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Energie & Management > Wärme - Lausitzer Stadtwerke beauftragen Planungskonsortium für Wärmewende
Vertreter von Stadtwerken und Konsortium. Quelle: HY-photo Gernot Menzel / Wärmewende-Lausitz.de
Wärme

Lausitzer Stadtwerke beauftragen Planungskonsortium für Wärmewende

Die Stadtwerke Weißwasser, Hoyerswerda und Spremberg starten die Planungsphase für die Wärmewende. Unterstützung holen sie sich von einem Konsortium aus Praktikern und Wissenschaftlern.
Die Stadtwerke Weißwasser GmbH, die Versorgungsbetriebe Hoyerswerda GmbH und die Städtische Werke Spremberg (Lausitz) GmbH haben ein Planungskonsortium mit der ingenieurtechnischen Ausarbeitung ihrer Wärmetransformation beauftragt.

Mit der Vertragsunterzeichnung beginnt die konkrete Planungsphase für eine weitgehend dekarbonisierte Wärmeversorgung der drei Städte, heißt es in einer Mitteilung. Die Planung baut auf einer Transformationsstudie auf, die das Fraunhofer-Institut für Energieinfrastrukturen und Geotechnologien (Fraunhofer IEG) 2023 erstellt hatte.

Das Konsortium wird von der Fichtner Gruppe geführt. Weitere Partner sind Fraunhofer IEG, das Forschungsunternehmen Solites sowie regionale Beteiligte. Fraunhofer IEG übernimmt dabei die anwendungsnahe Forschung zur Integration neuer Technologien und bewertet deren technische und wirtschaftliche Machbarkeit.

Im Mittelpunkt der Planung stehen verschiedene Versorgungsszenarien, schreibt das IEG. Dazu zählen unter anderem Großwärmepumpen, Solarthermie sowie saisonale Wärmespeicher. Die Analysen sollen sowohl eigene Erzeugungsanlagen als auch mögliche Kooperationsmodelle zwischen den Versorgern berücksichtigen.

„Wir sehen die Lausitz als Modellregion für die Wärmewende in Deutschland. Es war leicht hier fachliche Expertise und praxisnahe Umsetzungskompetenz in einem Konsortium zu bündeln“, sagt Mitarbeiterin Anja Hanßke. „Wir werden die Stadtwerke dabei unterstützen, innovative Technologien wie Großwärmepumpen, Solarthermie und saisonale Speicher optimal zu integrieren und dabei stets die Wirtschaftlichkeit im Blick zu behalten.“

Basis für Investitionsentscheidungen

Die drei Versorgungsunternehmen arbeiten bereits seit 2020 zusammen, um ihre Wärmeversorgung langfristig umzubauen. Mit der aktuellen Beauftragung sollen nun belastbare Grundlagen für Investitionsentscheidungen entstehen, heißt es weiter. Die Planungsleistungen reichen bis zur Genehmigungsreife der Anlagen und Netzinfrastruktur.

Ziel der Arbeiten sei eine wirtschaftlich tragfähige und zuverlässige Wärmeversorgung bis Mitte der 2030er Jahre. Die Ergebnisse der Planungen sollen in der zweiten Jahreshälfte vorliegen. Das Projekt wird über die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) unterstützt.

Die Planung erfolgt vor dem Hintergrund politischer Unsicherheiten in der Wärmegesetzgebung. Nach Einschätzung der beteiligten Versorger ändern mögliche Anpassungen am Gebäudeenergiegesetz nichts an den strukturellen Herausforderungen.

„Gemeinsame Ausschreibung hat sich ausgezahlt“

„Politische Rahmenbedingungen mögen sich ändern, aber die physikalische und wirtschaftliche Realität bleibt: Wir müssen unsere Wärmeerzeugung neu aufstellen“, erklärt Wolf-Thomas Hendrich, Geschäftsführer der Versorgungsbetriebe Hoyerswerda. „Die steigenden Kosten für fossile Energieträger machen die Transformation nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch zwingend erforderlich.“

Bis 2027 sollen die Analysen klären, welche Investitionen für eine zukünftige Wärmeerzeugung erforderlich sind, welche Kosten entstehen und welche Fördermöglichkeiten genutzt werden können. Erst danach wollen die Stadtwerke über konkrete Investitionen entscheiden.

„Die gemeinsame Ausschreibung hat sich ausgezahlt – wir haben nicht nur qualitativ hochwertige Angebote erhalten, sondern auch wirtschaftliche Vorteile durch die gebündelte Vergabe erzielt. Das zeigt, dass Kooperation der Schlüssel zum Erfolg ist“, sagt Michael Schiemenz, Geschäftsführer der Städtischen Werke Spremberg.
 

