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Energie & Management > Stromnetz - Amprion markiert Leitungen zum Vogelschutz
Vogelschutzmarkierungen werden per Hubschrauber angebracht. Quelle: Amprion
Stromnetz

Amprion markiert Leitungen zum Vogelschutz

Der Übertragungsnetzbetreiber Amprion hat an einer neuen Stromleitung in Meerbusch Vogelschutzmarkierungen angebracht. Sie sollen Kollisionen von Vögeln mit Leitungsseilen reduzieren.
An einer neu errichteten Stromleitung in Meerbusch-Osterath hat der Dortmunder Übertragungsnetzbetreiber Amprion zusätzliche Maßnahmen zum Vogelschutz umgesetzt. Das Unternehmen brachte sogenannte Vogelschutzfahnen mit schwarzen und weißen Lamellen an einem Blitzschutzseil an. Die Montage erfolgte mithilfe eines Hubschraubers.

Nach Angaben von Amprion dienen die Markierungen dazu, die Sichtbarkeit der Leitungsseile für Vögel zu erhöhen. Die schwarz-weißen Elemente würden von den Tieren frühzeitig wahrgenommen. Dadurch könne sich das Risiko einer Kollision je nach Vogelart um 60 bis 90 Prozent verringern.

Die betroffene Leitung verläuft über drei neue Masten zwischen einem Umspannwerk und einer neu errichteten Konverterstation in Meerbusch-Osterath. Die Anlage soll künftig die Gleichstromverbindungen A-Nord und Ultranet miteinander verknüpfen. Laut Amprion soll die Leitung Ultranet noch 2026 in Betrieb gehen. Für A-Nord ist die Inbetriebnahme 2027 vorgesehen.

Zusammenarbeit mit Naturschützern

Naturschutzverbände sehen Freileitungen als eine der Ursachen für Vogelverluste. Nach Angaben des Dialogforums Energiewende und Naturschutz, hinter dem die Landesverbände des Bunds für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) in Baden-Württemberg stehen, sterben in Deutschland jedes Jahr zwischen 1,5 und 2,8 Millionen Vögel durch Kollisionen mit Freileitungen.

Besonders problematisch seien dabei die dünnen Blitzschutz- oder Erdseile, die oberhalb der eigentlichen Stromleitungen verlaufen. Diese würden von vielen Vogelarten nicht oder erst sehr spät erkannt. Selbst wenn die Tiere den dickeren Leiterseilen ausweichen könnten, bestehe die Gefahr, dass sie mit den darüber verlaufenden Erdseilen kollidieren.

Amprion verweist darauf, dass das Unternehmen sein Netzgebiet gemeinsam mit Fachleuten untersucht habe, um Abschnitte mit erhöhtem Kollisionsrisiko zu identifizieren. Grundlage sei das sogenannte avifaunistische Gefährdungspotenzial. Dabei bewerten Ornithologinnen und Ornithologen, wie hoch das Risiko von Vogelschlag in einem Gebiet aufgrund der dort vorkommenden Arten und ihrer Lebensräume ist.

Auf dieser Basis habe Amprion relevante Leitungsabschnitte mit Vogelschutzmarkierungen ausgestattet. Zum Einsatz kommen nach Unternehmensangaben sowohl Vogelschutzfahnen als auch Spiralmarker. Beide Systeme verfügen über eine kontrastreiche schwarz-weiße Gestaltung, die auch bei schlechten Sichtverhältnissen gut erkennbar sein soll.

Wie hoch das Kollisionsrisiko ausfällt, hängt laut Amprion von verschiedenen Faktoren ab. Neben der Vogelart spielen Körpergröße, Flugverhalten und Sehvermögen eine Rolle. Auch Witterungseinflüsse wie Nebel, Regen oder starke Winde können die Wahrnehmung von Leitungen erschweren.

Das Risiko von Stromschlägen an Höchstspannungsleitungen bewertet das Unternehmen dagegen als gering. Die Leiterseile verschiedener Phasen seien so weit voneinander entfernt, dass selbst große Vogelarten die Abstände nicht überbrücken könnten. Zudem würden die Masten so konstruiert, dass Vögel vor Stromunfällen geschützt seien.

