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Enerige & Management > Ppa-Preisindex - Deutsche PPA verteuern sich nochmal deutlich
Quelle: E&M
PPA-PREISINDEX:
Deutsche PPA verteuern sich nochmal deutlich
Im Gefolge des allgemeinen Auftriebs im Strom-Terminmarkt sind die Marktpreise von PPA im Mai erneut gestiegen. Das ergibt der neue PPA-Preisindex von E&M und Enervis.
 
Die Preise im Strom-Terminmarkt sind im Mai nochmals angestiegen. Dieser Auftrieb hat sich auch auf die erzielbaren Preise für langfristige Strom-Direktlieferungen aus Erneuerbaren-Anlagen (Power Purchase Agreements) ausgewirkt, ergibt der aktuelle PPA-Preisindex von E&M und den Analysten von Enervis aus Berlin.

Für zweijährige Wind-PPA und für zehnjährige Photovoltaik-PPA stieg der Mischpreis im Terminmarkt im Vergleich zum Vormonat nochmals um rund 20 Euro/MWh an. Die Preissteigerung zeigte sich sowohl am kurzen als auch am langen Ende der Forwardpreiskurve, wobei vor allem auch die langfristigen Terminmarkt-Jahre erneut einen kräftigen Preisanstieg verzeichneten.

Der Mischpreis für einen zweijährigen Solar-PPA mit Lieferbeginn im Frontmonat Juni 2022 lag damit im Mai 2022 bei rund 220 Euro/MWh, für einen zehnjährigen PPA für über 20 Jahre alte Windenergieanlagen an Land (Ü20-Anlagen) bei gut 150 Euro/MWh.

Die Terminmärkte stellen den Preisbenchmark für (Utility) PPA im deutschen Strommarkt dar und die korrespondierenden PPA-Preise kletterten daher weiter. Der im PPA-Preisindex abgebildete zweijährige Onshore-Wind-PPA lag bei rund 160 Euro/MWh, der abgebildete zehnjährige PV-PPA bei rund 103 Euro/MWh.

Chart 1: Onshore-Wind
 
Über 20 Jahre alte Windräder an Land konnten in den vergangenen zwölf Monaten in zweijährigen PPA diese Preis-Bandbreiten erzielen – hat das Analysehaus Enervis für E&M ermittelt. 
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Quelle: Enervis


Chart 2: Neue PV-Freiflächenanlagen
 
Neue Photovoltaik-Großanlagen konnten in den vergangenen zwölf Monaten in zehnjährigen PPA diese Preis-Bandbreiten erzielen - hat das Analysehaus Enervis für E&M ermittelt. 
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Quelle: Enervis

Auf die Marktpreis-Bandbreiten kommen die Analysten von Enervis so: Sie nehmen vom ermittelten durchschnittlichen Preis der jeweils einschlägigen Jahreslieferprodukte auf dem Graustrom-Terminmarkt der Börse EEX verschiedene Abschläge vor: 

  • für das technologie- und standortspezifische Einspeiseprofil
  • ​sowie für energiewirtschaftliche Abwicklung und Risikoprämie.
  • Dann schlagen sie aktuelle Preis-Bandbreiten für Herkunftsnachweise (HKN) auf. Näheres zur Methodik sowie Nutzungshinweise hier).  Denn Strom aus grünen PPA erhält im Gegensatz zur geförderten Direktvermarktung HKN und darf auch als Ökostrom verkauft werden. 
 

Georg Eble
Redakteur
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Freitag, 03.06.2022, 13:47 Uhr

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