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Firmengebäude der DEW 21 in Dortmund. Quelle: DEW 21
Stefan Sagmeister
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Donnerstag, 23.07.2026, 16:51 Uhr
Bilanz
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Dortmunder DEW 21 mit mehr Gewinn in 2025
Der Dortmunder Energieversorger DEW 21 hat seine Geschäftszahlen 2025 vorgelegt. Die Absätze gingen zurück, das Ergebnis legte zu.
Die Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW 21) hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 mehr verdient. Der Umsatz sank zwar leicht von 1,097 Milliarden Euro auf 1,077 Milliarden Euro. Gleichzeitig erhöhte sich das operative Ergebnis (Ebit) von 19,3 Millionen Euro auf 65,5 Millionen Euro. Der Konzernjahresüberschuss stieg von 0,9 Millionen Euro auf 8,0 Millionen Euro, heißt es im auf der Internetseite veröffentlichten Geschäftsbericht 2025.

„Die DEW21 Gruppe hat die Krisen im Jahr 2025 weitestgehend überwunden und sich – auch mit Unterstützung ihrer Gesellschafter – wieder auf Erfolgskurs gebracht“, schreibt die Geschäftsführung in ihrem Vorwort. Zum deutlichen Anstieg des Ebits hätten vor allem gesunkene Beschaffungskosten für Strom und Erdgas sowie höhere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen beigetragen. Zudem bezeichnet die Geschäftsführung das Vertriebs- und Wärmegeschäft als wesentliche Ergebnistreiber. Allerdings gingen laut Bericht die Absatzmengen bei Strom, Erdgas und Wärme zurück.

Der Dortmunder Versorger blickt auf schwierige Jahre zurück. Neben den Nachwirkungen der Energiekrise musste sich das Unternehmen mit einem Betrugsfall bei der Tochtergesellschaft Stadtenergie sowie Verlusten aus Handelsgeschäften auseinandersetzen (wir berichteten). Die Vorgänge seien im vergangenen Jahr mit Unterstützung externer Spezialisten vollständig aufgearbeitet und organisatorische Konsequenzen gezogen worden, so die Geschäftsführung weiter.

Im operativen Geschäft der DEW 21 entwickelten sich die Sparten unterschiedlich. Im Stromgeschäft belasteten geringere Absatzmengen bei Handelskunden das Ergebnis, heißt es im Geschäftsbericht.Die Umsatzerlöse im Stromgeschäft sanken um 13,4 Millionen Euro beziehungsweise 2,4 Prozent auf 547,0 Millionen Euro. Gleichzeitig sank der Stromabsatz um 182 Millionen kWh auf rund 1,48 Milliarden kWh.

Erdgasabsatz ging um 26,4 Prozent zurück

Der Erdgasabsatz ging um 26,4 Prozent hingegen deutlich zurück. Der Absatz verringerte sich um rund 805 Millionen kWh auf knapp 2,240 Milliarden kWh. Die Erlöse legten aufgrund höherer Preise dennoch um 4,1 Millionen Euro beziehungsweise 1,2 Prozent zu und stiegen auf 334,9 Millionen Euro.

Die Erlöse im Wärmegeschäft sanken um 4,1 Millionen Euro auf 67,4 Millionen Euro. Im Jahresabschluss der DEW 21 wird ergänzt, dass der Fernwärmeabsatz leicht um 2,5 Millionen kWh auf 280,4 Millionen kWh zurückging. Auch der Nahwärmeabsatz verringerte sich von 216,8 Millionen kWh auf 209,3 Millionen kWh. Konkrete Ursachen nennt der Geschäftsbericht hierfür nicht.

Zu den positiven Entwicklungen zählt der weitere Ausbau der erneuerbaren Erzeugung. Mit dem Windpark Waltrop erweiterte DEW 21 ihr Portfolio um vier Windenergieanlagen mit zusammen 3,2 MW Leistung. Zudem begann in Dortmund-Ellinghausen das Repowering-Projekt „WindSpark“, bei dem drei bestehende Anlagen künftig die fünffache Strommenge erzeugen sollen. Ergänzend ist dort eine Photovoltaikanlage mit bis zu 10 MW geplant.

Ein weiterer Schwerpunkt war der Ausbau der Wärmeversorgung. Das Unternehmen setzte die Erweiterung des Fernwärmenetzes in der Dortmunder Innenstadt fort und begann gemeinsam mit Air Liquide den Bau eines neuen Fernwärmenetzes auf Phoenix West. Darüber hinaus übernahm DEW 21 Anfang 2025 das Tiefbauunternehmen Kneip, um den Ausbau der Energieinfrastruktur mit eigenen Tiefbaukapazitäten zu beschleunigen.

DEW 21 ist der kommunale Energieversorger in Dortmund und der umliegenden Region. Gesellschafter sind der in kommunaler Hand befindliche Dortmunder Stadtwerke-Konzern (60,1 %) und die Eon-Tochter Westenergie AG (39,9 %). Über zahlreiche Tochter- und Beteiligungsgesellschaften gehören unter anderem Netzbetrieb, Energieerzeugung und weitere Dienstleistungen zum Konzern. (sag)