Fuchs hat Umsatz und Ebit im ersten Halbjahr 2026 deutlich gesteigert. Der Schmierstoffhersteller hebt deshalb seine Ergebnisprognose an.
Die Fuchs SE mit Sitz in Mannheim, ein Hersteller von Schmierstoffen, hat im ersten Halbjahr 2026 nach vorläufigen Zahlen einen Umsatz von 2,003 Milliarden Euro erzielt. Dies teilte das Unternehmen ad hoc mit. Im Vorjahreszeitraum hatte der Konzern 1,804 Milliarden Euro umgesetzt. Damit stiegen die Erlöse um rund 11 Prozent.
Noch stärker legte das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) zu. Es erhöhte sich nach Angaben des Unternehmens von 209 Millionen auf 260 Millionen Euro. Das entspricht einem Zuwachs von rund 24 Prozent. Den vollständigen Halbjahresfinanzbericht will Fuchs am 31. Juli veröffentlichen.
Vorzieheffekte stützen das Geschäft
Im zweiten Quartal erreichte das Ebit 135 Millionen Euro. Damit übertraf es den durch die Zolldiskussionen belasteten Vorjahresquartalswert von 101 Millionen Euro um knapp 34 Prozent. Zugleich lag das Ebit 27 Millionen Euro über dem Durchschnitt der Analystenschätzungen von 108 Millionen Euro.
Fuchs führt das Umsatz- und Ergebniswachstum im zweiten Quartal auf einen starken Absatz zurück. Nach Darstellung des Konzerns bestellten Kunden wegen des Konflikts im Nahen Osten teilweise früher als ursprünglich vorgesehen. Zudem profitierte das Unternehmen von der eingeschränkten Lieferfähigkeit einzelner Wettbewerber und von organischem Wachstum. Welche Regionen oder Produktgruppen besonders zu der Entwicklung beitrugen, geht aus den vorläufigen Angaben nicht hervor. Fuchs weist zugleich darauf hin, dass sich die Entwicklung des ersten Halbjahres nicht auf die folgenden sechs Monate übertragen lässt.
Die vorgezogenen Bestellungen dürften den Absatz im weiteren Jahresverlauf belasten. Kunden, die ihren Bedarf bereits im zweiten Quartal gedeckt haben, könnten in der zweiten Jahreshälfte entsprechend weniger bestellen. Gleichzeitig rechnet Fuchs mit steigenden Rohstoffpreisen, die die Margen belasten könnten.
Beim Umsatz erwartet der Konzern dennoch auch im zweiten Halbjahr ein Wachstum gegenüber dem jeweiligen Vorjahreszeitraum. Als Grund nennt Fuchs vor allem inflationsbedingte Preissteigerungen. An der Umsatzprognose für das Gesamtjahr hält das Unternehmen daher fest. Demnach sollen die Erlöse deutlich über dem Vorjahreswert von 3,7 Milliarden Euro liegen. Eine konkrete Zielspanne nennt Fuchs nicht.
Beim Ebit hebt das Unternehmen seine Erwartungen für 2026 an. Statt eines Ergebnisses von rund 450 Millionen Euro rechnet Fuchs nun mit 460 Millionen bis 480 Millionen Euro. Der Mittelwert der neuen Prognosespanne liegt damit bei 470 Millionen Euro und 20 Millionen Euro über dem bisherigen Ziel. Verglichen mit dem Ebit von 435 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2025, entspräche die neue Spanne einem Anstieg um 25 Millionen bis 45 Millionen Euro. Das wären rund 6 bis 10 Prozent. Der von Fuchs genannte Analystenkonsens für 2026 liegt bei 454 Millionen Euro und damit unter der neuen Prognosespanne. Der Konzern begründet die Anhebung mit der Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr. Gleichzeitig berücksichtigt die neue Prognose die Risiken für Absatz und Margen in der zweiten Jahreshälfte. (ds)