E&M exklusiv Newsletter:
E&M gratis testen:
Energie & Management > Kraftwerke - Erneuerbaren-Erzeugung legt im 1. Halbjahr zu
Quelle: Shutterstock / lovelyday12
Kraftwerke

Erneuerbaren-Erzeugung legt im 1. Halbjahr zu

In Deutschland sind im ersten Halbjahr 2026 gut 4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum erzeugt worden, so eine Auswertung des staatlichen Statistiker von Destatis.
Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien stieg im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 um knapp 7 Prozent auf 136 Milliarden Kilowattstunden, geht aus einer Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hervor. Damit stammten gut 59 Prozent des inländisch produzierten Stroms aus erneuerbaren Quellen, nach genau 58 Prozent im Vorjahreszeitraum.

Die Stromerzeugung aus konventionellen Energieträgern erhöhte sich um knapp 2 Prozent auf 94 Milliarden Kilowattstunden. Ihr Anteil an der gesamten inländischen Stromproduktion sank dennoch auf knapp unter 41 Prozent, nach 42 Prozent im ersten Halbjahr 2025.

Windkraft blieb mit einem Plus von gut 12 Prozent auf 67,7 Milliarden kWh die wichtigste Stromquelle. Die Windstrommenge war nach Aussagen von Destatis eher durchschnittlich, das hohe Plus ergab sich durch den windarmen Vorjahreszeitraum. Ihr Anteil am inländisch erzeugten und eingespeisten Strom stieg von 27 auf gut 29 Prozent.

Kohle bleibt Nummer zwei 

Trotz einem zeitgleichen Rückgang der Kohleverstromung um 0,5 Prozent auf gut 49 Milliarden kWh blieben Stein- und Braunkohle − zusammengenommen gut 21 Prozent (Vorjahreszeitraum: knapp 23 Prozent) − die zweitwichtigsten Energieträger in der inländischen Stromerzeugung.

Die Erdgasverstromung dagegen legte nominell und prozentual zu, und zwar um gut 6 Prozent auf 38 Milliarden kWh, wodurch sich ihr Anteil von 16,2 auf 16,5 Prozent leicht erhöhte. Sie hat nach wie vor Platz vier inne.

Rang Nummer drei geht an die Photovoltaik, die ebenfalls mehr Strom einspeiste: Die Solarstrommenge erhöhte sich um fast 4 Prozent auf 41 Milliarden kWh. Doch ihr Beitrag sank leicht unter die 18 Prozent, die die PV im ersten Halbjahr 2025 gehabt hatte.

In der Langzeitperspektive gegenüber dem Vorjahreszeitraum 2018 – dem ersten Jahr der Destatis-Erhebung – erzeugten grüne Kraftwerke gut ein Viertel mehr Strom und speisten ihn ins Netz ein. Zeitgleich ging die Strommenge aus konventionellen Kraftwerken, damals noch 175 Milliarden kWh, um fast die Hälfte zurück.

Importüberschuss ist gesunken

Die Stromimporte gingen um knapp 9 Prozent auf 35 Milliarden kWh zurück. Dagegen stieg die exportierte Strommenge um fast 15 Prozent auf 34 Milliarden kWh. Der Importüberschuss ging auf Jahresbasis von 8,3 auf 0,6 Milliarden kWh zurück. (geo)

Dienstag, 8.09.2026, 11:47 Uhr
Georg Eble
Energie & Management > Kraftwerke - Erneuerbaren-Erzeugung legt im 1. Halbjahr zu
Quelle: Shutterstock / lovelyday12
Kraftwerke
Erneuerbaren-Erzeugung legt im 1. Halbjahr zu
In Deutschland sind im ersten Halbjahr 2026 gut 4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum erzeugt worden, so eine Auswertung des staatlichen Statistiker von Destatis.
Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien stieg im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 um knapp 7 Prozent auf 136 Milliarden Kilowattstunden, geht aus einer Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hervor. Damit stammten gut 59 Prozent des inländisch produzierten Stroms aus erneuerbaren Quellen, nach genau 58 Prozent im Vorjahreszeitraum.

Die Stromerzeugung aus konventionellen Energieträgern erhöhte sich um knapp 2 Prozent auf 94 Milliarden Kilowattstunden. Ihr Anteil an der gesamten inländischen Stromproduktion sank dennoch auf knapp unter 41 Prozent, nach 42 Prozent im ersten Halbjahr 2025.

Windkraft blieb mit einem Plus von gut 12 Prozent auf 67,7 Milliarden kWh die wichtigste Stromquelle. Die Windstrommenge war nach Aussagen von Destatis eher durchschnittlich, das hohe Plus ergab sich durch den windarmen Vorjahreszeitraum. Ihr Anteil am inländisch erzeugten und eingespeisten Strom stieg von 27 auf gut 29 Prozent.

Kohle bleibt Nummer zwei 

Trotz einem zeitgleichen Rückgang der Kohleverstromung um 0,5 Prozent auf gut 49 Milliarden kWh blieben Stein- und Braunkohle − zusammengenommen gut 21 Prozent (Vorjahreszeitraum: knapp 23 Prozent) − die zweitwichtigsten Energieträger in der inländischen Stromerzeugung.

Die Erdgasverstromung dagegen legte nominell und prozentual zu, und zwar um gut 6 Prozent auf 38 Milliarden kWh, wodurch sich ihr Anteil von 16,2 auf 16,5 Prozent leicht erhöhte. Sie hat nach wie vor Platz vier inne.

Rang Nummer drei geht an die Photovoltaik, die ebenfalls mehr Strom einspeiste: Die Solarstrommenge erhöhte sich um fast 4 Prozent auf 41 Milliarden kWh. Doch ihr Beitrag sank leicht unter die 18 Prozent, die die PV im ersten Halbjahr 2025 gehabt hatte.

In der Langzeitperspektive gegenüber dem Vorjahreszeitraum 2018 – dem ersten Jahr der Destatis-Erhebung – erzeugten grüne Kraftwerke gut ein Viertel mehr Strom und speisten ihn ins Netz ein. Zeitgleich ging die Strommenge aus konventionellen Kraftwerken, damals noch 175 Milliarden kWh, um fast die Hälfte zurück.

Importüberschuss ist gesunken

Die Stromimporte gingen um knapp 9 Prozent auf 35 Milliarden kWh zurück. Dagegen stieg die exportierte Strommenge um fast 15 Prozent auf 34 Milliarden kWh. Der Importüberschuss ging auf Jahresbasis von 8,3 auf 0,6 Milliarden kWh zurück. (geo)

Dienstag, 8.09.2026, 11:47 Uhr
Georg Eble

Haben Sie Interesse an Content oder Mehrfachzugängen für Ihr Unternehmen?

Sprechen Sie uns an, wenn Sie Fragen zur Nutzung von E&M-Inhalten oder den verschiedenen Abonnement-Paketen haben.
Das E&M-Vertriebsteam freut sich unter Tel. 08152 / 93 11-77 oder unter vertrieb@energie-und-management.de über Ihre Anfrage.