Bad Dürkheim hat der Fusion der Stadtwerke mit den Versorgern in den Nachbarkommunen Deidesheim und Wachenheim zugestimmt. Notariell vollzogen werden soll der Zusammenschluss im August.
Das Miteinander in der Pfalz rückt näher. Am 16. Juni hat der Stadtrat Bad Dürkheim der geplanten Fusion der Stadtwerke mit den Stadtwerken Deidesheim und dem Eigenbetrieb Stadtwerke Wachenheim zugestimmt. Aus den drei Versorgern sollen die „Stadtwerke an der Weinstraße“ werden (wir berichteten). Neben Deidesheim und Wachenheim ist auch noch die Gemeinde Niederkirchen gefragt.
Sofern alle beteiligten Kommunen ihr Ja-Wort zu den vorgesehenen Schritten geben und die kommunalaufsichtlichen Verfahren abgeschlossen sind, soll die Fusion im August 2026 notariell vollzogen werden, heißt es in einer Mitteilung.
Die neue Gesellschaft soll ihren Sitz in Bad Dürkheim haben, gleichzeitig sollen die Standorte in Deidesheim und Wachenheim erhalten bleiben. Fest steht inzwischen, wie sich die Anteile an der „Stadtwerke an der Weinstraße GmbH“ verteilen sollen. Stadt Bad Dürkheim werde mit 64,24 Prozent, die Stadt Deidesheim mit 18,31 Prozent, die Stadt Wachenheim mit 12,87 Prozent sowie die Gemeinde Niederkirchen mit 4,58 Prozent beteiligt, heißt es weiter.
Geführt werden soll die neue Gesellschaft von einem Trio: Alexander Will, bisheriger Geschäftsführer der Stadtwerke Deidesheim, und Dieter Panzer, bisheriger Werkleiter in Wachenheim sowie dem Dürkheimer Stadtwerke-Chef Peter Kistenmacher.
Beste Lösung für Zukunft: „Vollfusion“
Die Fusion sei „der richtige Schritt, um die Stadtwerke nachhaltig und zukunftssicher aufzustellen“, erklärte Bürgermeister Dieter Dörr (CDU) aus Deidesheim im Mai den geplanten Schritt. Für die Kundschaft wie für die Beschäftigten soll sich kaum etwas ändern. Ein Stellenabbau sei nicht geplant, die Kundenzentren vor Ort blieben mit den Ansprechpersonen erhalten.
Die Stadtväter begründen den Zusammenschluss mit steigenden Anforderungen an kommunale Versorgungsunternehmen. „Energiewende, zunehmende regulatorische Vorgaben, Fachkräftemangel und wachsender wirtschaftlicher Druck stellen insbesondere kleinere Stadtwerke vor große Herausforderungen“, betonen sie. Ein gemeinsames Strategieprojekt habe ergeben, dass eine Vollfusion die besten Voraussetzungen biete, „um Synergien zu nutzen und die Zukunftsfähigkeit dauerhaft zu sichern“.
Geplant ist, dass das Gemeinschaftsunternehmen im kommenden Jahr die Arbeit aufnimmt. Die Stadtwerke an der Weinstraße werden über insgesamt 30.000 Abnahmestellen für Strom, Gas und Wasser verfügen.