Quelle: OpenAI
In der Rubrik „Speculantius“ veröffentlicht die Redaktion für den Markt relevante Gerüchte, Meinungen und unbestätigte Berichte.
Der Chef der Stadtwerke Bonn, Olaf Hermes, hat im Zusammenhang mit der sogenannten Grundstücks-Affäre seinen Rückzug angekündigt. Wie Hermes dem WDR sagte, wolle er sein Amt bis zum Sommer niederlegen. Nach eigenen Angaben fehle ihm das notwendige Vertrauen in der Bonner Stadtpolitik, um seine Arbeit fortzusetzen. Hermes ist Vorsitzender der Geschäftsführung der Stadtwerke Bonn GmbH und zugleich Geschäftsführer von SWB Energie und Wasser.
Auslöser ist die jüngste Sitzung des SWB-Aufsichtsrats, in der es um die Aufarbeitung der Affäre rund um ein Grundstück am Flugplatz Hangelar ging. In dieser Sitzung stellte Hermes nach Angaben des WDR die Vertrauensfrage. Obwohl das Gremium ihm anschließend mehrheitlich das Vertrauen aussprach, hält der Manager an seinem Rücktrittsplan fest.
Hintergrund ist eine Affäre, die Ende vergangenen Jahres öffentlich wurde. Dabei geht es um ein Immobiliengeschäft der Flugplatzgesellschaft Hangelar mbH, an der die Stadtwerke über eine Beteiligung von 49,6 Prozent beteiligt sind. Dabei ging es um die Ausübung eines Vorkaufsrechts für ein Grundstück am Flugplatz.
Dabei soll es zu politischer Einflussnahme gekommen sein. Demnach versuchten Bonns Oberbürgermeister Guido Deus, seit November 2025 im Amt, weiterhin der damalige Co-Dezernent der Stadt sowie der Rhein-Sieg-Landrat Sebastian Schuster (alle CDU), die Stadtwerke von dem Grundstücksgeschäft abzubringen.
Den Verdacht, dass er sich eingemischt hätte, um einem CDU-Parteispender einen Gefallen zu tun, wies Oberbürgermeister Deus als böswillige Unterstellung zurück. Auch die anderen Beteiligten äußerten sich laut Medienberichten in diesem Sinne.
Eine von den Stadtwerken beauftragte Kanzlei untersuchte den Vorgang im Rahmen einer Compliance-Prüfung. Laut WDR kommt der Bericht zu dem Ergebnis, dass die Einflussnahmen „gegebenenfalls nicht frei von Fremdeinflüssen und Interessenkonflikten“ gewesen sein könnten. Die SWB wollen den vertraulichen Bericht an die Staatsanwaltschaft weiterleiten.
Donnerstag, 12.03.2026, 16:49 Uhr
Redaktion
© 2026 Energie & Management GmbH