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Heidi Roider
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Donnerstag, 27.08.2026, 10:21 Uhr
Bilanz
E&M News
Daldrup & Söhne hält an Prognose fest
Der Bohrtechnik- und Geothermiespezialist Daldrup & Söhne zeigt sich mit dem ersten Halbjahr 2026 zufrieden und bestätigt die Prognose für das gesamte Geschäftsjahr. 
Der Bohrtechnik- und Geothermiespezialist Daldrup & Söhne hat seine Geschäftstätigkeit im ersten Halbjahr 2026 deutlich ausgeweitet, wie aus einer Mitteilung vom 27. August hervorgeht. Nach vorläufigen Konzernzahlen erreichte das Unternehmen eine Gesamtleistung von 32,3 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr 2025 hatte sie noch bei 20,7 Millionen Euro gelegen. Die Kennzahl Gesamtleistung umfasst neben den Umsatzerlösen auch Bestandsveränderungen sowie aktivierte Eigenleistungen. Das entspricht einem Anstieg um 56 Prozent.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) wuchs weniger stark als die Gesamtleistung. Daldrup weist für die ersten sechs Monate ein Ebit von 3,46 Millionen Euro aus, nach 2,65 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Damit erhöhte sich das operative Ergebnis um 30,6 Prozent. Der Auftragsbestand lag Ende August 2026 bei 132 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor hatte Daldrup Aufträge im Umfang von 140 Millionen Euro in den Büchern. 

Als einen Grund für die Entwicklung nennt Daldrup die Anzahl der im ersten Halbjahr bearbeiteten Projekte. Bei einzelnen Vorhaben standen zum Bilanzstichtag allerdings noch Schlussabrechnungen aus. Das Unternehmen berücksichtigte die entsprechenden Leistungen deshalb nach eigenen Angaben mit einem Sicherheitsabschlag. Die Zahlen für das erste Halbjahr sind noch vorläufig.

Parallel dazu investierte Daldrup in die Modernisierung und Aufrüstung seiner Bohranlagen. Damit sollen zusätzliche Kapazitäten für Projekte der mitteltiefen und tiefen Geothermie sowie für Erkundungsbohrungen geschaffen werden, bei denen es eine gestiegene Nachfrage gibt.

Investitionen in Bohranlagen

Trotz des Wachstums im ersten Halbjahr hebt der Vorstand seine Jahresprognose nicht an. „Daldrup ist im Projektgeschäft tätig. Neben Projektverzögerungen entscheiden oftmals Kleinigkeiten, ob ein Projekt noch in der laufenden Berichtsperiode oder erst in der nächsten verbucht werden kann. Wir erwarten bei planmäßigem Geschäftsverlauf eine Konzern-Gesamtleistung von rund 58 Millionen Euro und eine Ebit-Marge zwischen 11,5 und 13,5 Prozent“, sagte CEO Andreas Tönies. 

Bei einer Gesamtleistung von 58 Millionen Euro fehlen nach dem ersten Halbjahr damit noch 25,7 Millionen Euro bis zum Jahresziel. Rechnerisch hat Daldrup damit bereits knapp 56 Prozent der prognostizierten Jahresleistung erbracht. Die Entwicklung im zweiten Halbjahr hängt vor allem vom Fortschritt und der Abrechnung der laufenden Bohrprojekte ab.

Daldrup & Söhne schloss das Geschäftsjahr 2025 zuvor mit einem höheren Ergebnis ab (wir bericheteten). Das Unternehmen profitierte nach eigenen Angaben von einer insgesamt guten Nachfrage, die im zweiten Halbjahr anzog. Auch für das laufende Jahr erwartet der Bohrdienstleister eine positive Auftragsentwicklung.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg 2025 um 25,8 Prozent auf 8,7 Millionen Euro. Im Vorjahr 2024 hatte Daldrup & Söhne 6,9 Millionen Euro erzielt. Der Konzernjahresüberschuss erhöhte sich 2025 auf 7,7 Millionen Euro nach 2,5 Millionen Euro im Jahr 2024. Die Gesamtleistung ging dagegen leicht zurück. Sie lag bei 51,1 Millionen Euro nach 54,5 Millionen Euro im Vorjahr. (hr)