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Energie & Management > Windkraft Offshore - Das bisher größte deutsche PPA ist unter Dach und Fach
Quelle: Fotolia / ptoscano
Windkraft Offshore

Das bisher größte deutsche PPA ist unter Dach und Fach

Amazon und Skyborn Renewables haben einen Stromabnahmevertrag über 600 MW aus dem Offshore-Windpark Gennaker geschlossen. Dies soll den Bau des Projekts in der Ostsee absichern.
Amazon und Skyborn Renewables haben einen Stromabnahmevertrag (Power Purchase Agreement, PPA) über eine Leistung von 600 MW aus dem Offshore-Windpark Gennaker unterzeichnet. Das teilten beide Unternehmen am 19. Juni mit. Nach Angaben der Vertragspartner handelt es sich dabei um den bislang größten einzelnen Stromabnahmevertrag in Deutschland und um eines der größten PPA-Projekte in Europa.

Der Vertrag soll die wirtschaftliche Grundlage für die Umsetzung des Offshore-Windparks schaffen. Laut Skyborn Renewables mit Hauptsitz in Bremen ermöglicht die langfristige Stromabnahmezusage den nächsten Schritt bei der Finanzierung und Realisierung des Vorhabens.

Der Windpark Gennaker entsteht rund 15 Kilometer nördlich der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst in Mecklenburg-Vorpommern. Mit einer geplanten Gesamtleistung von bis zu 976,5 MW wird er nach Angaben des Unternehmens der dann größte Offshore-Windpark in der deutschen Ostsee. Vorgesehen sind 63 Windenergieanlagen mit einer Leistung von jeweils 15 MW.

Lediglich die 2023 von Total Energies ersteigerte Fläche O-2.2, an der auch BP beteiligt ist, würde einen noch leistungsstärkeren Ostsee-Windpark schaffen, doch Total hat sich von dem Projekt mittlerweile distanziert (wir berichteten).

Fertigstellung 2028 geplant

Skyborn hatte die Genehmigung für das umgeplante Projekt im Dezember 2025 erhalten. Die Bauarbeiten sollen nach dem Finanzierungsabschluss im Sommer 2026 beginnen. Die Inbetriebnahme ist bis Ende 2028 geplant. Nach Unternehmensangaben kann der Windpark anschließend jährlich mehr als eine Million Haushalte mit Strom versorgen.

Der Vertrag mit Amazon umfasst 61 Prozent der geplanten Gesamtleistung des Projekts. Der Technologiekonzern baut damit sein Portfolio an Stromabnahmeverträgen für erneuerbare Energien in Deutschland weiter aus. Nach eigenen Angaben verfügt Amazon hierzulande inzwischen über zwölf Projekte zur Erzeugung CO2-freier Energie mit einer Gesamtkapazität von mehr als 1.300 MW.

Wertschöpfung in Deutschland

Mit dem Windpark verfolgt Skyborn auch regionale Wertschöpfungseffekte. Nach Unternehmensangaben beläuft sich das Investitionsvolumen auf rund 3 Milliarden Euro. Die Fundamente für die Windenergieanlagen sollen von der EEW Special Pipe Constructions GmbH gefertigt werden. Das Unternehmen mit Sitz in Rostock produziert Großrohre und Fundamente für Offshore-Projekte. Die Fertigung erfolgt damit in unmittelbarer Nähe zum geplanten Standort des Windparks.

Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD), bezeichnete Gennaker als die größte Energieinvestition in der Geschichte des Bundeslandes. Der Stromabnahmevertrag zeige, dass große Unternehmen auf Windenergie aus Mecklenburg-Vorpommern setzen. Zudem könne die zusätzliche Stromerzeugung die Ansiedlung energieintensiver Industrien unterstützen und Beschäftigung in der Region sichern.

Das Projekt soll auch einen Beitrag zu den energiepolitischen Zielen der Bundesregierung leisten. Deutschland strebt bis 2030 als Zwischenziel eine installierte Offshore-Windleistung von 30.000 MW an. Davon sind laut Transparenzseite der Übertragungsnetzbetreiber gut 11.000 MW zur Direktvermarktung angemeldet, das heißt, entweder realisiert oder kurz vor der Realisierung.

