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Mittwoch, 24.06.2026, 11:00 Uhr
Gastbeitrag
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Reine Tariflogik reicht nicht mehr
Jochen Schneider*, Geschäftsführer von Wattstor, erläutert, warum traditionelle Stromkostensteuerung über klassische Tarifmodelle und Einkaufsstrategien für Unternehmen überholt sind.
Viele Industrie- und Gewerbeunternehmen steuern ihre Stromkosten noch immer primär über klassische Tarifmodelle und Einkaufsstrategien. Doch dieses Denken greift zunehmend zu kurz. Dies erläutert Jochen Schneider, der seit über 25 Jahren die Zukunft der Energieversorgung mitgestaltet.

Als Geschäftsführer der Wattstor GmbH bringt er die kommerziellen Vorteile des innovativen Price-Protect-Tarifs auf den deutschen Markt. Dafür nutzt er die Erfahrungen des europäischen Wattstor-Teams, mit dem er eng zusammenarbeitet.

Der Energiemarkt hat sich grundlegend verändert: Preisschwankungen sind heute kein Ausnahmefall mehr, sondern systembedingt. Phasen mit negativen Strompreisen stehen extremen Preisspitzen gegenüber – getrieben durch den wachsenden Anteil erneuerbarer Energien und gleichzeitig begrenzten Netzkapazitäten. Für Unternehmen bedeutet das ein deutlich höheres Maß an Unsicherheit und ein steigendes Risikoprofil.

Hybride Modelle ermöglichen Marktanpassung

Das frühere „Entweder-Oder“ zwischen Marktbezug und Eigenversorgung verliert dabei zunehmend an Bedeutung. Stattdessen setzen sich hybride Modelle durch, die unterschiedliche Elemente kombinieren: lokale Erzeugung ohne Eigeninvestition, Speicherlösungen und eine flexible Beschaffungsstrategie. Entscheidend ist dabei nicht die einzelne Technologie, sondern ihr Zusammenspiel.

Erst die Integration der Komponenten schafft ein Energiesystem, das sowohl wirtschaftlich tragfähig als auch langfristig resilient gegenüber Marktveränderungen ist und diese sogar positiv nutzen kann.

Damit geht ein grundlegender Perspektivenwechsel einher: Strom wird vom schwer kalkulierbaren Kostenblock zum aktiv gestaltbaren Produktionsfaktor. Unternehmen können ihren Verbrauch an Preissignale anpassen, Speicher vielseitig einsetzen und Marktchancen nutzen. Das führt nicht nur zu Kostenvorteilen, sondern erhöht auch die langfristige Planbarkeit und reduziert Risiken.

Energie ganzheitlich denken

Die zentrale Erkenntnis lautet daher: Nicht der günstigste Tarif entscheidet über die Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens, sondern die Architektur seines Energiesystems. Wer beginnt, Energie ganzheitlich zu denken und strategisch zu steuern, verschafft sich einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil – und macht sich unabhängiger von den Unsicherheiten eines volatilen Marktes.

Jochen Schneider leitete unter anderem die Coneva GmbH. Darüber hinaus verfügt er über langjährige Erfahrung in der strategischen Beratung von Energieunternehmen, insbesondere zu Geschäftsmodellinnovation und Markteintrittsstrategien.

Wattstor ist ein Next-Generation-Energieunternehmen und Energieversorger, das Gewerbe- und Industriekunden dabei unterstützt, ihre Stromversorgung unabhängiger, planbarer und flexibler zu gestalten. Durch die Kombination aus vor Ort erzeugter erneuerbarer Energie, Batteriespeichern und intelligentem Energiemanagement bietet Wattstor Unternehmen langfristige Kostenstabilität und Wettbewerbsfähigkeit – abgesichert gegen die Dynamik und Volatilität der Energiemärkte.

Mit dem innovativen Price-Protect-Modell, unterstützt Wattstor Unternehmen dabei, Stromkosten nachhaltig zu optimieren, CO2-Emissionen signifikant zu reduzieren und Investitionen in erneuerbare Energie wirtschaftlich, verlässlich und zukunftssicher umzusetzen. Treffen Sie Wattstor auf der EM Power im Rahmen der Smarter E in München vom 23. bis 25. Juni 2026 in Halle B5 am Stand B5.676.

*Jochen Schneider ist Geschäftsführer der Wattstor GmbH
 
Jochen Schneider
Quelle: Wattstor GmbH