Laut einer Eon-Umfrage laden 63 Prozent der E-Autofahrer überwiegend zu Hause. Zugleich können immer mehr Nutzer ihr Fahrzeug beim Arbeitgeber aufladen.
Für knapp zwei Drittel der E-Autofahrer in Deutschland ist die Wallbox zu Hause der häufigste Ladeort. Das geht aus einer Umfrage hervor, die das Institut Civey im Auftrag von Eon Energie Deutschland durchgeführt hat. 63 Prozent der Befragten laden ihr Elektroauto überwiegend an der heimischen Wallbox. Elf Prozent nutzen am häufigsten Ladepunkte beim Arbeitgeber, zehn Prozent Schnellladestationen in Städten und sieben Prozent städtische Normalladepunkte.
Bei der Nutzung privater Wallboxen zeigen sich regionale Unterschiede. Im Saarland ist die heimische Ladestation für 73 Prozent der Befragten der wichtigste Ladeort. In Baden-Württemberg sind es 71 Prozent, in Bayern 68 Prozent. Die Antworten lassen jedoch keine Rückschlüsse darauf zu, welcher Anteil der gesamten Ladestrommenge auf die einzelnen Standorte entfällt.
Zugenommen hat der Umfrage zufolge das Ladeangebot bei Arbeitgebern. Von den berufstätigen E-Autofahrern geben 54 Prozent an, am Arbeitsplatz laden zu können. Bei der Vorjahresbefragung waren es 46 Prozent. Ein Drittel der berufstätigen E-Mobilisten kann dort nach eigenen Angaben sogar kostenfrei laden.
Die Verfügbarkeit von Ladepunkten bedeutet allerdings nicht, dass diese auch überwiegend genutzt werden. Als häufigsten Ladeort nennen lediglich elf Prozent aller befragten E-Autofahrer den Arbeitsplatz. Beide Angaben beziehen sich zudem auf unterschiedliche Grundgesamtheiten.
Civey befragte vom 26. Juni bis zum 22. Juli 2026 online 1.500 Fahrer von Pkw mit Elektroantrieb und 1.000 berufstätige E-Autofahrer. Die Ergebnisse seien für die jeweiligen Grundgesamtheiten repräsentativ, erklärt Eon. Knapp ein Viertel der Befragten sei erst Anfang 2025 auf ein Elektroauto umgestiegen.
Eon nutzt die Umfrage, um in deren Kontext für einen eigenen Tarif zu werben, der unter anderem bei einem „kompatiblen E-Auto“ und der Nutzung einer App auch eine Bonusregelung beinhaltet. Voraussetzung sei zusätzlich ein intelligentes Messsystem.
Angesichts von 89.000 neu zugelassenen Elektroautos im vergangenen September sieht Eon eine wachsende Zahl von Menschen in Deutschland, die auf das E-Auto umsteigen. Diese Angabe entspricht der Statistik des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA). Im September 2026 registrierte die Behörde 88.599 neue batterieelektrische Pkw (BEV) und damit 94,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Ihr Anteil an den insgesamt 256.774 Pkw-Neuzulassungen betrug 34,5 Prozent. Hinzu kamen 27.681 Plug-in-Hybride.
Von Januar bis September summierten sich die BEV-Neuzulassungen auf 604.144 Fahrzeuge, ein Plus von 58,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Ein neuer absoluter Monatshöchstwert war der vergangene September allerdings nicht: Im Dezember 2022 waren 104.325 batterieelektrische Pkw neu zugelassen worden. (fw)