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Energie & Management > Wirtschaft - Ostdeutschland diskutiert Energieinfrastruktur
Quelle: BDEW
Wirtschaft

Ostdeutschland diskutiert Energieinfrastruktur

Vertreter aus Energiewirtschaft, Politik und Wissenschaft beraten in Lutherstadt Wittenberg (S-A) bei der Infrastrukturkonferenz Ostdeutschland über Netzausbau und Energieversorgung.
Vertreterinnen und Vertreter aus Energiewirtschaft, Politik, Verwaltung und Wissenschaft trafen sich am 11. März 2026 zur Infrastrukturkonferenz Ostdeutschland in Lutherstadt Wittenberg (Sachsen-Anhalt). Das Treffen soll als Plattform dienen, um über die künftige Energieinfrastruktur, Versorgungssicherheit und wirtschaftliche Entwicklung in den ostdeutschen Bundesländern zu beraten.

Die Konferenz steht unter der Schirmherrschaft der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der ostdeutschen Länder. Gastgeber ist der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Regional ausgerichtet wird das Treffen von der BDEW-Landesgruppe Mitteldeutschland. Nach Angaben des Verbandes steht die Energiewende inzwischen in der Umsetzungsphase.

Gleichzeitig steige der Druck auf Energieinfrastruktur und Versorgungssysteme. Gründe dafür seien geopolitische Krisen, volatile Energiemärkte sowie steigende Anforderungen an Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und gesellschaftliche Akzeptanz. Mario Müller, Geschäftsführer der BDEW-Landesgruppe Mitteldeutschland, betonte die Bedeutung der kommenden Jahre für die Entwicklung der Infrastruktur.

Ostdeutschland vorn in der Energiewende

„Die kommenden Jahre sind entscheidend. Wir brauchen leistungsfähige Netze, klare regulatorische Rahmenbedingungen und eine realistische Priorisierung der Maßnahmen“, sagte Müller. Die Infrastrukturkonferenz soll relevante Akteure zusammenbringen, um über diese Fragen zu beraten. Ostdeutschland verstehe sich dabei nicht als Region des Nachholens, sondern als Region, die Entwicklungen vorantreiben könne.

Auch die Regierungschefs mehrerer ostdeutscher Bundesländer äußerten sich zur Bedeutung der Energieinfrastruktur für Wirtschaft und Versorgung. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke sieht vor allem die Energiepreise als Herausforderung für Unternehmen. Brandenburg habe bei der jüngsten Ministerpräsidentenkonferenz einen Beschluss zur Energiewende und zu wettbewerbsfähigen Energiepreisen eingebracht.

Entlastung der Industrie gefordert

Nun müsse die Bundesregierung die geplanten Schritte zur Entlastung von Wirtschaft und Bevölkerung zeitnah umsetzen, erklärte Woidke. Ziel sei es, Arbeitsplätze zu sichern und gleichzeitig den Übergang zu einer klimafreundlichen Industrie zu gestalten. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze hob die Bedeutung stabiler Energiepreise für die industrielle Wettbewerbsfähigkeit hervor.

Besonders die chemische Industrie spiele eine zentrale Rolle für die Wirtschaft seines Bundeslandes und für Deutschland insgesamt. Schulze fordert einen verlässlichen energiepolitischen Pfad sowie einen konsequenten, zugleich aber ausgewogenen Ausbau der Stromnetze. Gleichzeitig müsse Bürokratie abgebaut werden, damit Unternehmen ihre Innovationsfähigkeit stärker auf die Entwicklung neuer Produkte konzentrieren könnten.

Auch Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt verwies auf die Rolle der Energie- und Wasserversorgung als Teil der kritischen Infrastruktur. Eine sichere und bezahlbare Versorgung sei Voraussetzung für Investitionen und Planungssicherheit für Unternehmen und Bevölkerung. Thüringen setze deshalb auf einen ausgewogenen Strommix, einen netzdienlichen Ausbau erneuerbarer Energien und eine technologieoffene Energiepolitik. Gleichzeitig müsse die Resilienz der Energie- und Wasserversorgung gestärkt werden, etwa durch Maßnahmen zur Cybersicherheit.

Infrastrukturausbau im Fokus

Inhaltlich konzentrierte sich die Konferenz laut Veranstalter auf Fragen der praktischen Umsetzung der Energiewende und des Infrastrukturausbaus. Diskutiert wurden unter anderem aktuelle energiepolitische Entwicklungen sowie die Rolle Ostdeutschlands für industrielle Wertschöpfung. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Ausbau der Stromnetze und den regulatorischen Rahmenbedingungen für Investitionen.

Darüber hinaus beschäftigten sich die Teilnehmenden mit Themen wie Versorgungssicherheit, Krisenvorsorge und der Resilienz der Energieversorgung. Auch langfristige Perspektiven standen auf der Agenda. Dazu gehörten laut Veranstalter Fragen zur Energieerzeugung im Jahr 2045, zur Digitalisierung der Energiesysteme sowie zur Wärmewende und deren wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.

Die Infrastrukturkonferenz soll nach Angaben des BDEW dazu beitragen, Positionen aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft zusammenzuführen und Lösungsansätze für den weiteren Ausbau der Energieinfrastruktur zu diskutieren. Dabei geht es insbesondere um die Frage, ob Infrastruktur künftig eher zum Standortfaktor oder zum begrenzenden Element für wirtschaftliche Entwicklung werden könnte.

