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Die Raffinerie Schwechat bei Wien. Quelle: OMV AG
Georg Eble
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Montag, 13.07.2026, 15:13 Uhr
Finanzierung
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Förderbank finanziert OMV-Elektrolyseur mit 450 Millionen Euro
Die österreichische OMV will mehr grünen Wasserstoff produzieren, um sich zu defossilisieren. Für einen weiteren Elektrolyseur, den dann größten des Landes, gewährt die EIB einen Kredit
Die Europäische Investitionsbank (EIB) stellt OMV ein Darlehen von 450 Millionen Euro für den Bau einer Anlage zur Produktion von grünem Wasserstoff bereit. Das Projekt wird in Bruck an der Leitha etwa 20 Kilometer donauabwärts vom Raffineriestandort Schwechat umgesetzt und ist bereits in Bau. Diese Raffinerie in der östlichen Nachbarstadt Wiens soll unter anderem dadurch weniger Treibhausgase emittieren.

Mit 140 MW zählt die Elektrolyseanlage zu den größeren Projekten zur Wasserstoffproduktion in Europa und ist nach Unternehmensangaben die größte ihrer Art in Österreich. Die Investition wird mit 600 Millionen Euro veranschlagt. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2027 vorgesehen. Nach Angaben des Unternehmens soll die Anlage bis zu 23.000 Tonnen grünen Wasserstoff pro Jahr erzeugen. Der produzierte Wasserstoff ist für den Einsatz in der Raffinerie Schwechat vorgesehen. Dort soll er aus fossilen Quellen erzeugten Wasserstoff teilweise ersetzen. OMV beziffert die mögliche Reduktion der CO2-Emissionen auf 150.000 Tonnen jährlich, was 10 Prozent der derzeitigen direkten Emissionen des Standorts entspricht.

Das Vorhaben ist Teil der OMV-Strategie bis 2030, die unter anderem den Ausbau der Produktion von erneuerbaren Kraftstoffen und nachhaltigen chemischen Grundstoffen auf eine Jahresproduktion von 900.000 Tonnen vorsieht. Bis 2050 will die OMV ein Netto-Null-Emittent werden.

Bereits in Betrieb sind in Schwechat eine Co-Processing-Anlage sowie eine 10‑MW‑Elektrolyseanlage für grünen Wasserstoff. Weitere Vorhaben umfassen Anlagen für nachhaltige Flugkraftstoffe (SAF) und hydriertes Pflanzenöl in der Raffinerie Petrobrazi von OMV Petrom sowie Elektrolyseure in Rumänien mit Leistungen von 20 MW und 35 MW.

Nach den Zitaten in der OMV-Pressemitteilung zu schätzen, verantwortet bei der OMV Finanzvorstand und stellvertretender Vorstandschef Reinhard Florey das Projekt und bei der EIB Vizepräsident Karl Nehammer, der bis 2025 österreichischer Bundeskanzler war. (geo)