Freitag, 13.03.2026, 09:17 Uhr
Manfred Fischer
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Lausitzer Stadtwerke beauftragen Planungskonsortium für Wärmewende
Die Stadtwerke Weißwasser, Hoyerswerda und Spremberg starten die Planungsphase für die Wärmewende. Unterstützung holen sie sich von einem Konsortium aus Praktikern und Wissenschaftlern.
Die Stadtwerke Weißwasser GmbH, die Versorgungsbetriebe Hoyerswerda GmbH und die Städtische Werke Spremberg (Lausitz) GmbH haben ein Planungskonsortium mit der ingenieurtechnischen Ausarbeitung ihrer Wärmetransformation beauftragt.

Mit der Vertragsunterzeichnung beginnt die konkrete Planungsphase für eine weitgehend dekarbonisierte Wärmeversorgung der drei Städte, heißt es in einer Mitteilung. Die Planung baut auf einer Transformationsstudie auf, die das Fraunhofer-Institut für Energieinfrastrukturen und Geotechnologien (Fraunhofer IEG) 2023 erstellt hatte.

Das Konsortium wird von der Fichtner Gruppe geführt. Weitere Partner sind Fraunhofer IEG, das Forschungsunternehmen Solites sowie regionale Beteiligte. Fraunhofer IEG übernimmt dabei die anwendungsnahe Forschung zur Integration neuer Technologien und bewertet deren technische und wirtschaftliche Machbarkeit.

Im Mittelpunkt der Planung stehen verschiedene Versorgungsszenarien, schreibt das IEG. Dazu zählen unter anderem Großwärmepumpen, Solarthermie sowie saisonale Wärmespeicher. Die Analysen sollen sowohl eigene Erzeugungsanlagen als auch mögliche Kooperationsmodelle zwischen den Versorgern berücksichtigen.

„Wir sehen die Lausitz als Modellregion für die Wärmewende in Deutschland. Es war leicht hier fachliche Expertise und praxisnahe Umsetzungskompetenz in einem Konsortium zu bündeln“, sagt Mitarbeiterin Anja Hanßke. „Wir werden die Stadtwerke dabei unterstützen, innovative Technologien wie Großwärmepumpen, Solarthermie und saisonale Speicher optimal zu integrieren und dabei stets die Wirtschaftlichkeit im Blick zu behalten.“

Basis für Investitionsentscheidungen

Die drei Versorgungsunternehmen arbeiten bereits seit 2020 zusammen, um ihre Wärmeversorgung langfristig umzubauen. Mit der aktuellen Beauftragung sollen nun belastbare Grundlagen für Investitionsentscheidungen entstehen, heißt es weiter. Die Planungsleistungen reichen bis zur Genehmigungsreife der Anlagen und Netzinfrastruktur.

Ziel der Arbeiten sei eine wirtschaftlich tragfähige und zuverlässige Wärmeversorgung bis Mitte der 2030er Jahre. Die Ergebnisse der Planungen sollen in der zweiten Jahreshälfte vorliegen. Das Projekt wird über die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) unterstützt.

Die Planung erfolgt vor dem Hintergrund politischer Unsicherheiten in der Wärmegesetzgebung. Nach Einschätzung der beteiligten Versorger ändern mögliche Anpassungen am Gebäudeenergiegesetz nichts an den strukturellen Herausforderungen.

„Gemeinsame Ausschreibung hat sich ausgezahlt“

„Politische Rahmenbedingungen mögen sich ändern, aber die physikalische und wirtschaftliche Realität bleibt: Wir müssen unsere Wärmeerzeugung neu aufstellen“, erklärt Wolf-Thomas Hendrich, Geschäftsführer der Versorgungsbetriebe Hoyerswerda. „Die steigenden Kosten für fossile Energieträger machen die Transformation nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch zwingend erforderlich.“

Bis 2027 sollen die Analysen klären, welche Investitionen für eine zukünftige Wärmeerzeugung erforderlich sind, welche Kosten entstehen und welche Fördermöglichkeiten genutzt werden können. Erst danach wollen die Stadtwerke über konkrete Investitionen entscheiden.

„Die gemeinsame Ausschreibung hat sich ausgezahlt – wir haben nicht nur qualitativ hochwertige Angebote erhalten, sondern auch wirtschaftliche Vorteile durch die gebündelte Vergabe erzielt. Das zeigt, dass Kooperation der Schlüssel zum Erfolg ist“, sagt Michael Schiemenz, Geschäftsführer der Städtischen Werke Spremberg.
 

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