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Energie & Management > Wirtschaft - Solaranlagen-Reiniger Sun-X in finanzieller Notsituation
Nichts ist gerade im Reinen bei der Firma Sun-X. Quelle: Sunbrush
Wirtschaft

Solaranlagen-Reiniger Sun-X in finanzieller Notsituation

Eiligst seine Finanzen ins Reine bringen muss der Solaranlagen-Säuberer Sun-X. Das Unternehmen befindet sich im Insolvenzverfahren und sucht nach einem strategischen Investor.
Vor etwa einem Jahr war ein neuer Schritt in der Unternehmensgeschichte perfekt, Sun-X gebar mit dem Partner Sunbotics eine gemeinsame Produktions- und Vertriebstochter für die Reinigung von Solarmodulen (wir berichteten). Seit Februar 2026 ist die Welt der Fraunberger Firma in Unordnung geraten: Sun-X befindet sich im Insolvenzverfahren.

Wie ein Sprecher des Amtsgerichts Landshut auf Anfrage dieser Redaktion bestätigte, habe das Gericht auf Antrag eine vorläufige Insolvenzverwaltung für das Reinigungsunternehmen angeordnet. Den Insolvenzantrag hatte Sun-X nach Angabe des Gerichts bereits am 6. Februar gestellt.

Sun-X verfügt über sieben Beschäftigte und war 2020 in den Markt eingetreten, um mit einer Spezialkonstruktion die flexible Säuberung von Solar-Oberflächen zu ermöglichen. Dabei steht das nicht-stationäre Schienensystem „Sunbotics“ im Mittelpunkt, auf dem ein Reinigungsroboter über die Solaranlage fährt. Zudem sind ein Verschmutzungssensor und ein Algorithmus im Angebot, der den optimalen Reinigungszeitpunkt bestimmt.

Als Start-up benötigt Sun-X um Geschäftsführer Pascal Liebold offenbar nach wie vor Fremdmittel im nennenswerten Umfang, um sich und sein Geschäftsmodell zu behaupten. Das lässt sich aus der Begründung ablesen, die der vom Amtsgericht Landshut bestellte Insolvenzverwalter in einer der Redaktion vorliegenden Pressemitteilung veröffentlicht hat.

Ein Hauptdarlehensgeber und ein anderer Investor hätten überraschend den Geldhahn zugedreht und auch bereits zugesagte Summen einbehalten, so lässt Rechtsanwalt Marc-Andre Kuhne von der Kanzlei „DKR Kuhne Dr. Raith“ sich in der Mitteilung zitieren.

Die technologische Basis sei solide, das Unternehmen jedoch noch in der teuren Forschungs- und Entwicklungsphase und somit ohne weiteren Geldzufluss von außerhalb kaum liquide zu führen, schreibt er weiter. Dem Insolvenzverwalter obliegt es, den Betrieb während der nun beginnenden Investorensuche aufrecht zu erhalten.

Aktuell erfolgen Produktion und Vertrieb bei Sun-X am bayerischen Standort im gewohnten Umfang. Das Insolvenzgeld sichert zunächst die Bezahlung der Beschäftigten. Als Ziel hat Marc-Andre Kuhne ausgegeben, neue Geldgeber für das Unternehmen zu interessieren und zu gewinnen.

„Wir sehen durchaus reale Chancen für eine übertragende Sanierung„, sagt der Rechtsanwalt mit Bezug auf vorhandene Patente, Know-how der Belegschaft und internationale Ausrichtung durch bestehende Kooperationen. All dies mache das Unternehmen zu einem “attraktiven Ziel für Investoren aus dem Cleantech-Sektor“.

Dienstag, 3.03.2026, 16:43 Uhr
Volker Stephan
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Nichts ist gerade im Reinen bei der Firma Sun-X. Quelle: Sunbrush
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Solaranlagen-Reiniger Sun-X in finanzieller Notsituation
Eiligst seine Finanzen ins Reine bringen muss der Solaranlagen-Säuberer Sun-X. Das Unternehmen befindet sich im Insolvenzverfahren und sucht nach einem strategischen Investor.
Vor etwa einem Jahr war ein neuer Schritt in der Unternehmensgeschichte perfekt, Sun-X gebar mit dem Partner Sunbotics eine gemeinsame Produktions- und Vertriebstochter für die Reinigung von Solarmodulen (wir berichteten). Seit Februar 2026 ist die Welt der Fraunberger Firma in Unordnung geraten: Sun-X befindet sich im Insolvenzverfahren.

Wie ein Sprecher des Amtsgerichts Landshut auf Anfrage dieser Redaktion bestätigte, habe das Gericht auf Antrag eine vorläufige Insolvenzverwaltung für das Reinigungsunternehmen angeordnet. Den Insolvenzantrag hatte Sun-X nach Angabe des Gerichts bereits am 6. Februar gestellt.

Sun-X verfügt über sieben Beschäftigte und war 2020 in den Markt eingetreten, um mit einer Spezialkonstruktion die flexible Säuberung von Solar-Oberflächen zu ermöglichen. Dabei steht das nicht-stationäre Schienensystem „Sunbotics“ im Mittelpunkt, auf dem ein Reinigungsroboter über die Solaranlage fährt. Zudem sind ein Verschmutzungssensor und ein Algorithmus im Angebot, der den optimalen Reinigungszeitpunkt bestimmt.

Als Start-up benötigt Sun-X um Geschäftsführer Pascal Liebold offenbar nach wie vor Fremdmittel im nennenswerten Umfang, um sich und sein Geschäftsmodell zu behaupten. Das lässt sich aus der Begründung ablesen, die der vom Amtsgericht Landshut bestellte Insolvenzverwalter in einer der Redaktion vorliegenden Pressemitteilung veröffentlicht hat.

Ein Hauptdarlehensgeber und ein anderer Investor hätten überraschend den Geldhahn zugedreht und auch bereits zugesagte Summen einbehalten, so lässt Rechtsanwalt Marc-Andre Kuhne von der Kanzlei „DKR Kuhne Dr. Raith“ sich in der Mitteilung zitieren.

Die technologische Basis sei solide, das Unternehmen jedoch noch in der teuren Forschungs- und Entwicklungsphase und somit ohne weiteren Geldzufluss von außerhalb kaum liquide zu führen, schreibt er weiter. Dem Insolvenzverwalter obliegt es, den Betrieb während der nun beginnenden Investorensuche aufrecht zu erhalten.

Aktuell erfolgen Produktion und Vertrieb bei Sun-X am bayerischen Standort im gewohnten Umfang. Das Insolvenzgeld sichert zunächst die Bezahlung der Beschäftigten. Als Ziel hat Marc-Andre Kuhne ausgegeben, neue Geldgeber für das Unternehmen zu interessieren und zu gewinnen.

„Wir sehen durchaus reale Chancen für eine übertragende Sanierung„, sagt der Rechtsanwalt mit Bezug auf vorhandene Patente, Know-how der Belegschaft und internationale Ausrichtung durch bestehende Kooperationen. All dies mache das Unternehmen zu einem “attraktiven Ziel für Investoren aus dem Cleantech-Sektor“.

Dienstag, 3.03.2026, 16:43 Uhr
Volker Stephan

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