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Mitteilung der Firma Unicorn Systems a.s.

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Vom technischen Asset zur Erlösquelle: Flexibilität in der Energiewirtschaft

Erneuerbare, dezentrale Erzeugung und volatile Preise machen Flexibilität zum handelbaren Gut. Wer sie effizient aggregiert, steuert und vermarktet, erschließt neue Erlöse.

Flexibilität ist heute weit mehr als eine technische Frage – sie wird zunehmend zu einem wirtschaftlichen Erfolgsfaktor. Vor dem Hintergrund des tiefgreifenden Wandels der europäischen Energiewirtschaft – angetrieben durch den wachsenden Anteil erneuerbarer Energien, die Dezentralisierung der Erzeugung und die hohe Preisvolatilität – gewinnt dieses Thema weiter an Bedeutung. Das eigentliche Hindernis ist dabei nicht mangelnde Flexibilität, sondern deren effiziente Steuerung und Monetarisierung. Die meisten Energieunternehmen sind nicht in der Lage, das Potenzial ihrer Anlagen effektiv auszuschöpfen – und verschenken so einen Teil ihrer möglichen Erlöse. Deshalb ist für sie eine Lösung entscheidend, die Flexibilität effizient aggregieren, steuern und in die Energiemärkte integrieren kann – wie etwa Lancelot GDS von Unicorn.

Die europäische Energiewirtschaft durchläuft einen grundlegenden Wandel, der die Funktionsweise der Energiemärkte von Grund auf neu ordnet. Der steigende Anteil erneuerbarer Energien bringt eine neue Dynamik ins System – die Erzeugung aus Sonne und Wind ist naturgemäß schwankend und schwerer prognostizierbar als die aus konventionellen Kraftwerken. Die Dezentralisierung der Erzeugung bedeutet, dass nicht mehr einige wenige Großkraftwerke, sondern Tausende kleinere, über die gesamte Region verteilte Anlagen Strom ins Netz einspeisen. Und die hohe Preisvolatilität an den Energiemärkten schafft ein Umfeld, in dem die Preise innerhalb weniger Stunden um mehrere Dutzend Prozent schwanken können.

Flexibilität als neue Triebkraft der europäischen Energiewirtschaft

Das traditionelle Modell der zentralen Erzeugung, bei dem Großkraftwerke die Nachfrage anhand vorhersehbarer Verbrauchsmuster deckten, weicht einem dynamischen System. In diesem System spielen Tausende kleinere Anlagen eine Schlüsselrolle – von Batteriespeichern und Photovoltaikanlagen über Industrieverbraucher, die ihren Verbrauch flexibel steuern können, bis hin zu intelligenten Haushaltsgeräten. Dieser Übergang ist nicht bloß ein technologischer Wandel, sondern eine grundlegende Transformation der gesamten Energiebranche.

In diesem neuen Umfeld wird Flexibilität zu einem strategischen Gut mit realem wirtschaftlichem Wert. Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) und Verteilnetzbetreiber (VNB) setzen zunehmend auf flexible Ressourcen, um die Netzstabilität zu gewährleisten, kurzfristige Schwankungen auszugleichen sowie Frequenz und Spannung zu regeln. Die europäische Gesetzgebung unterstützt diesen Trend aktiv und öffnet die Energiemärkte für Flexibilitätsaggregatoren und virtuelle Kraftwerke. Für Betreiber von Anlagen, die Flexibilität bereitstellen können, bedeutet das vor allem eines: Es eröffnen sich völlig neue Geschäftsmöglichkeiten – Möglichkeiten, die es vor wenigen Jahren noch nicht gab.

Flexibilität ist längst nicht mehr nur eine technische Eigenschaft einer Anlage – sie ist ein handelbares Gut mit wachsendem Wert. Und wer diesen Wert effektiv nutzt, verschafft sich einen erheblichen Wettbewerbsvorteil.

Strommasten auf einem Feld | Quelle: Adobe Stock

Flexibilität monetarisieren: Vom technischen Asset zur Erlösquelle

Wenn Sie Erzeugungsanlagen, Batteriespeicher, flexible industrielle Lasten oder andere Anlagen besitzen, die auf die Anforderungen des Stromnetzes reagieren können, verfügen Sie über ein wertvolles Asset. Die Frage ist nicht, ob Flexibilität einen Wert hat – das steht außer Frage. Die Frage ist, wie Sie diesen Wert effektiv monetarisieren und die Rendite Ihrer Investitionen in die Anlagen maximieren.

