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Quelle: Katia Meyer-Tien
Günter Drewnitzky
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Donnerstag, 03.09.2026, 15:00 Uhr
Stromnetz
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Sachsen Energie erhält EU-Zuschuss für Netzprojekt
Die EU fördert den Ausbau der Stromnetze in der Lausitz mit 20,1 Millionen Euro. Sachsen Energie ergänzt damit ein EIB-Darlehen über 400 Millionen Euro für den Strukturwandel.
Die Sachsen Energie-Unternehmensgruppe erhält von der Europäischen Exekutivagentur für Klima, Infrastruktur und Umwelt (CINEA) in Vertretung der Europäischen Union einen Zuschuss in Höhe von 20,1 Millionen Euro für den Ausbau und die Modernisierung der Stromnetze in der Lausitz. Der Zuschuss soll dem Strukturwandel der Region zusätzlichen Rückenwind geben: Neue Industrieansiedlungen, erneuerbare Energien, Elektromobilität und eine sichere Versorgung von Haushalten und Unternehmen erfordern leistungsfähige Stromnetze.

Zur offiziellen Übergabe der Fördermittel trafen sich Ulla Korpinen von der Europäischen Investitionsbank (EIB) und SachsenEnergie-Vorstandsvorsitzender Frank Brinkmann mit Vertretern der Landkreise Bautzen und Görlitz am Regionalstandort des Netzbetreibers Sachsen Netze in Bautzen. Das Projekt trägt den Namen „LaNeTra“ (Lausitz Network Transformation) und wird von der Cinea im Rahmen der Public Sector Loan Facility gefördert. Der Zuschuss ergänzt das 2025 vereinbarte EIB-Darlehen über 400 Millionen Euro sowie Eigenmittel von SachsenEnergie und bildet damit die langfristige Finanzierungsbasis für den Netzausbau in Ostsachsen.

„Stabile Energienetze sind das Rückgrat von Industrieentwicklung und Energiewende“, erklärte Brinkmann anlässlich der Übergabe. Paloma Aba Garrote, Direktorin der Cinea, betonte, das Projekt unterstütze die Modernisierung des Stromnetzes und einen gerechten Strukturwandel in der Lausitz und trage dazu bei, die Versorgungssicherheit zu stärken und weitere erneuerbare Energien zu integrieren. Auch Nicola Beer, Vizepräsidentin der EIB, hob die Bedeutung des Projekts für den Wandel der Region hervor.

Mit den Mitteln modernisiert und erweitert Sachsen Netze die Hoch-, Mittel- und Niederspannungsnetze sowie Umspannwerke und Transformatoren in den Landkreisen Bautzen und Görlitz. Ziel ist es, zusätzliche erneuerbare Energien, neue Gewerbe- und Industrieansiedlungen sowie Stromverbraucher mit hohem Leistungsbedarf anzuschließen – etwa einen neuen Ladepark für Elektroautos mit zwölf HPC-Ladepunkten in Bautzen. Im Hochspannungsbereich werden rund 40 Kilometer Leitungen erneuert, darunter die Verbindung zwischen Oderwitz und Lawalde, zudem entsteht der Netzknoten Horka.

Im Mittelspannungsnetz sind Ersatz und Ausbau von rund 213 Kilometern Erdkabeln sowie die Modernisierung von etwa 250 Transformatoren- und Verteilstationen vorgesehen. Im Niederspannungsnetz werden rund 60 Kilometer Freileitungen und 115 Kilometer Erdkabel erneuert sowie mehr als 1.000 Hausanschlüsse modernisiert. Die Förderanteile: 8,88 Millionen Euro für die Hochspannung, 7,92 Millionen Euro für die Mittelspannung, 3,30 Millionen Euro für die Niederspannung.

Bis 2027 plant die Unternehmensgruppe Investitionen von insgesamt 732 Millionen Euro in den Netzausbau in Ostsachsen, davon rund 134 Millionen Euro in den Landkreisen Bautzen und Görlitz. 

Die Sachsen Energie-Unternehmensgruppe versorgt rund 600.000 Kundinnen und Kunden mit Energie, Wasser, Telekommunikation und energienahen Dienstleistungen. Sie beschäftigt rund 4.000 Mitarbeitende investiert 2026 nach eigenen Angaben rund 900 Millionen Euro in Versorgungssicherheit und Zukunftsfähigkeit Sachsens. (gd)