Freitag, 19.06.2026, 12:46 Uhr
Susanne Harmsen
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Windkraft Offshore
Das bisher größte deutsche PPA ist unter Dach und Fach
Amazon und Skyborn Renewables haben einen Stromabnahmevertrag über 600 MW aus dem Offshore-Windpark Gennaker geschlossen. Dies soll den Bau des Projekts in der Ostsee absichern.
Amazon und Skyborn Renewables haben einen Stromabnahmevertrag (Power Purchase Agreement, PPA) über eine Leistung von 600 MW aus dem Offshore-Windpark Gennaker unterzeichnet. Das teilten beide Unternehmen am 19. Juni mit. Nach Angaben der Vertragspartner handelt es sich dabei um den bislang größten einzelnen Stromabnahmevertrag in Deutschland und um eines der größten PPA-Projekte in Europa.

Der Vertrag soll die wirtschaftliche Grundlage für die Umsetzung des Offshore-Windparks schaffen. Laut Skyborn Renewables mit Hauptsitz in Bremen ermöglicht die langfristige Stromabnahmezusage den nächsten Schritt bei der Finanzierung und Realisierung des Vorhabens.

Der Windpark Gennaker entsteht rund 15 Kilometer nördlich der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst in Mecklenburg-Vorpommern. Mit einer geplanten Gesamtleistung von bis zu 976,5 MW wird er nach Angaben des Unternehmens der dann größte Offshore-Windpark in der deutschen Ostsee. Vorgesehen sind 63 Windenergieanlagen mit einer Leistung von jeweils 15 MW.

Lediglich die 2023 von Total Energies ersteigerte Fläche O-2.2, an der auch BP beteiligt ist, würde einen noch leistungsstärkeren Ostsee-Windpark schaffen, doch Total hat sich von dem Projekt mittlerweile distanziert (wir berichteten).

Fertigstellung 2028 geplant

Skyborn hatte die Genehmigung für das umgeplante Projekt im Dezember 2025 erhalten. Die Bauarbeiten sollen nach dem Finanzierungsabschluss im Sommer 2026 beginnen. Die Inbetriebnahme ist bis Ende 2028 geplant. Nach Unternehmensangaben kann der Windpark anschließend jährlich mehr als eine Million Haushalte mit Strom versorgen.

Der Vertrag mit Amazon umfasst 61 Prozent der geplanten Gesamtleistung des Projekts. Der Technologiekonzern baut damit sein Portfolio an Stromabnahmeverträgen für erneuerbare Energien in Deutschland weiter aus. Nach eigenen Angaben verfügt Amazon hierzulande inzwischen über zwölf Projekte zur Erzeugung CO2-freier Energie mit einer Gesamtkapazität von mehr als 1.300 MW.

Wertschöpfung in Deutschland

Mit dem Windpark verfolgt Skyborn auch regionale Wertschöpfungseffekte. Nach Unternehmensangaben beläuft sich das Investitionsvolumen auf rund 3 Milliarden Euro. Die Fundamente für die Windenergieanlagen sollen von der EEW Special Pipe Constructions GmbH gefertigt werden. Das Unternehmen mit Sitz in Rostock produziert Großrohre und Fundamente für Offshore-Projekte. Die Fertigung erfolgt damit in unmittelbarer Nähe zum geplanten Standort des Windparks.

Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD), bezeichnete Gennaker als die größte Energieinvestition in der Geschichte des Bundeslandes. Der Stromabnahmevertrag zeige, dass große Unternehmen auf Windenergie aus Mecklenburg-Vorpommern setzen. Zudem könne die zusätzliche Stromerzeugung die Ansiedlung energieintensiver Industrien unterstützen und Beschäftigung in der Region sichern.

Das Projekt soll auch einen Beitrag zu den energiepolitischen Zielen der Bundesregierung leisten. Deutschland strebt bis 2030 als Zwischenziel eine installierte Offshore-Windleistung von 30.000 MW an. Davon sind laut Transparenzseite der Übertragungsnetzbetreiber gut 11.000 MW zur Direktvermarktung angemeldet, das heißt, entweder realisiert oder kurz vor der Realisierung.

Freitag, 19.06.2026, 12:46 Uhr
Susanne Harmsen

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