An einem Umspannwerk in Brandenburg wurden Spreng- und Brandvorrichtungen entdeckt.
An einem Umspannwerk in Turnow-Preilack in Brandenburg unweit des Kraftwerks Jänschwalde sind nach dpa-Informationen Sprengvorrichtungen gefunden worden. Das Landeskriminalamt Brandenburg hat die Ermittlungen übernommen. Vieles ist noch unklar.
Nach dem Fund von Sprengsätzen an einem Umspannwerk im Süden Brandenburgs will sich die Landesregierung vor Ort informieren. Innenminister Jan Redmann (CDU) und Wirtschaftsministerin Martina Klement (CSU) wollten sich ein Bild der Lage machen, teilte das Innenministerium am 1. September mit.
Bei den Sprengvorrichtungen am Umspannwerk in Südbrandenburg handelt es sich nach Angaben des Netzbetreibers 50 Hertz um eine Art Silvesterraketen. „Nach bisherigen Erkenntnissen erfolgte die versuchte Sachbeschädigung durch selbstgebaute Flugkörper, die handelsüblichen Silvesterraketen ähneln“, teilte der
Übertragungsnetzbetreiber 50 Hertz mit. „Vor Ort wurden weitere noch nicht gestartete Flugkörper gefunden.“ Entschärfer sind nach Angaben der Polizei noch immer am Umspannwerk. Die Zahl der gefundenen Sprengvorrichtungen war noch unklar.
Die Polizei hatte zuvor von unkonventioneller Spreng- und Brandvorrichtungen gesprochen. Demnach wurde am Morgen des 1. September gegen 8 Uhr eine mögliche Sachbeschädigung an einer Leitung festgestellt. Nach Angaben des Energieunternehmens Leag kam es außerden zu einem technischen Ausfall von Block B im Kraftwerk Jänschwalde. Ein Zusammenhang werde geprüft. Der Kraftwerksbetreiber Leag geht von einem Anschlag aus.
Brandenburgs Infrastrukturminister Robert Crumbach (SPD) sprach ebenfalls von einem Anschlag. „Der Anschlag auf die Infrastruktur in Jänschwalde ist ein Angriff auf die Sicherheit und die Lebensgrundlagen der Menschen in Brandenburg und darüber hinaus“, sagte er. „Wer kritische Infrastruktur beschädigt, gefährdet Arbeitsplätze, Versorgungssicherheit, das Vertrauen und letztlich die Gesundheit und Leben der Menschen.“