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Manfred Fischer
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Mittwoch, 30.09.2026, 17:22 Uhr
Bilanz
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Schwächeres Halbjahresergebnis in Oldenburg
Der Energiekonzern EWE verzeichnet für die ersten sechs Monate des Jahres ein bereinigtes Ebitda von 582,5 Millionen Euro. Die Investitionen summieren sich auf 611,2 Millionen Euro.
Geringeres Ergebnis, höhere Investitionen: Der Oldenburger Energiekonzern schließt das erste Halbjahr mit einem bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) in Höhe von 582,5 Millionen Euro ab. Das bedeutet einen Rückgang um acht Prozent im Vergleich zu den ersten sechs Monaten vor einem Jahr (633,3 Millionen Euro). Belastend haben sich nach Angaben des Unternehmens unter anderem geringere Erlöse aus der Vermarktung von Gasspeichern, ein schwächeres Ergebnis im Energiehandel sowie der Verkauf des Wärmecontractinggeschäfts bemerkbar gemacht. Positiv entwickelt hätten sich die Geschäfte mit erneuerbaren Energien, Elektromobilität und Teile des Netzgeschäfts.

Als Konzernumsatz weist die Halbjahresbilanz 3,92 Milliarden Euro aus, das sind 4,9 Prozent weniger als zur gleichen Zeit 2025 (4,12 Milliarden Euro). EWE führt den Rückgang vor allem auf Mengen- und Preiseffekte im Strom- und Gasvertrieb zurück. Zu Jahresbeginn hatte das Unternehmen die Preise für Privatkunden gesenkt.

Im Segment erneuerbare Energien liegt das bereinigte Ebitda mit 97,3 Millionen Euro auf Vorjahresniveau (2025: 97,7 Millionen Euro). Das Segment Infrastruktur schneidet mit einem bereinigten Ebitda von 273,8 Millionen Euro ab – nach 314,1 Millionen Euro im Vorjahr. Im sogenannten Marktsegment beträgt das Ergebnis 93,7 Millionen Euro nach zuvor 121,2 Millionen Euro. Für das Segment „swb“ – der Bremer Energieversorger, der EWE gehört – weist der Geschäftsbericht ein Ergebnis von 125,2 Millionen Euro aus (2025: 114,2 Millionen Euro).

Investitionen um 15 Prozent gesteigert

Die Investitionen des Konzerns belaufen sich in den ersten sechs Monaten auf 611,2 Millionen Euro – ein Anstieg um 15 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. „Wir sind wie angekündigt weiter auf Investitionskurs, stärken die Netze, bauen erneuerbare Energien und Ladeinfrastruktur aus und sorgen für den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft“, so der EWE-Vorstandsvorsitzende Stefan Dohler.

Mit Blick auf die kommende Heizperiode hebt Dohler die Bedeutung langfristiger Gasbeschaffung hervor. „Für die Versorgung der Kundinnen und Kunden im Winter ist neben den Speicherfüllständen daher entscheidend, welche Mengen sich die Versorger bereits für den Winter vertraglich gesichert haben.“ EWE unterstützt nach eigenen Angaben die geplante strategische Gasreserve des Bundes. „In einer solchen geopolitischen Lage brauchen wir mehr Vorsorge, als der Markt allein hervorbringt. Wenn zusätzliche Gasmengen für außergewöhnliche Krisenfälle vorgehalten werden sollen, müssen dafür die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen werden. Es ist richtig, dass dies jetzt seitens der Bundesregierung geschieht – wir hätten uns diese Entscheidung allerdings deutlich früher gewünscht“, betont Dohler.

Für das Gesamtjahr 2026 erwartet der Oldenburger Konzern das bereinigte Ebitda im unteren Bereich des im Konzernlagebericht 2025 genannten Korridors von minus 4 bis plus 2 Prozent. (mf)