersten Quartal 2023 um insgesamt 38 Prozent auf 306.500 verkaufte Anlagen. Besonders stark ist die Nachfrage bei den Verkäufen von Wärmepumpen, die im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 111 Prozent auf 96.500 verkaufte Anlagen gestiegen sind.

Aber auch Gasheizungen legten im ersten Quartal dieses Jahres wieder zu, nachdem sie im Vorjahr um 8 Prozent zurückgegangen waren. Trotz der weggefallenen Gaslieferungen aus Russland nach dem Beginn des Ukrainekrieges und der damit verbundenen angespannten Versorgungslage liegt der Anstieg hier bei 14 Prozent. Ölheizungen konnten ihren Absatz im Vergleich zum Vorjahr sogar verdoppeln – allerdings haben sie mit 21.500 verkauften Anlagen nur einen Marktanteil von 7 Prozent.
 
Die Marktentwicklung bei Wärmeerzeugern im ersten Quartal 2023.
Zur Vollansicht bitte auf die Grafik klicken
Quelle: BDH

Als Hauptgrund für die gestiegene Nachfrage nimmt der BDH den Wunsch vieler Hausbesitzer an, ihre Anlage noch vor der geplanten Novelle des Gebäudeenergiegesetzes zu modernisieren. Viele Eigentümer wollten außerdem ihre Energiekosten mit Hilfe effizienterer Anlagen dämpfen, sagte BDH-Abteilungsleiter Ralf Kiryk der Deutschen Presse-Agentur.

Pellets verlieren an Bedeutung

Pellets hingegen verloren nach den Zahlen des BDI weiter an Bedeutung. Hier liegt der Rückgang bei 11 Prozent. Der Branchenverband sieht den Hauptgrund darin, dass die staatlichen Förderungen massiv gekürzt wurden.

Markus Staudt, Hauptgeschäftsführer des BDH, zeigt sich besorgt über das ungleiche Wachstum: „Während die Wärmepumpen-Hersteller am Limit arbeiten, gibt es noch großes Potenzial bei der Biomasse, die als klimaneutraler und erneuerbarer Energieträger ebenfalls einen wichtigen Beitrag zur Wärmewende leisten kann“.

Bei der künftigen Marktentwicklung in der Heizungsbranche bleiben nach BDH-Einschätzung die unsteten Energiepreise ein wichtiger Faktor. Hohe Inflation und steigende Zinsen könnten zudem die Kaufkraft weiter schmälern. Ein weiteres Hemmnis stellt der Markt-Einbruch beim Neubau von Gebäuden dar. Trotzdem erwartet der BDH beim Absatz von Wärmeerzeugern ein anhaltendes Wachstum von deutlich über 10 Prozent, an dem die Wärmepumpen den größten Anteil haben werden.

Mittwoch, 10.05.2023, 11:10 Uhr
Heidi Roider
Energie & Management > Statistik - Frühjahrs-Boom bei Heizungsverkäufen
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Frühjahrs-Boom bei Heizungsverkäufen
Insbesondere Wärmepumpen und Gasheizungen werden stark nachgefragt. Gründe für das gestigene Interesse gibt es mehrere. Der Absatz von Pelletheizungen ist hingegen rückläufig.
Neue Heizungen werden in Deutschland „sehr stark nachgefragt“. Wie der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) am 9. Mai mitteilte, wuchsen die Verkaufszahlen im Wärmeerzeuger-Markt im ersten Quartal 2023 um insgesamt 38 Prozent auf 306.500 verkaufte Anlagen. Besonders stark ist die Nachfrage bei den Verkäufen von Wärmepumpen, die im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 111 Prozent auf 96.500 verkaufte Anlagen gestiegen sind.

Aber auch Gasheizungen legten im ersten Quartal dieses Jahres wieder zu, nachdem sie im Vorjahr um 8 Prozent zurückgegangen waren. Trotz der weggefallenen Gaslieferungen aus Russland nach dem Beginn des Ukrainekrieges und der damit verbundenen angespannten Versorgungslage liegt der Anstieg hier bei 14 Prozent. Ölheizungen konnten ihren Absatz im Vergleich zum Vorjahr sogar verdoppeln – allerdings haben sie mit 21.500 verkauften Anlagen nur einen Marktanteil von 7 Prozent.
 
Die Marktentwicklung bei Wärmeerzeugern im ersten Quartal 2023.
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Als Hauptgrund für die gestiegene Nachfrage nimmt der BDH den Wunsch vieler Hausbesitzer an, ihre Anlage noch vor der geplanten Novelle des Gebäudeenergiegesetzes zu modernisieren. Viele Eigentümer wollten außerdem ihre Energiekosten mit Hilfe effizienterer Anlagen dämpfen, sagte BDH-Abteilungsleiter Ralf Kiryk der Deutschen Presse-Agentur.

Pellets verlieren an Bedeutung

Pellets hingegen verloren nach den Zahlen des BDI weiter an Bedeutung. Hier liegt der Rückgang bei 11 Prozent. Der Branchenverband sieht den Hauptgrund darin, dass die staatlichen Förderungen massiv gekürzt wurden.

Markus Staudt, Hauptgeschäftsführer des BDH, zeigt sich besorgt über das ungleiche Wachstum: „Während die Wärmepumpen-Hersteller am Limit arbeiten, gibt es noch großes Potenzial bei der Biomasse, die als klimaneutraler und erneuerbarer Energieträger ebenfalls einen wichtigen Beitrag zur Wärmewende leisten kann“.

Bei der künftigen Marktentwicklung in der Heizungsbranche bleiben nach BDH-Einschätzung die unsteten Energiepreise ein wichtiger Faktor. Hohe Inflation und steigende Zinsen könnten zudem die Kaufkraft weiter schmälern. Ein weiteres Hemmnis stellt der Markt-Einbruch beim Neubau von Gebäuden dar. Trotzdem erwartet der BDH beim Absatz von Wärmeerzeugern ein anhaltendes Wachstum von deutlich über 10 Prozent, an dem die Wärmepumpen den größten Anteil haben werden.

Mittwoch, 10.05.2023, 11:10 Uhr
Heidi Roider

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