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Energie & Management > Wärmenetz - Naturenergie baut Fernwärmenetz im Schwarzwald
Quelle: E&M / Stefan Sagmeister
Wärmenetz

Naturenergie baut Fernwärmenetz im Schwarzwald

Bis 2030 soll in der Kleinstadt Bräunlingen im Südschwarzwald ein Fernwämenetz entstehen. Betrieben werden soll es überwiegend mit regenerativen Energien.
Das Ergebnis der Bürgerbefragung im Dezember 2022 war eindeutig: 64 Prozent der befragten Bewohner in der Altstadt von Bräunlingen im Südschwarzwald zeigten Interesse an einem Fernwärmeanschluss. Nun wird das Projekt konkret: Der lokale Energieversorger Naturenergie soll schrittweise bis 2030 das Nahwärmenetz der 6.000-Einwohner-Gemeinde errichten. Einem entsprechenden Gestattungsvertrag hatte der Bräunlinger Gemeinderat bereits Mitte Dezember zugestimmt, wie das Unternehmen nun mitteilte. Nach aktuellem Stand werde Naturenergie rund 4 Millionen Euro investieren, teilte die Tochter der Energiedienst (ED) Holding mit.

Vorrang haben sollen dabei die kommunalen Gebäude der in der Altstadt gelegenen Schulstraße, heißt es in einer Präsentation auf der Internetseite der Gemeinde. Hier sei die Heizungsinfrastruktur bereits marode. Die Gebäude sollen schon im Laufe des Jahres 2024 mit Wärme aus der örtlichen Heizzentrale versorgt werden.

„Für die Jahre 2025 und 2026 planen wir den Bau und die Anbindung der Biomasse-Heizzentrale ‚Vor Buchen‘. Zeitgleich wollen wir in diesem Zeitraum eine Netzverdichtung in der Bräunlinger Innenstadt vornehmen,“ sagt Simon Scholl, Projektleiter von Naturenergie. „Ab 2027 werden wir das Wärmenetz dann sukzessive in den umliegenden Gebieten ausbauen.“

Neben der Nutzung regionaler Biomasse sei auch eine Wärmepumpe zur Nutzung von Abwärme angedacht. Auch die Ertüchtigung und Anbindung der bestehenden gasbetriebenen Heizzentrale am Seniorenzentrum sei geplant.

Im Endausbau soll das Projekt dann voraussichtlich einen jährlichen Wärmeabsatz von bis zu 6 Millionen kWh erreichen. Durch die Nutzung regionaler Hackschnitzel sowie von Umwelt- und Abwärme könne die Stadt künftig etwa 1.100 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen, so Naturenergie.

Naturenergie betreibt seit Mitte 2023 im Bräunlinger Ortsteil Döggingen einen Solarpark. Im benachbarten Donaueschingen errichtet Naturenergie ebenfalls ein Nahwärmenetz.

Ursprünglich erzeugt und vertreibt Naturenergie Ökostrom aus Wasserkraft in Südbaden und in der Schweiz. Dabei versteht sich das Unternehmen, das auch Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen Photovoltaik, Wärme, Bauen und Wohnen und Elektromobilität einschließlich E-Carsharing anbietet, mittlerweile nicht mehr nur als Stromlieferant und Netzbetreiber, sondern als „ganzheitlicher Infrastrukturanbieter“.

Zur Unternehmensgruppe gehören unter anderem die Naturenergie Hochrhein AG, die ED Netze GmbH, die Enalpin AG und die My-E-Car GmbH. Diese sind unter der Energiedienst Holding AG zusammengefasst. Die Holding beschäftigt mehr als 1.100 Mitarbeitende, davon etwa 50 Auszubildende. Energiedienst wiederum gehört mehrheitlich zum EnBW-Konzern.
 

Montag, 5.02.2024, 11:35 Uhr
Katia Meyer-Tien
Energie & Management > Wärmenetz - Naturenergie baut Fernwärmenetz im Schwarzwald
Quelle: E&M / Stefan Sagmeister
Wärmenetz
Naturenergie baut Fernwärmenetz im Schwarzwald
Bis 2030 soll in der Kleinstadt Bräunlingen im Südschwarzwald ein Fernwämenetz entstehen. Betrieben werden soll es überwiegend mit regenerativen Energien.
Das Ergebnis der Bürgerbefragung im Dezember 2022 war eindeutig: 64 Prozent der befragten Bewohner in der Altstadt von Bräunlingen im Südschwarzwald zeigten Interesse an einem Fernwärmeanschluss. Nun wird das Projekt konkret: Der lokale Energieversorger Naturenergie soll schrittweise bis 2030 das Nahwärmenetz der 6.000-Einwohner-Gemeinde errichten. Einem entsprechenden Gestattungsvertrag hatte der Bräunlinger Gemeinderat bereits Mitte Dezember zugestimmt, wie das Unternehmen nun mitteilte. Nach aktuellem Stand werde Naturenergie rund 4 Millionen Euro investieren, teilte die Tochter der Energiedienst (ED) Holding mit.

Vorrang haben sollen dabei die kommunalen Gebäude der in der Altstadt gelegenen Schulstraße, heißt es in einer Präsentation auf der Internetseite der Gemeinde. Hier sei die Heizungsinfrastruktur bereits marode. Die Gebäude sollen schon im Laufe des Jahres 2024 mit Wärme aus der örtlichen Heizzentrale versorgt werden.

„Für die Jahre 2025 und 2026 planen wir den Bau und die Anbindung der Biomasse-Heizzentrale ‚Vor Buchen‘. Zeitgleich wollen wir in diesem Zeitraum eine Netzverdichtung in der Bräunlinger Innenstadt vornehmen,“ sagt Simon Scholl, Projektleiter von Naturenergie. „Ab 2027 werden wir das Wärmenetz dann sukzessive in den umliegenden Gebieten ausbauen.“

Neben der Nutzung regionaler Biomasse sei auch eine Wärmepumpe zur Nutzung von Abwärme angedacht. Auch die Ertüchtigung und Anbindung der bestehenden gasbetriebenen Heizzentrale am Seniorenzentrum sei geplant.

Im Endausbau soll das Projekt dann voraussichtlich einen jährlichen Wärmeabsatz von bis zu 6 Millionen kWh erreichen. Durch die Nutzung regionaler Hackschnitzel sowie von Umwelt- und Abwärme könne die Stadt künftig etwa 1.100 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen, so Naturenergie.

Naturenergie betreibt seit Mitte 2023 im Bräunlinger Ortsteil Döggingen einen Solarpark. Im benachbarten Donaueschingen errichtet Naturenergie ebenfalls ein Nahwärmenetz.

Ursprünglich erzeugt und vertreibt Naturenergie Ökostrom aus Wasserkraft in Südbaden und in der Schweiz. Dabei versteht sich das Unternehmen, das auch Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen Photovoltaik, Wärme, Bauen und Wohnen und Elektromobilität einschließlich E-Carsharing anbietet, mittlerweile nicht mehr nur als Stromlieferant und Netzbetreiber, sondern als „ganzheitlicher Infrastrukturanbieter“.

Zur Unternehmensgruppe gehören unter anderem die Naturenergie Hochrhein AG, die ED Netze GmbH, die Enalpin AG und die My-E-Car GmbH. Diese sind unter der Energiedienst Holding AG zusammengefasst. Die Holding beschäftigt mehr als 1.100 Mitarbeitende, davon etwa 50 Auszubildende. Energiedienst wiederum gehört mehrheitlich zum EnBW-Konzern.
 

Montag, 5.02.2024, 11:35 Uhr
Katia Meyer-Tien

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