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KOnzernzentrale von Enercity in München. Quelle: Enercity
Heidi Roider
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Donnerstag, 03.09.2026, 09:15 Uhr
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Enercity treibt KI-Strategie mit Vodafone-Tochter voran
Enercity erweitert seine KI- und Dateninfrastruktur. Gemeinsam mit „VOIS“ und „LYNQTECH“ will der Versorger Anwendungen skalieren und Daten stärker für das operative Geschäft nutzen.
Der Energieversorger Enercity will den Einsatz von künstlicher Intelligenz im Unternehmen ausweiten und dafür seine Daten- und Technologieinfrastruktur weiterentwickeln, teilte das Unternehmen mit. Dazu arbeitet das Unternehmen mit Vodafone Intelligent Solutions (VOIS) und seiner eigenen Digitalisierungstochter Lynqtech zusammen. Im Mittelpunkt stehen die unternehmenseigene „AI Factory“, der zentrale Datenhub sowie Anwendungen für interne Prozesse, Kundenservice und Anlagensteuerung.

Enercity nutzt bereits KI, Datenanalysen und digitale Technologien in verschiedenen Geschäftsprozessen. Die neue Kooperation soll nach Angaben des Unternehmens vor allem die Voraussetzungen dafür schaffen, Anwendungen in größerem Umfang zu entwickeln und in den operativen Betrieb zu überführen. Vodafone-Tochter Vois soll dafür Kompetenzen in den Bereichen Daten, Technologie und digitale Transformation einbringen. Lynqtech steuert die Zusammenarbeit und bindet die Lösungen an die bestehende Systemlandschaft von Enercity an.

„Die Zusammenarbeit mit Vois unterstützt uns dabei, die Chancen von künstlicher Intelligenz noch gezielter einzusetzen, um Flexibilität für eine bezahlbare Energiewende anzubieten, unsere dezentralen Anlagen mit digitalen Netzen und das Trading zu verzahnen sowie unsere Prozesse für unsere Kundinnen und Kunden zu optimieren“, sagte Enercity-CEO Aurelie Alemany. Damit stärke Enercity seine Innovationskraft und sorge für mehr Effizienz bei der Energiewende. 

​AI Factory soll Anwendungen in den Betrieb bringen

Ein Schwerpunkt liegt auf dem Ausbau der unternehmenseigenen „AI Factory“. Enercity versteht darunter eine Plattform für die Entwicklung und Skalierung KI-gestützter Anwendungen. Parallel dazu will der Versorger seinen unternehmensweiten Datenhub weiterentwickeln. Daten sollen dadurch für Analysen und operative Entscheidungen leichter verfügbar werden.

Konkret will Enercity beispielsweise KI unter anderem nutzen, um dezentrale Anlagen stärker mit digitalen Netzen und dem Energiehandel zu verzahnen. Daneben sollen datenbasierte Verfahren Prozesse im Kundenbereich unterstützen. Damit reicht der Ansatz über einzelne Anwendungen hinaus: Der Versorger will eine technische und organisatorische Infrastruktur etablieren, über die verschiedene KI-Anwendungen entwickelt, betrieben und skaliert werden können.

Vois setzt in der Kooperation auf seinen Ansatz „Shared Intelligence“. Dabei verbindet der Dienstleister Daten, Technologie und Fachwissen. Nach Angaben von Chris Meads, Chief Commercial Officer von Vois, entscheidet insbesondere die Qualität der technologischen und datenbezogenen Grundlagen darüber, ob Unternehmen KI-Anwendungen später skalieren können.

Lynqtech kommt innerhalb der Kooperation eine Schnittstellenfunktion zu. Das Unternehmen gehört zu 100 Prozent Enercity und verantwortet als Digitalisierungspartner die Integration in die vorhandenen IT-Systeme. Lynqtech-Chef Björn Waide verweist auf mehrere Bereiche der Energiewirtschaft, in denen KI gleichzeitig Veränderungen auslöst. Dazu zählt er Kundenservice, Abrechnung und Anlagensteuerung. Aufgabe seines Unternehmens sei es, Anwendungen in diesen Bereichen zu einem System zusammenzuführen, das sich im laufenden Energiegeschäft einsetzen lässt. (hr)