Die Stadtwerke Kelheim steigerten 2025 Umsatz und Absatz in allen Versorgungssparten. Zugleich sanken Investitionen und Jahresüberschuss.
Knapp 7,7 Millionen Euro haben die niederbayerischen Stadtwerke Kelheim 2025 in ihre Energie-, Wasser- und Telekommunikationsinfrastruktur investiert. Das waren rund 630.000 Euro weniger als im Vorjahr. Zugleich steigerte der regionale Versorger mit Sitz in Kelheim seinen Umsatz von 33,5 auf 37,7 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss sank dagegen von 3,4 auf 2,2 Millionen Euro.
Als Bilanzgewinn weist das Unternehmen erneut 1,4 Millionen Euro aus. Nach Angaben der Stadtwerke wird dieser Betrag gemäß den gesellschaftsrechtlichen Vereinbarungen vollständig an die Gesellschafter abgeführt. Die Kelheimer Keldorado Bäderbetriebe GmbH hält 65 Prozent der Anteile, der Münchner Stadtwerkeverbund Thüga AG 35 Prozent.
Absatz steigt in allen Sparten
Im eigenen Stromvertrieb stieg der Absatz von 53,9 auf 63,7 Millionen kWh. Beim Erdgas erhöhte er sich von 78,1 auf 88,5 Millionen kWh. Im Wärmegeschäft lieferten die Stadtwerke 15,7 Millionen kWh an ihre Kunden − nach 13,8 Millionen kWh im Vorjahr. Zugleich speiste die ORC-Anlage des Biomasseheizkraftwerks 3,4 Millionen kWh Strom in das öffentliche Netz ein. 2024 waren es 3,2 Millionen kWh.
Auch der Trinkwasserabsatz nahm zu. Er erreichte rund 1,14 Millionen Kubikmeter nach 1,04 Millionen Kubikmetern im Vorjahr. Trotz der höheren Energiemengen sank die Zahl der Stromkunden leicht von 9.054 auf 9.037. Bei Erdgas ging sie von 2.242 auf 2.153 zurück. Die Zahl der aktiven Glasfaserkunden stieg dagegen von 332 auf 353.
Netze bleiben Investitionsschwerpunkt
Die Investitionen gingen von 8,29 auf 7,66 Millionen Euro zurück. Den Schwerpunkt bildeten erneut die Netze. Im Strombereich modernisierten und erweiterten die Stadtwerke Kelheim das Niederspannungsnetz, erneuerten Hausanschlüsse und errichteten Trafostationen. Für die neue Schaltanlage am Umspannwerk Saal wandte das Unternehmen im Berichtsjahr rund 1,2 Millionen Euro auf. Nach der für 2026 vorgesehenen Fertigstellung soll sie das Stromnetz auf steigende Ein- und Ausspeisemengen vorbereiten.
Im Netzgebiet nahmen die Stadtwerke 125 neue Photovoltaikanlagen in Betrieb. Damit stieg ihre Zahl auf 1.650 Anlagen mit zusammen rund 35,8 MW Leistung. Deren Erzeugung deckte nach Berechnungen des Versorgers rechnerisch 64,2 Prozent des Stromverbrauchs im Kelheimer Konzessionsgebiet.
Das Glasfasernetz wuchs, wie die Stadtwerke mitteilen um 5,6 Kilometer auf 48,2 Kilometer. Zugleich kamen 114 Hausanschlüsse hinzu, insgesamt waren Ende 2025 damit 764 Gebäude angeschlossen. Seit Beginn des Ausbaus im Jahr 2018 investierten die Stadtwerke nach eigenen Angaben 2,8 Millionen Euro in die digitale Infrastruktur.
Im Wärmebereich erweiterten sie Hauptleitungen im Stadtteil Hohenpfahl um 500 Meter und im Weinbergweg um 120 Meter. Zudem sanierten sie die Fernwärmeleitung in der Schillerstraße.
Zum Jahresende 2025 zählten die Stadtwerke Kelheim 9.037 Strom-, 2.153 Erdgas-, 96 Wärme- und 4.298 Trinkwasserkunden. Hinzu kamen 353 Breitbandkunden. Der Versorger beschäftigt 54 Mitarbeiter. (ds)