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Energie & Management > Windkraft Onshore - Papierhersteller setzt auf Fixpreis-PPA von Statkraft
Quelle: Jonas Rosenberger
Windkraft Onshore

Papierhersteller setzt auf Fixpreis-PPA von Statkraft

Der Papier- und Verpackungshersteller Leipa hat einen PPA-Vertrag mit Statkraft unterzeichnet. Der Stromliefervertrag ist ein reines Wind-Onshore-PPA.   
Die brandenburgische „LEIPA Group“ hat ein Power Purchase Agreement (PPA) mit Statkraft abgeschlossen, teilte der Papier- und Verpackungskonzern mit. Das Energieunternehmen Statkraft wird beide deutsche Leipa-Standorte, einer ist in Schwedt, der andere im bayerischen Schrobenhausen, ab 2026 mit Windstrom aus Onshore-Windparks beliefern. Über die Höhe der Stromlieferungen machten die Unternehmen keine Angaben. 

Nach Informationen von Statkraft wurde ein Fixpreis-PPA abgeschlossen. Die Lieferung aus einem Portfolio von Windkraftanlagen biete Leipa Vorteile, so Statkraft. Zum einen würde Statkraft unter diesem PPA wesentliche Risiken in Bezug auf technische Verfügbarkeit und Redispatch übernehmen. Zum anderen gewährleiste Statkraft eine verbesserte Datenqualität.

Den Grünstrom bezieht Leipa künftig mit der gekoppelten Lieferung von Herkunftsnachweisen (HKNs). Statkraft stellt nach eigener Aussage sicher, dass das hierfür erforderliche Bilanzkreismanagement die regulatorischen Anforderungen der Strompreiskompensation erfüllt und in einem unabhängigen Begutachtungsprozess zertifiziert wird. So könne der Papierhersteller diesen PPA-Vertrag als ökologische Gegenleistung für die Strompreiskompensation nutzen. 

Für Leipa ist die PPA-Vereinbarung wichtiger Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie. „Der Bezug von Windstrom aus Deutschland unterstützt die Transformation unseres Energieportfolios und sichert unsere Standorte noch stärker gegen Energiepreisvolatilität ab“, sagte Michael Kopenhagen, Director Energy bei Leipa. 

Statkraft baut Windkraft hierzulande aus

Das PPA passt in die neue Strategie des norwegischen Energiekonzerns. Statkraft will seine Windkraftleistung in Deutschland fast verdoppeln, hieß es im Herbst auf der Husum Wind mit (wir berichteten). In Deutschland will das Unternehmen seine Aktivitäten im Bereich Onshore-Windkraft gezielt ausbauen.

Grundlage für den Ausbau waren der Erwerb zweier Windpark-Portfolios in den Jahren 2021 und 2023. Aktuell betreibt Statkraft in Deutschland Bestandsanlagen mit einer installierten Leistung von rund 570 MW. Nach Angaben des Unternehmens soll diese Leistung durch Repowering geeigneter Windparks nahezu verdoppelt werden.

Parallel dazu treibe Statkraft den Einstieg in neue Projekte voran. Aus einer Projektpipeline von rund 5.000 MW wurden im vergangenen Jahr erste Vorhaben in Genehmigungsverfahren eingebracht. Dazu zählen Repowering-Maßnahmen ebenso wie das erste Greenfield-Eigenentwicklungsprojekt in Rappenhagen bei Oedelsheim in Hessen.

Zugleich hat Statkraft in diesem Jahr sein deutsches Fernwärmegeschäft verkauft (wir berichteten). Neue Besitzer der Tochtergesellschaft „Statkraft Varme“ sind die Patrizia SE aus Augsburg und die Nordic Infrastructure AG, die im Besitz der norwegischen Soloer-Gruppe ist. Mit der Transaktion setze der norwegische Konzern die im Jahr 2024 eingeleitete strategische Neuausrichtung fort. Das Unternehmen will sich stärker auf Wasserkraft, Windenergie, Solarenergie und Batteriespeicher in ausgewählten Märkten konzentrieren. 

