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Energie & Management > Kernkraft - Atomenergie fürs Klima
Quelle: Shutterstock / Olga Khalizeva
Kernkraft

Atomenergie fürs Klima

 Am Rande der Klimakonferenz in Dubai hat sich eine Atom-Allianz zur Rettung des Klimas gebildet.
 
In einer gemeinsamen Erklärung haben 22 Staaten auf die Schlüsselrolle der Kernenergie auf dem Weg zur Klimaneutralität hingewiesen. Zu den Unterzeichnern gehören neben den USA und Großbritannien auch Frankreich und zehn weitere EU-Staaten.

Die Atomkraft sei bereits heute „die zweitwichtigste Grundlast-Energie“, die zu einer sicheren Energieversorgung beitrage, heißt es in der Erklärung, die vom US-Energieministerium veröffentlich wurde. Mit weniger Atomkraft wären die Klimaziele schwerer und nur mit höheren Kosten erreichbar.

Ziel der Nuklearallianz sei es, trotz der zum Teil schwierigen Voraussetzungen in einzelnen Ländern, die Leistung der Atomkraftwerke von 2020 bis 2050 weltweit zu verdreifachen. Beim Betrieb der Anlagen und der Entsorgung des Atommülls müssten die höchsten Sicherheitsstandards eingehalten werden.

Zur Finanzierung neuer AKW sollten auch „innovative“ Finanzierungskonzepte ins Auge gefasst werden. Die Weltbank, die regionalen Entwicklungsbanken und andere Finanzinstitutionen werden aufgefordert, der positiven Rolle der Atomkraft bei der Energiewende Rechnung zu tragen.

Die Mitglieder der Allianz verpflichten sich, auch neue Konzepte wie kleine Reaktoren zu fördern. Sie könnten etwa zur Erzeugung von klimafreundlichem Wasserstoff eingesetzt werden. Schließlich sollte darüber nachgedacht werden, wie die bestehenden Reaktoren unter Einhaltung der strengsten Sicherheitsvorschriften länger wirtschaftlich betrieben werden könnten.

Der amerikanische Klimabeauftragte, John Kerry, sagte in Dubai, es stünden Milliarden Dollar bereit, um neue Nuklearprojekte zu finanzieren. Frankreichs Staatspräsident, Emmanuel Macron, unterstrich, die Kernkraft sei eine „unverzichtbare Lösung“ im Kampf gegen die globale Erwärmung. Nach den jüngsten Zahlen der Internationalen Energieagentur stammten im letzten Jahr 10 Prozent des weltweit erzeugten Stroms aus Atommeilern.

Montag, 4.12.2023, 12:39 Uhr
Tom Weingrtner
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Quelle: Shutterstock / Olga Khalizeva
Kernkraft
Atomenergie fürs Klima
 Am Rande der Klimakonferenz in Dubai hat sich eine Atom-Allianz zur Rettung des Klimas gebildet.
 
In einer gemeinsamen Erklärung haben 22 Staaten auf die Schlüsselrolle der Kernenergie auf dem Weg zur Klimaneutralität hingewiesen. Zu den Unterzeichnern gehören neben den USA und Großbritannien auch Frankreich und zehn weitere EU-Staaten.

Die Atomkraft sei bereits heute „die zweitwichtigste Grundlast-Energie“, die zu einer sicheren Energieversorgung beitrage, heißt es in der Erklärung, die vom US-Energieministerium veröffentlich wurde. Mit weniger Atomkraft wären die Klimaziele schwerer und nur mit höheren Kosten erreichbar.

Ziel der Nuklearallianz sei es, trotz der zum Teil schwierigen Voraussetzungen in einzelnen Ländern, die Leistung der Atomkraftwerke von 2020 bis 2050 weltweit zu verdreifachen. Beim Betrieb der Anlagen und der Entsorgung des Atommülls müssten die höchsten Sicherheitsstandards eingehalten werden.

Zur Finanzierung neuer AKW sollten auch „innovative“ Finanzierungskonzepte ins Auge gefasst werden. Die Weltbank, die regionalen Entwicklungsbanken und andere Finanzinstitutionen werden aufgefordert, der positiven Rolle der Atomkraft bei der Energiewende Rechnung zu tragen.

Die Mitglieder der Allianz verpflichten sich, auch neue Konzepte wie kleine Reaktoren zu fördern. Sie könnten etwa zur Erzeugung von klimafreundlichem Wasserstoff eingesetzt werden. Schließlich sollte darüber nachgedacht werden, wie die bestehenden Reaktoren unter Einhaltung der strengsten Sicherheitsvorschriften länger wirtschaftlich betrieben werden könnten.

Der amerikanische Klimabeauftragte, John Kerry, sagte in Dubai, es stünden Milliarden Dollar bereit, um neue Nuklearprojekte zu finanzieren. Frankreichs Staatspräsident, Emmanuel Macron, unterstrich, die Kernkraft sei eine „unverzichtbare Lösung“ im Kampf gegen die globale Erwärmung. Nach den jüngsten Zahlen der Internationalen Energieagentur stammten im letzten Jahr 10 Prozent des weltweit erzeugten Stroms aus Atommeilern.

Montag, 4.12.2023, 12:39 Uhr
Tom Weingrtner

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