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Energie & Management > Politik - Forschungsverbund kritisiert Kürzungen
Quelle: Shutterstock / canadastock
Politik

Forschungsverbund kritisiert Kürzungen

Der Forschungsverbund Erneuerbare Energien (FVEE) fordert in Berlin den Erhalt der Fördermittel für die angewandte Energieforschung. Im Bundeshaushalt 2027 seien hier Kürzungen geplant.
Nach des Forschungsverbunds Erneuerbare Energien (FVEE) gefährden Haushaltskürzungen Innovationen und Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland.
Der Zusammenschluss außeruniversitärer Forschungseinrichtungen im Bereich der Energieforschung kritisiert die im Entwurf des Bundeshaushalts 2027 vorgesehenen Kürzungen der angewandten Energieforschung.

Nach Angaben des FVEE sollen im Klima- und Transformationsfonds die Verpflichtungsermächtigungen für neue Forschungsprojekte im Förderbereich des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWE) um ein Drittel sinken. Der Verbund sieht dadurch die Kontinuität der Energieforschung gefährdet. Dies habe Folgen für die Energiewende und für die technologische Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands.

Projekte gefährdet

FVEE-Sprecher Hans-Peter Ebert erklärte, die Einschnitte träfen die angewandte Energieforschung in einer Phase, in der Innovationen für eine sichere, bezahlbare und klimafreundliche Energieversorgung dringend benötigt würden. Wer die Projektförderung jetzt beschneide, gefährde nicht nur Forschungsstrukturen, sondern auch die Innovationskraft von Wirtschaft und Industrie.

Deutschland dürfe sich deshalb nicht aus der Entwicklung von Energietechnologien für internationale Märkte zurückziehen. Eine verlässliche Förderung bleibe Voraussetzung für Innovationen, Wertschöpfung und industrielle Wettbewerbsfähigkeit.

Nach Angaben des FVEE hatten bereits die stark schwankenden Verpflichtungsermächtigungen der vergangenen Jahre Auswirkungen auf die Forschung. Zahlreiche mehrjährige Projekte seien nicht bewilligt oder nicht begonnen worden. Zudem hätten erhebliche Kürzungen der Fördermittel in den Jahren 2024 und 2025 dazu geführt, dass Forschungseinrichtungen Personal abbauen mussten. Weitere Einschnitte könnten nach Einschätzung des Verbunds Innovationsketten unterbrechen.

Wichtige Forschungsthemen betroffen

Betroffen wären laut FVEE unter anderem Forschungsprojekte zu erneuerbaren Energien, klimafreundlicher Wärmeversorgung, Energiespeichern, Leistungselektronik und resilienten Stromnetzen. Die Förderprogramme des Bundeswirtschaftsministeriums seien auf Kooperationen zwischen Forschungseinrichtungen und Partnern aus Industrie, Energiewirtschaft, Stadtwerken, Immobilienwirtschaft und Handwerk ausgerichtet. Die Auswirkungen der Kürzungen würden deshalb weit über die Wissenschaft hinausreichen.

Andreas Bett, stellvertretender Sprecher des FVEE und Leiter des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE, warnt davor, dass zahlreiche vorbereitete Projekte nicht starten könnten. Dadurch verzögerten sich Entwicklung und Umsetzung dringend benötigter Energieinnovationen. Gerade in den kommenden Jahren seien verlässliche Rahmenbedingungen erforderlich, um gemeinsam mit Unternehmen Lösungen für die Transformation des Energiesystems zu entwickeln und neue Technologien zur Marktreife zu bringen.

Forschung unterstützt Energiewende

Der FVEE verweist außerdem darauf, dass die angewandte Energieforschung seit Jahrzehnten eine wichtige Grundlage für die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen bilde. Forschung und Entwicklung hätten dazu beigetragen, die Kosten moderner Energietechnologien zu senken und Unternehmen in Bereichen wie erneuerbaren Energien, Energieeffizienz sowie Netz- und Systemtechnik international wettbewerbsfähig zu machen. Kurzfristige Einsparungen dürften diese Entwicklung nicht gefährden.

Darüber hinaus sei eine kontinuierliche Forschungsförderung notwendig, um hoch qualifizierte Fachkräfte zu halten und langfristige Forschungsstrategien umzusetzen. Planungssicherheit habe die Zusammenarbeit zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen, insbesondere dem Mittelstand, über viele Jahre ermöglicht.