Der Weg zur Monetarisierung von Flexibilität führt über mehrere Geschäftsmodelle, die sich gegenseitig ergänzen und es Ihnen ermöglichen, Ihre Erlöse je nach aktueller Marktlage zu optimieren:

  • Erbringung von Systemdienstleistungen für ÜNB – Übertragungsnetzbetreiber müssen die Stabilität des Stromnetzes sicherstellen, insbesondere durch die Stabilisierung von Netzfrequenz und Spannung. Dafür setzen sie Regelleistung ein, die eine sofortige Reaktion auf Schwankungen gewährleistet. Für die Bereitstellung dieser Leistungen können planbare Vergütungen erzielt werden, wodurch sich eine vergleichsweise stabile Erlösquelle erschließt.
  • Handel mit Flexibilität an den Kurzfristmärkten – Die aktive Teilnahme am Day-Ahead- und Intraday-Strommarkt eröffnet die Möglichkeit, Erzeugung oder Verbrauch anhand aktueller Preissignale zu optimieren. Bei hohen Preisen können Sie die Erzeugung erhöhen oder den Verbrauch senken und Strom zu einem attraktiven Preis verkaufen. Umgekehrt können Sie bei niedrigen Preisen günstig Energie einkaufen oder Batteriespeicher laden. Diese Strategie erfordert aktiven Handel und schnelle Entscheidungen, kann aber erhebliche Zusatzerlöse generieren.
  • Optimierung von Erzeugung und Verbrauch im Portfolio – Wenn Sie ein Portfolio aus mehreren Erzeugungsanlagen und Verbrauchsstellen verwalten, können Sie Flexibilität zur internen Optimierung nutzen. Sie senken Ihre Energiebeschaffungskosten, minimieren Bilanzkreisabweichungen und die damit verbundenen Kosten und nutzen verfügbare Kapazitäten effizienter. Diese „interne“ Monetarisierung von Flexibilität wird oft unterschätzt, kann jedoch erhebliche jährliche Einsparpotenziale erschließen.
  • Kombination mehrerer Erlösquellen – Die eigentliche Stärke von Flexibilität liegt in der Möglichkeit, verschiedene Geschäftsmodelle zu kombinieren. Je nach Marktbedingungen kann Ihre Anlage verschiedene Erlösquellen erschließen – etwa durch Systemdienstleistungen, die Teilnahme an den Kurzfristmärkten und die interne Portfoliooptimierung. Entscheidend ist eine intelligente Koordination und Entscheidungsfindung, die zu jedem Zeitpunkt die wirtschaftlich vorteilhafteste Nutzung der verfügbaren Flexibilität auswählt.

Die Herausforderung besteht jedoch darin, dass mit zunehmender Zahl und Vielfalt der Anlagen auch die Komplexität ihrer Koordination erheblich steigt. Sie müssen die technischen Parameter jeder einzelnen Anlage kennen, ihren aktuellen Zustand überwachen, die verfügbare Flexibilität bewerten, Erzeugung, Verbrauch und Marktpreise prognostizieren und – darauf aufbauend – den Einsatz über verschiedene Märkte hinweg optimieren, die Aktivierung in Echtzeit koordinieren und anschließend die wirtschaftlichen Ergebnisse auswerten. Ohne ein spezialisiertes System ist diese Aufgabe praktisch nicht zu bewältigen.

Sie benötigen eine Lösung, die Flexibilität identifizieren, aggregieren, optimieren und an den Märkten monetarisieren kann – und deren Bereitstellung anschließend in Echtzeit steuert. Genau hier kommt Lancelot GDS ins Spiel.

Lancelot GDS: Der Schlüssel zu effektivem Handel und Flexibilitätsmanagement

Lancelot GDS (Generation Dispatch System) ist eine umfassende Lösung für Flexibilitätsaggregatoren und Betreiber dezentraler Energieanlagen. Das System deckt den gesamten Lebenszyklus des Flexibilitätsmanagements ab – von der Aggregation der Anlagen über die Optimierung und Planung der Gebote für den täglichen Regelreservemarkt bis hin zur Koordination der Aktivierung und zur finanziellen Auswertung.

Was Lancelot GDS bietet:

1. Aggregation und Management von Anlagen

Das System ermöglicht es, unterschiedliche Anlagen zu Aggregationsblöcken zusammenzufassen. Auf Basis der verfügbaren Anlageninformationen einschließlich der Zertifizierung und der technischen Parameter ermittelt es die Flexibilität anhand verfügbarer Betriebsdaten. Ob Erzeugungsanlagen, Batteriespeicher oder flexible Lasten: Lancelot GDS bewertet ihr Potenzial und steuert sie als virtuelles Kraftwerk.