Mittwoch, 11.03.2026, 14:13 Uhr
Susanne Harmsen
Energie & Management > Wirtschaft - Ostdeutschland diskutiert Energieinfrastruktur
Quelle: BDEW
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Ostdeutschland diskutiert Energieinfrastruktur
Vertreter aus Energiewirtschaft, Politik und Wissenschaft beraten in Lutherstadt Wittenberg (S-A) bei der Infrastrukturkonferenz Ostdeutschland über Netzausbau und Energieversorgung.
Vertreterinnen und Vertreter aus Energiewirtschaft, Politik, Verwaltung und Wissenschaft trafen sich am 11. März 2026 zur Infrastrukturkonferenz Ostdeutschland in Lutherstadt Wittenberg (Sachsen-Anhalt). Das Treffen soll als Plattform dienen, um über die künftige Energieinfrastruktur, Versorgungssicherheit und wirtschaftliche Entwicklung in den ostdeutschen Bundesländern zu beraten.

Die Konferenz steht unter der Schirmherrschaft der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der ostdeutschen Länder. Gastgeber ist der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Regional ausgerichtet wird das Treffen von der BDEW-Landesgruppe Mitteldeutschland. Nach Angaben des Verbandes steht die Energiewende inzwischen in der Umsetzungsphase.

Gleichzeitig steige der Druck auf Energieinfrastruktur und Versorgungssysteme. Gründe dafür seien geopolitische Krisen, volatile Energiemärkte sowie steigende Anforderungen an Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und gesellschaftliche Akzeptanz. Mario Müller, Geschäftsführer der BDEW-Landesgruppe Mitteldeutschland, betonte die Bedeutung der kommenden Jahre für die Entwicklung der Infrastruktur.

Ostdeutschland vorn in der Energiewende

„Die kommenden Jahre sind entscheidend. Wir brauchen leistungsfähige Netze, klare regulatorische Rahmenbedingungen und eine realistische Priorisierung der Maßnahmen“, sagte Müller. Die Infrastrukturkonferenz soll relevante Akteure zusammenbringen, um über diese Fragen zu beraten. Ostdeutschland verstehe sich dabei nicht als Region des Nachholens, sondern als Region, die Entwicklungen vorantreiben könne.

Auch die Regierungschefs mehrerer ostdeutscher Bundesländer äußerten sich zur Bedeutung der Energieinfrastruktur für Wirtschaft und Versorgung. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke sieht vor allem die Energiepreise als Herausforderung für Unternehmen. Brandenburg habe bei der jüngsten Ministerpräsidentenkonferenz einen Beschluss zur Energiewende und zu wettbewerbsfähigen Energiepreisen eingebracht.

Entlastung der Industrie gefordert

Nun müsse die Bundesregierung die geplanten Schritte zur Entlastung von Wirtschaft und Bevölkerung zeitnah umsetzen, erklärte Woidke. Ziel sei es, Arbeitsplätze zu sichern und gleichzeitig den Übergang zu einer klimafreundlichen Industrie zu gestalten. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze hob die Bedeutung stabiler Energiepreise für die industrielle Wettbewerbsfähigkeit hervor.

Besonders die chemische Industrie spiele eine zentrale Rolle für die Wirtschaft seines Bundeslandes und für Deutschland insgesamt. Schulze fordert einen verlässlichen energiepolitischen Pfad sowie einen konsequenten, zugleich aber ausgewogenen Ausbau der Stromnetze. Gleichzeitig müsse Bürokratie abgebaut werden, damit Unternehmen ihre Innovationsfähigkeit stärker auf die Entwicklung neuer Produkte konzentrieren könnten.

Auch Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt verwies auf die Rolle der Energie- und Wasserversorgung als Teil der kritischen Infrastruktur. Eine sichere und bezahlbare Versorgung sei Voraussetzung für Investitionen und Planungssicherheit für Unternehmen und Bevölkerung. Thüringen setze deshalb auf einen ausgewogenen Strommix, einen netzdienlichen Ausbau erneuerbarer Energien und eine technologieoffene Energiepolitik. Gleichzeitig müsse die Resilienz der Energie- und Wasserversorgung gestärkt werden, etwa durch Maßnahmen zur Cybersicherheit.

Infrastrukturausbau im Fokus

Inhaltlich konzentrierte sich die Konferenz laut Veranstalter auf Fragen der praktischen Umsetzung der Energiewende und des Infrastrukturausbaus. Diskutiert wurden unter anderem aktuelle energiepolitische Entwicklungen sowie die Rolle Ostdeutschlands für industrielle Wertschöpfung. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Ausbau der Stromnetze und den regulatorischen Rahmenbedingungen für Investitionen.

Darüber hinaus beschäftigten sich die Teilnehmenden mit Themen wie Versorgungssicherheit, Krisenvorsorge und der Resilienz der Energieversorgung. Auch langfristige Perspektiven standen auf der Agenda. Dazu gehörten laut Veranstalter Fragen zur Energieerzeugung im Jahr 2045, zur Digitalisierung der Energiesysteme sowie zur Wärmewende und deren wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.

Die Infrastrukturkonferenz soll nach Angaben des BDEW dazu beitragen, Positionen aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft zusammenzuführen und Lösungsansätze für den weiteren Ausbau der Energieinfrastruktur zu diskutieren. Dabei geht es insbesondere um die Frage, ob Infrastruktur künftig eher zum Standortfaktor oder zum begrenzenden Element für wirtschaftliche Entwicklung werden könnte.

Mittwoch, 11.03.2026, 14:13 Uhr
Susanne Harmsen

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