Nordex hat eine ESG-gebundene Garantiefazilität auf 2,475 Milliarden Euro erweitert. Das Unternehmen will damit seine finanzielle Flexibilität und den Vertrieb stärken.
Die Nordex Group hat eine ESG-gebundene syndizierte Multiwährungs-Garantiefazilität mit einem Volumen von 2,475 Milliarden Euro abgeschlossen. Die Finanzierung läuft über fünf Jahre bis 2031, wie das Unternehmen mitteilt. Als „ESG-gebunden“ (Environmental, Social, Governance) bezeichnet werden Finanzierungen und Kredite, deren finanzielle Bedingungen – wie etwa der Zinssatz oder die Kreditmarge – direkt an das Erreichen messbarer Nachhaltigkeitsziele gekoppelt sind.
Ein syndizierter Kredit wird gemeinsam von mindestens zwei Banken mit einem einheitlichen Vertrag vergeben. An der Fazilität für Nordex beteiligen sich insgesamt 15 Finanzinstitute. Arrangiert wurde die Transaktion von der Commerzbank, Intesa Sanpaolo – IMI CIB Division und der UniCredit Bank GmbH.
Nordex verweist in seiner aktuellen Mitteilung auf die wichtige Rolle, die Garantiefazilitäten in der Windenergiebranche spielen. Sie dienten unter anderem dazu, Garantien für Kundenprojekte bereitzustellen und weitere vertragliche Verpflichtungen in den Märkten abzusichern, in denen Nordex tätig ist: „In den vergangenen fünf Jahren haben wir als Unternehmen einen umfassenden Transformationsprozess durchlaufen“, kommentiert Finanzvorstand Ilya Hartmann.
„Nach der grundlegenden Stärkung unserer Bilanz, der erfolgreichen operativen Neuausrichtung auf industrielles Leistungsniveau sowie der Erreichung unserer mittelfristigen Ziele, markiert die Refinanzierung den ganzheitlichen Abschluss des Turnarounds“. Die Refinanzierung der Garantiefazilität sichere „einen starken und verlässlichen Rahmen für die kommenden Jahre“, lässt er sich weiter zitieren.
Die Nordex Group hat nach eigenen Angaben seit 1985 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von mehr als 64.000 MW in über vierzig Märkten installiert. Im Jahr 2025 erzielte das Unternehmen einen Konzernumsatz von rund 7,6 Milliarden Euro. Weltweit beschäftigt Nordex mehr als 11.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und produziert in Deutschland, Spanien, Brasilien, Indien und den USA. Das Portfolio umfasst Onshore-Windenergieanlagen der Leistungsklassen von 4 bis 7 MW. (kmt)