2. Gebotsplanung

Das Optimierungsmodul bewertet verschiedene Szenarien für den Einsatz der Flexibilität und erstellt optimale Einsatzpläne zur Maximierung der wirtschaftlichen Erlöse. Das System bereitet die Gebote für den täglichen Regelreservemarkt vor und stellt die Betriebsbereitschaft der einzelnen Aggregationsblöcke sicher. Gleichzeitig unterstützt es den Handel mit Flexibilität an den kurzfristigen Strommärkten – dem Day-Ahead- und dem Intraday-Markt.

3. Koordination der Aktivierung in Echtzeit

Auf Grundlage des Fahrplans erfasst Lancelot GDS Daten und übermittelt sie an das Anlagensteuerungssystem des Kunden (das sogenannte „Terminal“). Das System ist an das Terminal angebunden: Es sendet ihm die Daten für die Aktivierung und empfängt umgekehrt Daten zur Auswertung der Betriebsabläufe und Aktivierungen. So ist eine optimale Koordination entsprechend den aktuellen Anforderungen des jeweiligen Marktes oder Übertragungsnetzbetreibers gewährleistet.

4. Auswertung und finanzielle Abrechnung

Das System liefert eine detaillierte Auswertung der erbrachten Regelleistung, einschließlich der präzisen Berechnung von Boni und Pönalen sowie der vollständigen finanziellen Abrechnung auf Basis der tatsächlichen Leistungserbringung. Dank transparenter Berechnungen und übersichtlicher Berichte erleichtert es die Überprüfung der Ergebnisse, vereinfacht die Rechnungsstellung und unterstützt eine effiziente Abwicklung der finanziellen Prozesse zwischen allen Beteiligten.

Prozessschema aller Abläufe rund um die Monetarisierung von Flexibilität | Quelle: Unicorn

Ein zentrales Merkmal von Lancelot GDS ist seine Offenheit für Integrationen. Wenn Sie als Aggregator ein eigenes Portal für die Kommunikation mit Anlageneigentümern nutzen, können Sie es problemlos an das System anbinden und Daten über Ihre eigene Oberfläche übermitteln. Das System ist für die Integration in heterogene IT-Landschaften ausgelegt – von Leitsystemen und Anlagensteuerungsterminals bis hin zu Handelsplattformen und Datenquellen.

Erfahrung, Leistungsfähigkeit und Geschäftspotenzial vereint

Lancelot GDS ist Teil der umfassenden Lancelot-Produktfamilie, die seit Langem zentrale Bereiche der Energiewirtschaft abdeckt. Das System ist vollständig mit den weiteren Lösungen der Lancelot-Familie integriert:

  • Lancelot ETRM – Unterstützung der Handelsprozesse an Termin- und Kurzfristmärkten, einschließlich Risikomanagement
  • Lancelot FMS – Prognose von Erzeugung und Verbrauch
  • Lancelot Hub – eine zentrale Quelle für Energiedaten

Ganzheitliche Abdeckung der Flexibilität – einschließlich der kommerziellen Ebene

Durch das Zusammenspiel der Lösungen innerhalb der Lancelot-Produktfamilie können Sie die gesamte Wertschöpfungskette – von Prognose und Handel bis hin zu Flexibilitätsmanagement und Monetarisierung – zu einem durchgängigen End-to-End-Prozess verbinden. Anders als bei Insellösungen erhalten Sie ein integriertes System, das nicht nur die Planung, sondern auch die Echtzeitkoordination und die kommerzielle Nutzung der Flexibilität im gesamten Ökosystem ermöglicht.

Modularer Ansatz, zugeschnitten auf Ihre Anforderungen

Dank der modularen und skalierbaren Architektur können Sie mit einem bestimmten Bereich beginnen – etwa mit der Aggregation oder Optimierung – und den Funktionsumfang schrittweise entsprechend Ihren geschäftlichen und betrieblichen Anforderungen erweitern. Das System wächst mit Ihrem Unternehmen.

Erfahrung, auf die Sie sich verlassen können

Hinter Lancelot GDS steht Unicorn, ein Unternehmen mit mehr als 30 Jahren Erfahrung in der Umsetzung komplexer IT-Systeme für die Energiewirtschaft – darunter Projekte im Netzmanagement und in der Flexibilitätsaggregation. Die Lösung verbindet technologische Ausgereiftheit mit einem tiefen Verständnis der Energiewirtschaft und des Umfelds der Übertragungsnetzbetreiber, für die Unicorn europaweit Lösungen liefert.