Dienstag, 23.12.2025, 12:29 Uhr
Heidi Roider
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Quelle: Jonas Rosenberger
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Papierhersteller setzt auf Fixpreis-PPA von Statkraft
Der Papier- und Verpackungshersteller Leipa hat einen PPA-Vertrag mit Statkraft unterzeichnet. Der Stromliefervertrag ist ein reines Wind-Onshore-PPA.   
Die brandenburgische „LEIPA Group“ hat ein Power Purchase Agreement (PPA) mit Statkraft abgeschlossen, teilte der Papier- und Verpackungskonzern mit. Das Energieunternehmen Statkraft wird beide deutsche Leipa-Standorte, einer ist in Schwedt, der andere im bayerischen Schrobenhausen, ab 2026 mit Windstrom aus Onshore-Windparks beliefern. Über die Höhe der Stromlieferungen machten die Unternehmen keine Angaben. 

Nach Informationen von Statkraft wurde ein Fixpreis-PPA abgeschlossen. Die Lieferung aus einem Portfolio von Windkraftanlagen biete Leipa Vorteile, so Statkraft. Zum einen würde Statkraft unter diesem PPA wesentliche Risiken in Bezug auf technische Verfügbarkeit und Redispatch übernehmen. Zum anderen gewährleiste Statkraft eine verbesserte Datenqualität.

Den Grünstrom bezieht Leipa künftig mit der gekoppelten Lieferung von Herkunftsnachweisen (HKNs). Statkraft stellt nach eigener Aussage sicher, dass das hierfür erforderliche Bilanzkreismanagement die regulatorischen Anforderungen der Strompreiskompensation erfüllt und in einem unabhängigen Begutachtungsprozess zertifiziert wird. So könne der Papierhersteller diesen PPA-Vertrag als ökologische Gegenleistung für die Strompreiskompensation nutzen. 

Für Leipa ist die PPA-Vereinbarung wichtiger Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie. „Der Bezug von Windstrom aus Deutschland unterstützt die Transformation unseres Energieportfolios und sichert unsere Standorte noch stärker gegen Energiepreisvolatilität ab“, sagte Michael Kopenhagen, Director Energy bei Leipa. 

Statkraft baut Windkraft hierzulande aus

Das PPA passt in die neue Strategie des norwegischen Energiekonzerns. Statkraft will seine Windkraftleistung in Deutschland fast verdoppeln, hieß es im Herbst auf der Husum Wind mit (wir berichteten). In Deutschland will das Unternehmen seine Aktivitäten im Bereich Onshore-Windkraft gezielt ausbauen.

Grundlage für den Ausbau waren der Erwerb zweier Windpark-Portfolios in den Jahren 2021 und 2023. Aktuell betreibt Statkraft in Deutschland Bestandsanlagen mit einer installierten Leistung von rund 570 MW. Nach Angaben des Unternehmens soll diese Leistung durch Repowering geeigneter Windparks nahezu verdoppelt werden.

Parallel dazu treibe Statkraft den Einstieg in neue Projekte voran. Aus einer Projektpipeline von rund 5.000 MW wurden im vergangenen Jahr erste Vorhaben in Genehmigungsverfahren eingebracht. Dazu zählen Repowering-Maßnahmen ebenso wie das erste Greenfield-Eigenentwicklungsprojekt in Rappenhagen bei Oedelsheim in Hessen.

Zugleich hat Statkraft in diesem Jahr sein deutsches Fernwärmegeschäft verkauft (wir berichteten). Neue Besitzer der Tochtergesellschaft „Statkraft Varme“ sind die Patrizia SE aus Augsburg und die Nordic Infrastructure AG, die im Besitz der norwegischen Soloer-Gruppe ist. Mit der Transaktion setze der norwegische Konzern die im Jahr 2024 eingeleitete strategische Neuausrichtung fort. Das Unternehmen will sich stärker auf Wasserkraft, Windenergie, Solarenergie und Batteriespeicher in ausgewählten Märkten konzentrieren. 

Dienstag, 23.12.2025, 12:29 Uhr
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