Mittwoch, 17.06.2026, 08:45 Uhr
Susanne Harmsen
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Vogelschutzmarkierungen werden per Hubschrauber angebracht. Quelle: Amprion
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Der Übertragungsnetzbetreiber Amprion hat an einer neuen Stromleitung in Meerbusch Vogelschutzmarkierungen angebracht. Sie sollen Kollisionen von Vögeln mit Leitungsseilen reduzieren.
An einer neu errichteten Stromleitung in Meerbusch-Osterath hat der Dortmunder Übertragungsnetzbetreiber Amprion zusätzliche Maßnahmen zum Vogelschutz umgesetzt. Das Unternehmen brachte sogenannte Vogelschutzfahnen mit schwarzen und weißen Lamellen an einem Blitzschutzseil an. Die Montage erfolgte mithilfe eines Hubschraubers.

Nach Angaben von Amprion dienen die Markierungen dazu, die Sichtbarkeit der Leitungsseile für Vögel zu erhöhen. Die schwarz-weißen Elemente würden von den Tieren frühzeitig wahrgenommen. Dadurch könne sich das Risiko einer Kollision je nach Vogelart um 60 bis 90 Prozent verringern.

Die betroffene Leitung verläuft über drei neue Masten zwischen einem Umspannwerk und einer neu errichteten Konverterstation in Meerbusch-Osterath. Die Anlage soll künftig die Gleichstromverbindungen A-Nord und Ultranet miteinander verknüpfen. Laut Amprion soll die Leitung Ultranet noch 2026 in Betrieb gehen. Für A-Nord ist die Inbetriebnahme 2027 vorgesehen.

Zusammenarbeit mit Naturschützern

Naturschutzverbände sehen Freileitungen als eine der Ursachen für Vogelverluste. Nach Angaben des Dialogforums Energiewende und Naturschutz, hinter dem die Landesverbände des Bunds für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) in Baden-Württemberg stehen, sterben in Deutschland jedes Jahr zwischen 1,5 und 2,8 Millionen Vögel durch Kollisionen mit Freileitungen.

Besonders problematisch seien dabei die dünnen Blitzschutz- oder Erdseile, die oberhalb der eigentlichen Stromleitungen verlaufen. Diese würden von vielen Vogelarten nicht oder erst sehr spät erkannt. Selbst wenn die Tiere den dickeren Leiterseilen ausweichen könnten, bestehe die Gefahr, dass sie mit den darüber verlaufenden Erdseilen kollidieren.

Amprion verweist darauf, dass das Unternehmen sein Netzgebiet gemeinsam mit Fachleuten untersucht habe, um Abschnitte mit erhöhtem Kollisionsrisiko zu identifizieren. Grundlage sei das sogenannte avifaunistische Gefährdungspotenzial. Dabei bewerten Ornithologinnen und Ornithologen, wie hoch das Risiko von Vogelschlag in einem Gebiet aufgrund der dort vorkommenden Arten und ihrer Lebensräume ist.

Auf dieser Basis habe Amprion relevante Leitungsabschnitte mit Vogelschutzmarkierungen ausgestattet. Zum Einsatz kommen nach Unternehmensangaben sowohl Vogelschutzfahnen als auch Spiralmarker. Beide Systeme verfügen über eine kontrastreiche schwarz-weiße Gestaltung, die auch bei schlechten Sichtverhältnissen gut erkennbar sein soll.

Wie hoch das Kollisionsrisiko ausfällt, hängt laut Amprion von verschiedenen Faktoren ab. Neben der Vogelart spielen Körpergröße, Flugverhalten und Sehvermögen eine Rolle. Auch Witterungseinflüsse wie Nebel, Regen oder starke Winde können die Wahrnehmung von Leitungen erschweren.

Das Risiko von Stromschlägen an Höchstspannungsleitungen bewertet das Unternehmen dagegen als gering. Die Leiterseile verschiedener Phasen seien so weit voneinander entfernt, dass selbst große Vogelarten die Abstände nicht überbrücken könnten. Zudem würden die Masten so konstruiert, dass Vögel vor Stromunfällen geschützt seien.

Mittwoch, 17.06.2026, 08:45 Uhr
Susanne Harmsen

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