Stehen zur Wärmewende: Bürgermeister Markus Baier und Stadtwerke-Geschäftsführer Matthias Sasse (r.). Quelle: Stadtwerke Lemgo
Zwei Mal binnen zweier Tage ausgeschöpft: Die Stadtwerke Lemgo haben per Bürgerbeteiligung zwei Millionen Euro für ihren Großwärmespeicher eingeworben.
Das Angebot hat so gezogen, dass die Stadtwerke kurzerhand aufstockten. Am 27. Januar hatte das kommunale Versorgungsunternehmen in Lemgo eine Bürgerbeteiligung über 1 Million Euro für den Bau des neuen Großwärmespeichers gestartet. Zwei Tage später war das Volumen ausgeschöpft, die Stadtwerke verdoppelten auf 2 Millionen. Und wieder zwei Tage danach war alles vergeben.
Gezeichnet werden konnten Nachrangdarlehen zwischen 500 und 25.000 Euro. Energiekunden der Stadtwerke bekommen ihre Beteiligung mit jährlich 4 Prozent verzinst. Für andere Bürgerinnen und Bürger war ein Zinssatz von 3,5 Prozent ausgewiesen. Doch andere kamen wegen der hohen Nachfrage aus dem Kundenkreise dem Vernehmen nach erst gar nicht zum Zug. Die Laufzeit der Geldanlagen endet am 31. Dezember 2031.
Stadtwerke-Kunden finanzieren den Wärmespeicher damit zu gut 10 Prozent, auf 19,1 Millionen beziffert der Versorger das Investitionsvolumen insgesamt. Der Speicher soll eine Kapazität von rund 600.000 kWh haben und im vierten Quartal 2026 in Betrieb gehen.
„Dass ein innovatives Wärmespeicherprojekt innerhalb weniger Tage vollständig finanziert wurde, zeigt, wie hoch die Bereitschaft und das Interesse unserer Kundinnen und Kunden ist, sich an neuen Lösungen für die lokale Energiewende zu beteiligen“, wird Stadtwerke Geschäftsführer Matthias Sasse in einer Mitteilung zitiert „Bürgerbeteiligung ermöglicht es uns, technologische Innovation und regionale Teilhabe sinnvoll zu verbinden.“
Für die Vergabe der Nachrangdarlehen nutzten die Stadtwerke eine digitale Plattform des Münchner Dienstleisters Eueco.
Mittwoch, 18.02.2026, 13:28 Uhr
Manfred Fischer
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