Mehrere Eingangsgrößen, die von einem Menschen gesteuert werden | Quelle: Adobe Stock

Flexibilität in Erlöse verwandeln

Flexibilität entwickelt sich zu einer der zentralen Wertquellen der modernen Energiewirtschaft. Anlagenbetreiber, die flexible Kapazitäten bereitstellen können, haben in einem Umfeld wachsender Marktvolatilität die Chance, zusätzliche Erlösquellen zu erschließen. Entscheidend ist dabei nicht mehr, ob Flexibilität genutzt wird, sondern wie sie effizient gesteuert und wirtschaftlich optimal eingesetzt werden kann.

Mit Lancelot GDS und der gesamten Lancelot-Produktfamilie erhalten Energiemarktakteure ein robustes technologisches Fundament, um diesen Wandel aktiv zu gestalten. Die Lösungen verbinden Anlagenaggregation, operative Optimierung und den Handel mit Systemdienstleistungen sowie an den Kurzfristmärkten zu einem durchgängigen Prozess.

Angesichts der zunehmenden Dynamik an den Energiemärkten wird die effiziente Nutzung flexibler Ressourcen zu einem wichtigen Faktor für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit. Entscheidend sind dabei nicht nur leistungsfähige Technologien, sondern auch fundiertes Branchen-Know-how und ein langfristiger Partner, der die komplexen Anforderungen moderner Energiesysteme versteht.

Wenn Sie erfahren möchten, wie sich diese Ansätze des Flexibilitätsmanagements auf Ihre konkrete Anlagenkonfiguration übertragen lassen, kontaktieren Sie die Energiesoftware-Experten hinter dem Lancelot-Ökosystem.

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IT-Lösungen
Unicorn Systems a.s.

Executive Briefing Centre - Classic 7
Jankovcova 1037/49
170 00 Praha 7, Czech Republic

Fon: +420 221 400 111

Unicorn Systems ist ein führender Anbieter von Informationssystemen für die europäische Energiewirtschaft und Versorgungsunternehmen. In den letzten 20 Jahren haben wir viele Projekte für Unternehmen aus mehreren europäischen Ländern erfolgreich durchgeführt, sowohl für nationale Umgebungen als auch zur Unterstützung der internationalen Zusammenarbeit. Wir verfügen über umfangreiche Erfahrungen in den Bereichen Produktionssoftware, Handel und dessen Organisation auf liberalisierten Märkten, technische Lösungen zur Unterstützung des Netzmanagements und anspruchsvolle Lösungen für das Energieinfrastrukturmanagement. Im Rahmen dieser Projekte haben wir ein einzigartiges Know-how erworben, das wir nun unseren Kunden in Form von hochmodernen Lösungen anbieten können, die einen hohen Mehrwert für die Energiewirtschaft und die Versorgungsunternehmen schaffen.


Unicorn Systems bietet Lösungen für alle Bereiche der Energiewirtschaft, ist aber auf die Organisation und den Betrieb von Energiemärkten spezialisiert. Die meisten unserer Lösungen sind speziell für Übertragungs- und Verteilernetzbetreiber, Energiebörsen und Marktbetreiber konzipiert. Sie bieten standardisierte Funktionen, die durch unsere standardisierten Produkte und Plattformen zur Verfügung gestellt werden, sowie hervorragende Integrations- und Kommunikationsmöglichkeiten, die auf modernsten offenen Technologien und Standards basieren.


Darüber hinaus sind wir der Anbieter der Energy Communication Platform (ECP), einer Referenzimplementierung des MADES-Kommunikationsstandards. ENTSO-E hat den MADES-Standard entwickelt, um eine technische Standardisierung der Datenkommunikation in der gesamten Energiewirtschaft zu erreichen. Die moderne, offene und dezentrale Kommunikationsplattform wurde entwickelt, um eine sichere und zuverlässige Kommunikation zu gewährleisten, die von allen Beteiligten frei genutzt werden kann. Das ECP bildete die Grundlage für eine fortschrittliche, dezentralisierte Lösung für den europaweiten Austausch von Netzbetriebsplanungsdaten, OPDE (Operational Planning Data Environment).

Schauen Sie sich unsere Lösung näher an:

Unicorn Systems - Energy and Utilities

 

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