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Energie & Management > Solarthermie - Österreich: Solarthermiefirma Gasokol insolvent
Quelle: Shutterstock
Solarthermie

Österreich: Solarthermiefirma Gasokol insolvent

Die Schulden des seit 1981 bestehenden Unternehmens mit Sitz in Saxen südöstlich von Linz belaufen sich auf etwa 2,6 Millionen Euro. Geplant ist, dieses fortzuführen. 
Die Gasokol, ein seit 1981 bestehender Anbieter und Errichter von Solarthermieanlagen mit Sitz in Saxen etwa 35 Kilometer südöstlich der oberösterreichischen Landeshauptstadt Linz, ist pleite. Am 15. April wurde beim Landesgericht Linz ein Insolvenzverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet, berichteten der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) und der Kreditschutzverband von 1870 (KSV 1870).

Den beiden Verbänden zufolge belaufen sich die Passiva der Gasokol auf etwa 2,6 Millionen Euro. „Auf der Aktivseite verfügt die Gesellschaft über betrieblich genutzte Liegenschaften am Standort Saxen, die jedoch pfandrechtlich belastet sind. Darüber hinaus sind eine betriebliche Infrastruktur, Produktionsanlagen, Lagerbestände sowie technisches Know-how vorhanden. Beteiligungen an anderen Unternehmen bestehen nicht“, hieß es in einer Aussendung des AKV. 

Nach Angaben des KSV sind von der Insolvenz rund 270 Gläubiger sowie 17 Beschäftigte betroffen. Angeboten wird den Gläubigern die übliche Mindestquote von 20 Prozent, zahlbar binnen 24 Monaten ab Annahme des Sanierungsplans. Geplant ist, das Unternehmen fortzuführen.

Umfangreicher Auftragsbestand

Der AKV verwies auf den Insolvenzantrag, laut dem die Gasokol über einen „umfangreichen Auftragsbestand“ verfügt: „Insbesondere stehe die mögliche Vergabe eines größeren Projekts im Raum, welches als Grundlage für eine Fortführung dienen soll.“ Ansprüche können bis zum 12. Juni geltend gemacht werden. Für den 26. Juni ist die Prüftagsatzung anberaumt, bei der die von den Gläubigern erhobenen Forderungen geprüft werden. Voraussichtlich am 24. Juli findet die Sanierungsplantagsatzung statt, bei der die Gläubiger über den Sanierungsplan abstimmen. 

In Schwierigkeiten geriet die Gasokol laut dem AKV und dem KSV nach dem Geschäftsjahr 2022, bis zu dem stabile Erträge erwirtschaftet worden waren. In der Folgezeit habe sich das Marktumfeld indessen verschlechtert. Die Nachfrage nach solarthermischen Anlagen erwies sich als zunehmend volatil. Auch seien immer wieder Aufträge verschoben worden. „Man habe zwar bereits erste Kostenreduktionen, insbesondere im Personalbereich, gesetzt. Als aber ein großer Investor überraschend wegbrach, musste der gegenständliche Insolvenzantrag gestellt werden“, teilte der KSV 1870 mit.

Mittwoch, 15.04.2026, 12:49 Uhr
Klaus Fischer
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Österreich: Solarthermiefirma Gasokol insolvent
Die Schulden des seit 1981 bestehenden Unternehmens mit Sitz in Saxen südöstlich von Linz belaufen sich auf etwa 2,6 Millionen Euro. Geplant ist, dieses fortzuführen. 
Die Gasokol, ein seit 1981 bestehender Anbieter und Errichter von Solarthermieanlagen mit Sitz in Saxen etwa 35 Kilometer südöstlich der oberösterreichischen Landeshauptstadt Linz, ist pleite. Am 15. April wurde beim Landesgericht Linz ein Insolvenzverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet, berichteten der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) und der Kreditschutzverband von 1870 (KSV 1870).

Den beiden Verbänden zufolge belaufen sich die Passiva der Gasokol auf etwa 2,6 Millionen Euro. „Auf der Aktivseite verfügt die Gesellschaft über betrieblich genutzte Liegenschaften am Standort Saxen, die jedoch pfandrechtlich belastet sind. Darüber hinaus sind eine betriebliche Infrastruktur, Produktionsanlagen, Lagerbestände sowie technisches Know-how vorhanden. Beteiligungen an anderen Unternehmen bestehen nicht“, hieß es in einer Aussendung des AKV. 

Nach Angaben des KSV sind von der Insolvenz rund 270 Gläubiger sowie 17 Beschäftigte betroffen. Angeboten wird den Gläubigern die übliche Mindestquote von 20 Prozent, zahlbar binnen 24 Monaten ab Annahme des Sanierungsplans. Geplant ist, das Unternehmen fortzuführen.

Umfangreicher Auftragsbestand

Der AKV verwies auf den Insolvenzantrag, laut dem die Gasokol über einen „umfangreichen Auftragsbestand“ verfügt: „Insbesondere stehe die mögliche Vergabe eines größeren Projekts im Raum, welches als Grundlage für eine Fortführung dienen soll.“ Ansprüche können bis zum 12. Juni geltend gemacht werden. Für den 26. Juni ist die Prüftagsatzung anberaumt, bei der die von den Gläubigern erhobenen Forderungen geprüft werden. Voraussichtlich am 24. Juli findet die Sanierungsplantagsatzung statt, bei der die Gläubiger über den Sanierungsplan abstimmen. 

In Schwierigkeiten geriet die Gasokol laut dem AKV und dem KSV nach dem Geschäftsjahr 2022, bis zu dem stabile Erträge erwirtschaftet worden waren. In der Folgezeit habe sich das Marktumfeld indessen verschlechtert. Die Nachfrage nach solarthermischen Anlagen erwies sich als zunehmend volatil. Auch seien immer wieder Aufträge verschoben worden. „Man habe zwar bereits erste Kostenreduktionen, insbesondere im Personalbereich, gesetzt. Als aber ein großer Investor überraschend wegbrach, musste der gegenständliche Insolvenzantrag gestellt werden“, teilte der KSV 1870 mit.

Mittwoch, 15.04.2026, 12:49 Uhr
Klaus Fischer

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