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Enerige & Management > Photovoltaik - Ausschreibungsergebnisse vom 1. Dezember 2021 veröffentlicht
Quelle: Shutterstock / Diyana Dimitrova
PHOTOVOLTAIK:
Ausschreibungsergebnisse vom 1. Dezember 2021 veröffentlicht
Die Bundesnetzagentur hat die Zuschläge der Ausschreibungen für Solarenergie auf Gebäuden oder Lärmschutzwänden und Biomethan zum Gebotstermin 1. Dezember 2021 bekanntgegeben.
 
Am 14. Januar hat die Bundesnetzagentur die Ausschreibungsergebnisse der Auktionen vom Enddatum 1. Dezember 2021 veröffentlicht. Dabei ging es um technologiespezifische Solaranlagen auf Gebäuden oder an Lärmschutzwänden des zweiten Segments. Außerdem waren erstmals 150 MW für Biomethananlagen ausgeschrieben worden.

Ausschreibung für Solaranlagen deutlich überzeichnet

Die zweite Ausschreibungsrunde für Solaranlagen auf Gebäuden oder Lärmschutzwänden mit einer installierten Leistung von mehr als 300 kW stieß laut der Bonner Behörde auf rege Beteiligung und war wie die erste Runde deutlich überzeichnet. Bei einer ausgeschriebenen Menge von 150 MW wurden 209 Gebote mit einem Volumen von 233 MW eingereicht. 136 Gebote mit einem Volumen von 154 MW konnten davon bezuschlagt werden.

Regional betrachtet verteilen sich die Zuschläge mehrheitlich auf Gebote in Sachsen-Anhalt (34 MW verteilt auf 25 Zuschläge), Brandenburg (22 MW verteilt auf 32 Zuschläge) und Niedersachsen (25 MW verteilt auf 16 Zuschläge). Die Gebotswerte der Gebote mit Zuschlag reichen von 5,70 ct/kWh bis 8,28 ct/kWh. In der ersten Ausschreibung waren es 5,35 ct/kWh bis 7,89 ct/kWh. Der mengengewichtete durchschnittliche Zuschlagswert liegt bei 7,43 ct/kWh und sei damit zur Vorrunde mit 6,88 ct/kWh deutlich gestiegen, teilte die Behörde mit.

Alle Bewerber für Biomethananlagen erfolgreich

Erstmalig hatte die Bundesnetzagentur eine Ausschreibung für Biomethananlagen durchgeführt, die auf gute Resonanz in der Branche stieß. Bei diesem Ausschreibungsverfahren können Gebote für neue Biomethananlagen mit einer installierten Leistung von 151 kW bis 20 MW eingereicht werden. Die Ausschreibungsmodalitäten entsprechen in weiten Teilen denen der Biomasseausschreibung, wobei jedoch Bestandsanlagen von der Teilnahme an der Biomethanausschreibung ausgeschlossen sind.

In dieser ersten Ausschreibungsrunde durften auch Gebote für Projekte vor der Erteilung der jeweiligen Genehmigung und auch Gebote für Projekte im Norden eingereicht werden. Bei einer ausgeschriebenen Menge von 150 MW wurden 21 Gebote mit einem Volumen von 148 MW eingereicht. Damit ergab sich lediglich eine leichte Unterzeichnung. Alle eingereichten Gebote konnten bezuschlagt werden, kein Gebot musste ausgeschlossen werden. Die Gebotswerte der Gebote mit Zuschlag reichen von 16,88 ct/kWh bis 18,98 ct/kWh. Der mengengewichtete durchschnittliche Zuschlagswert lag bei 17,84 ct/kWh.

Nächste Ausschreibungen zum 1. April und 1. Oktober

Die nächsten Ausschreibungsrunden der bezuschlagten Technologien finden für Solaranlagen des zweiten Segments am 1. April 2022 und für Biomethan am 1. Oktober 2022 statt. Ab der nächsten Runde für Solaranlagen des zweiten Segments kommen neue gesetzliche Regelungen zur Anwendung, die das Verfahren für die Bieter deutlich vereinfachen und das Risiko von Projektverzögerungen reduzieren, kündigte die Behörde an.

Informationen zu den weiteren Verfahrensschritten für Solaranlagen  oder Biomethananlagen  stehen auf der Internetseite der Bundesnetzagentur bereit.
 

Susanne Harmsen
Redakteurin
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Freitag, 14.01.2022, 13:05 Uhr

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