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Enerige & Management > Elektrofahrzeuge - Autoindustrie will starken Ausbau der Ladeinfrastruktur
Bild: Jonas Rosenberger / E&M
ELEKTROFAHRZEUGE:
Autoindustrie will starken Ausbau der Ladeinfrastruktur
„Empfehlungen“ für einen massiven Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Deutschland hat der Verband der Automobilindustrie (VDA) der Politik vorgelegt.
 
Ohne Elektromobilität könne das ambitionierte Ziel einer nachhaltigen Mobilität, wie es die Gesetzgebung in Europa verlangt, nicht erreicht werden, heißt es in einer Mitteilung des VDA. Vor dem Hintergrund der ehrgeizigen Ziele sei der derzeitige Bestand von 17 400 öffentlich zugänglichen Ladepunkten in Deutschland „absolut unzureichend“. Als Begründung zieht der VDA überraschender Weise China heran: Ende 2018 habe es dort schon etwa 330 000 öffentlich zugängliche Ladepunkte gegeben.

Nach Schätzungen der Nationalen Plattform Zukunft der Mobilität, die die Bundesregierung berät, ist im Deutschland des Jahres 2030 mit 7 bis 10,5 Mio. Elektrofahrzeugen zu rechnen. Aus den Vorgaben der EU-AFID-Richtlinie (Alternative Fuels Infrastructure Directive) ergebe sich daraus im öffentlichen Raum ein Bedarf an 700 000 bis 1 Mio. Normalladepunkten und zusätzlich 70 000 bis 100 000 Schnelladepunkten. Für den privaten Bereich seien sogar 8 bis 11 Mio. Ladepunkte erforderlich, rechnet der VDA vor. 

Den Ausbau der Ladeinfrastruktur stellt sich der VDA in zwei Phasen vor: Bis Anfang 2020 müsse das Ziel sein, die öffentliche Infrastruktur stark und für potenzielle E-Auto-Käufer gut sichtbar auszubauen.

Spätestens ab Mitte 2020 müssen die gesamtheitlichen Rahmenbedingungen geschaffen sein, um einen kontinuierlichen Ausbau der Infrastruktur zu erreichen, bei dem Ladepunkte im privaten Umfeld und am Arbeitsplatz im Fokus stünden. Dazu sollten auch Förderprogramme zur Verfügung gestellt werden.
 

Peter Koller
Redakteur
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