Vor diesem Hintergrund appelliert der FVEE an die Verantwortlichen der Haushaltsverhandlungen, die im Koalitionsvertrag angekündigte Stärkung der Energieforschung umzusetzen. Der Verbund fordert, die bisherige Förderperspektive für die angewandte Energieforschung wiederherzustellen. (sh)

Donnerstag, 23.07.2026, 10:34 Uhr
Susanne Harmsen
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Politik
Forschungsverbund kritisiert Kürzungen
Der Forschungsverbund Erneuerbare Energien (FVEE) fordert in Berlin den Erhalt der Fördermittel für die angewandte Energieforschung. Im Bundeshaushalt 2027 seien hier Kürzungen geplant.
Nach des Forschungsverbunds Erneuerbare Energien (FVEE) gefährden Haushaltskürzungen Innovationen und Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland.
Der Zusammenschluss außeruniversitärer Forschungseinrichtungen im Bereich der Energieforschung kritisiert die im Entwurf des Bundeshaushalts 2027 vorgesehenen Kürzungen der angewandten Energieforschung.

Nach Angaben des FVEE sollen im Klima- und Transformationsfonds die Verpflichtungsermächtigungen für neue Forschungsprojekte im Förderbereich des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWE) um ein Drittel sinken. Der Verbund sieht dadurch die Kontinuität der Energieforschung gefährdet. Dies habe Folgen für die Energiewende und für die technologische Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands.

Projekte gefährdet

FVEE-Sprecher Hans-Peter Ebert erklärte, die Einschnitte träfen die angewandte Energieforschung in einer Phase, in der Innovationen für eine sichere, bezahlbare und klimafreundliche Energieversorgung dringend benötigt würden. Wer die Projektförderung jetzt beschneide, gefährde nicht nur Forschungsstrukturen, sondern auch die Innovationskraft von Wirtschaft und Industrie.

Deutschland dürfe sich deshalb nicht aus der Entwicklung von Energietechnologien für internationale Märkte zurückziehen. Eine verlässliche Förderung bleibe Voraussetzung für Innovationen, Wertschöpfung und industrielle Wettbewerbsfähigkeit.

Nach Angaben des FVEE hatten bereits die stark schwankenden Verpflichtungsermächtigungen der vergangenen Jahre Auswirkungen auf die Forschung. Zahlreiche mehrjährige Projekte seien nicht bewilligt oder nicht begonnen worden. Zudem hätten erhebliche Kürzungen der Fördermittel in den Jahren 2024 und 2025 dazu geführt, dass Forschungseinrichtungen Personal abbauen mussten. Weitere Einschnitte könnten nach Einschätzung des Verbunds Innovationsketten unterbrechen.

Wichtige Forschungsthemen betroffen

Betroffen wären laut FVEE unter anderem Forschungsprojekte zu erneuerbaren Energien, klimafreundlicher Wärmeversorgung, Energiespeichern, Leistungselektronik und resilienten Stromnetzen. Die Förderprogramme des Bundeswirtschaftsministeriums seien auf Kooperationen zwischen Forschungseinrichtungen und Partnern aus Industrie, Energiewirtschaft, Stadtwerken, Immobilienwirtschaft und Handwerk ausgerichtet. Die Auswirkungen der Kürzungen würden deshalb weit über die Wissenschaft hinausreichen.

Andreas Bett, stellvertretender Sprecher des FVEE und Leiter des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE, warnt davor, dass zahlreiche vorbereitete Projekte nicht starten könnten. Dadurch verzögerten sich Entwicklung und Umsetzung dringend benötigter Energieinnovationen. Gerade in den kommenden Jahren seien verlässliche Rahmenbedingungen erforderlich, um gemeinsam mit Unternehmen Lösungen für die Transformation des Energiesystems zu entwickeln und neue Technologien zur Marktreife zu bringen.

Forschung unterstützt Energiewende

Der FVEE verweist außerdem darauf, dass die angewandte Energieforschung seit Jahrzehnten eine wichtige Grundlage für die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen bilde. Forschung und Entwicklung hätten dazu beigetragen, die Kosten moderner Energietechnologien zu senken und Unternehmen in Bereichen wie erneuerbaren Energien, Energieeffizienz sowie Netz- und Systemtechnik international wettbewerbsfähig zu machen. Kurzfristige Einsparungen dürften diese Entwicklung nicht gefährden.

Darüber hinaus sei eine kontinuierliche Forschungsförderung notwendig, um hoch qualifizierte Fachkräfte zu halten und langfristige Forschungsstrategien umzusetzen. Planungssicherheit habe die Zusammenarbeit zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen, insbesondere dem Mittelstand, über viele Jahre ermöglicht.

Vor diesem Hintergrund appelliert der FVEE an die Verantwortlichen der Haushaltsverhandlungen, die im Koalitionsvertrag angekündigte Stärkung der Energieforschung umzusetzen. Der Verbund fordert, die bisherige Förderperspektive für die angewandte Energieforschung wiederherzustellen. (sh)

Donnerstag, 23.07.2026, 10:34 Uhr
Susanne Harmsen

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