Die Bundesnetzagentur hat die Ergebnisse der Innovations- und Biomethanausschreibungen zum Gebotstermin 1. September 2026 veröffentlicht. Während bei der Innovationsausschreibung mehr Leistung angeboten wurde als ausgeschrieben war, erreichten die Gebote der Biomethanausschreibung weniger als ein Drittel des verfügbaren Volumens, teilte die Behörde am 29. September mit.
„Die Innovationsausschreibung ist erneut von einem hohen Wettbewerbsniveau geprägt. Dies spiegelt sich in fallenden Zuschlagswerten wider.“ sagte Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur. „Die Biomethanausschreibung hingegen erfährt nach wie vor geringes Bieterinteresse.“
Bayern erhält 177 MWIn der Innovationsausschreibung standen demnach 475 MW zur Verfügung. Bei der Bundesnetzagentur gingen 53 Gebote mit zusammen 678 MW ein. Damit übertraf die angebotene Leistung das Ausschreibungsvolumen um rund 43 Prozent. Die Behörde erteilte 32 Geboten mit einer Leistung von 480 MW einen Zuschlag. Vier Gebote schloss sie vom Verfahren aus.
Innovationsausschreibungen sind besondere Ausschreibungen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), bei denen Kombinationen verschiedener Technologien um eine Förderung konkurrieren, etwa PV zusammen mit Batteriespeichern. Ziel ist es, Erneuerbare stärker mit flexibler Speicherung und einer netzdienlicheren Einspeisung zu verbinden.
Die Gebotswerte der bezuschlagten Gebote reichen von 4,50 Ct/kWh bis 5,40 Ct/kWh. Der durchschnittliche mengengewichtete Zuschlagswert liegt mit 5,14 Ct/kWh damit unter dem Wert der Vorrunde von 5,34 Ct/kWh.
Die größten Zuschlags-Volumina entfielen nach Informationen der Bundesnetzagentur auf Gebote für Standorte in Bayern (177 MW, 12 Zuschläge), gefolgt von deutlich geringerem Volumen für Standorte in Brandenburg (94 MW, vier Zuschläge) und Nordrhein-Westfalen (48 MW, vier Zuschläge).
Biomethanausschreibung erreicht nur 6 MWEin anderes Bild zeigt die Biomethanausschreibung. Die Bundesnetzagentur hatte ein Volumen von 21 MW ausgeschrieben. Eingereicht wurden drei Gebote mit einer Leistung von zusammen 6 MW. Damit deckten die Gebote rund 29 Prozent des Ausschreibungsvolumens ab. Alle drei Gebote erhielten einen Zuschlag. Ausschlüsse gab es nicht.
Die Zuschlagswerte lagen zwischen 23,07 und 23,13 Ct/kWh. Der mengengewichtete Durchschnitt betrug 23,12 Ct/kWh. Damit lag er 0,01 Ct/kWh unter dem Höchstwert von 23,13 Ct/kWh.
Zuvor hatte die Bundesnetzagentur Mitte August das Ausschreibungsvolumen für Biomethan drastisch reduziert − von 300 MW auf 20 MW.
Die Behörde begründet dies mit der Erwartung, dass die ausgeschriebene Menge größer als die eingereichte Gebotsmenge sein wird.
Zuvor hatte die Biomethan-Branche mehrfach darauf hingewiesen, dass die Ausschreibungsbedingungen kaum wirtschaftliche Gebote zulassen. Auch Ausschreibungen der Vergangenheit fanden deshalb nur wenige Bewerber (wir berichteten).
Weitere Informationen zu den Ergebnissen der
Innovationsausschreibung und der
Biomethanausschreibungen stehen auf der Internetseite der Bundesnetzagentur zur Verfügung.
(hr)