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Energie & Management > Beteiligung - NRW-Stadtwerke locken mit bis zu 4 Prozent Zinsen
In Lemgo entsteht mit Bürgergeld ein Großwärmespeicher. Quelle: Stadtwerke Lemgo
Beteiligung

NRW-Stadtwerke locken mit bis zu 4 Prozent Zinsen

Zwei Stadtwerke in Nordrhein-Westfalen sammeln Kapital in der Bevölkerung ein. Auf Privatgeld für Wärmespeicher oder Mittelspannungsnetz zahlen die Versorger bis zu 4 Prozent Zinsen.
Privatleute können Geld bei Versorgern im Sauerland und in Ostwestfalen anlegen – und dies unabhängig von ihrem Wohnort. Wer zur Kundschaft der Stadtwerke in Menden und Lemgo zählt, erhält allerdings jeweils einen halben Prozentpunkt mehr fürs Kapital.

Erstmals sammeln die Stadtwerke im ostwestfälischen Lemgo über eine Plattform privates Geld ein. Es kofinanziert einen 50 Meter hohen Großwärmespeicher, der mit einer Kapazität von rund 600 MWh im vierten Quartal 2026 in Betrieb gehen soll.

Eine Million Euro der Gesamtinvestitionen von 19,1 Millionen Euro sollen über die Nachrangdarlehen zusammenkommen, geöffnet ist das entsprechende Beteiligungsportal seit dem 27. Januar. Die Beteiligung beginnt bei 500 Euro und ist auf 25.000 Euro begrenzt, die Summen zahlen die Stadtwerke Ende 2031 zurück.

Kundinnen und Kunden des Versorgers erhalten einen jährlichen Zins in Höhe von 4 Prozent, alle übrigen 3,5 Prozent. Wer bis zum 30. Juni 2026 einen Energievertrag bei den Ostwestfalen abschließt, rutscht laut Vermögensanlagen-Informationsblatt noch in die höhere Vergütung.

In Menden fließt das Geld ins Stromnetz

Etwas weiter südlich in Menden gibt es eine Premiere in punkto Bürgerbeteiligung. Die Stadtwerke am Nordrand des Sauerlands laden die Allgemeinheit zum ersten Mal ein, Geld beim Versorger zu parken. Gedacht ist es für zwei bereits verwirklichte Projekte im Bereich des örtlichen Mittelspannungsnetzes.

Anders als in Lemgo erhofft der Mendener Versorger sich eine höhere Gesamtsumme aus Privathand. Maximal 5,25 Millionen Euro will er ab dem 9. Februar eintreiben. Gekostet haben die in der zweiten Jahreshälfte in Betrieb gegangenen Anlagen – eine 10-kV-Schaltstation und eine 4 Kilometer lange Stromleitung – zusammen 8,5 Millionen Euro.

Das Bürgergeld fließt in eine Umfinanzierung der Projekte, die Mendener hatten sich dafür zuvor anderweitig Fremdkapital besorgt. Wer will, kann sich mit 1.000 bis 25.000 Euro an den Anlagen beteiligen. Das Geld bleibt mindestens bis Silvester 2031 festgelegt, kann aber auch darüber hinaus als Anlage bei den Stadtwerken verbleiben.

Die Stadtwerke unterscheiden bei ihrem Angebot zwischen einem „Treue-Zins“ in Höhe von 3,75 Prozent für Kundinnen und Kunden sowie einen „Willkommens-Zins“ für alle übrigen in Höhe von 3,25 Prozent.

Über die Beteiligungsmodalitäten klären die Stadtwerke Lemgo und die Stadtwerke Menden auf ihrer jeweiligen Internetpräsenz auf.

 

Donnerstag, 29.01.2026, 11:38 Uhr
Volker Stephan
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In Lemgo entsteht mit Bürgergeld ein Großwärmespeicher. Quelle: Stadtwerke Lemgo
Beteiligung
NRW-Stadtwerke locken mit bis zu 4 Prozent Zinsen
Zwei Stadtwerke in Nordrhein-Westfalen sammeln Kapital in der Bevölkerung ein. Auf Privatgeld für Wärmespeicher oder Mittelspannungsnetz zahlen die Versorger bis zu 4 Prozent Zinsen.
Privatleute können Geld bei Versorgern im Sauerland und in Ostwestfalen anlegen – und dies unabhängig von ihrem Wohnort. Wer zur Kundschaft der Stadtwerke in Menden und Lemgo zählt, erhält allerdings jeweils einen halben Prozentpunkt mehr fürs Kapital.

Erstmals sammeln die Stadtwerke im ostwestfälischen Lemgo über eine Plattform privates Geld ein. Es kofinanziert einen 50 Meter hohen Großwärmespeicher, der mit einer Kapazität von rund 600 MWh im vierten Quartal 2026 in Betrieb gehen soll.

Eine Million Euro der Gesamtinvestitionen von 19,1 Millionen Euro sollen über die Nachrangdarlehen zusammenkommen, geöffnet ist das entsprechende Beteiligungsportal seit dem 27. Januar. Die Beteiligung beginnt bei 500 Euro und ist auf 25.000 Euro begrenzt, die Summen zahlen die Stadtwerke Ende 2031 zurück.

Kundinnen und Kunden des Versorgers erhalten einen jährlichen Zins in Höhe von 4 Prozent, alle übrigen 3,5 Prozent. Wer bis zum 30. Juni 2026 einen Energievertrag bei den Ostwestfalen abschließt, rutscht laut Vermögensanlagen-Informationsblatt noch in die höhere Vergütung.

In Menden fließt das Geld ins Stromnetz

Etwas weiter südlich in Menden gibt es eine Premiere in punkto Bürgerbeteiligung. Die Stadtwerke am Nordrand des Sauerlands laden die Allgemeinheit zum ersten Mal ein, Geld beim Versorger zu parken. Gedacht ist es für zwei bereits verwirklichte Projekte im Bereich des örtlichen Mittelspannungsnetzes.

Anders als in Lemgo erhofft der Mendener Versorger sich eine höhere Gesamtsumme aus Privathand. Maximal 5,25 Millionen Euro will er ab dem 9. Februar eintreiben. Gekostet haben die in der zweiten Jahreshälfte in Betrieb gegangenen Anlagen – eine 10-kV-Schaltstation und eine 4 Kilometer lange Stromleitung – zusammen 8,5 Millionen Euro.

Das Bürgergeld fließt in eine Umfinanzierung der Projekte, die Mendener hatten sich dafür zuvor anderweitig Fremdkapital besorgt. Wer will, kann sich mit 1.000 bis 25.000 Euro an den Anlagen beteiligen. Das Geld bleibt mindestens bis Silvester 2031 festgelegt, kann aber auch darüber hinaus als Anlage bei den Stadtwerken verbleiben.

Die Stadtwerke unterscheiden bei ihrem Angebot zwischen einem „Treue-Zins“ in Höhe von 3,75 Prozent für Kundinnen und Kunden sowie einen „Willkommens-Zins“ für alle übrigen in Höhe von 3,25 Prozent.

Über die Beteiligungsmodalitäten klären die Stadtwerke Lemgo und die Stadtwerke Menden auf ihrer jeweiligen Internetpräsenz auf.

 

Donnerstag, 29.01.2026, 11:38 Uhr
Volker Stephan

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