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Heidi Roider
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Dienstag, 16.06.2026, 10:59 Uhr
Bilanz
E&M News
Schwacher Wind, positives Ergebnis
Die Prokon Regenerative Energien eG hat im vergangenen Geschäftsjahr einen Millionenüberschuss erwirtschaftet − trotz schwacher Windverhältnisse. 
Die Energiegenossenschaft Prokon hat einen Jahresüberschuss von 6,1 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2025 erwirtschaftet und damit weniger als die 8,6 Millionen Euro im Vorjahr. Trotzdem bleibt Prokon auch im achten Jahr in Folge profitabel und trotz schwacher Windverhältnisse dividendenfähig. Der Bilanzgewinn liegt bei 5,5 Millionen Euro und damit ebenfalls unter dem Vorjahreswert von 7,74 Millionen Euro. 

Die Mitglieder der Prokon Regenerative Energien eG haben auf ihrer Generalversammlung am 13. Juni einer Dividendenzahlung von 5,5 Millionen Euro zugestimmt. „2025 war kein einfaches Jahr für die Windenergie“, sagte Henning von Stechow, Vorstandsvorsitzender der Prokon Regenerative Energien eG. „Umso wichtiger ist das Signal: Prokon steht wirtschaftlich stabil da. Wir konnten ein positives Ergebnis erzielen, unsere Eigenkapitalbasis stärken und unseren Mitgliedern eine Dividende zahlen.“

Die Prokon eG erwirtschaftete 2025 einen Umsatz von 82,6 Millionen Euro (2024: 83 Millionen Euro). Die Erlöse aus Einspeisevergütungen gingen auf 45,2 Millionen Euro zurück. Das Unternehmen führt dies auf die schwachen Windverhältnisse zurück. Andere Geschäftsbereiche entwickelten sich dagegen positiv. Die Erlöse aus dem Energiehandel stiegen auf 17,4 Millionen Euro. Die Projekterlöse lagen bei knapp 12 Millionen Euro. Hinzu kamen sonstige betriebliche Erträge von 16,2 Millionen Euro.

Auch die Kapitalbasis der Genossenschaft entwickelte sich positiv. Das Geschäftsguthaben der Mitglieder erhöhte sich von 256,5 Millionen Euro auf 266,4 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote stieg um vier Prozentpunkte auf 52,7 Prozent. Zum Jahresende 2025 zählte Prokon 41.558 Mitglieder. Nach Angaben des Vorstands leistete die Entwicklung der Mitgliederbasis einen wesentlichen Beitrag zur Finanzierung der Geschäftstätigkeit.

Konzern profitiert von mehreren Geschäftsfeldern

Die Prokon-Gruppe erzielte 2025 einen Umsatz von 116,4 Millionen Euro und lag damit leicht über dem Vorjahreswert. Rückläufige Erlöse aus der Windstromerzeugung wurden durch höhere Umsätze in der Projektentwicklung, im Baugeschäft und im Energiehandel ausgeglichen. Der Konzernjahresüberschuss betrug 4,3 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote lag zum Jahresende bei 48,2 Prozent.

Im Projektgeschäft erhielt Prokon im vergangenen Jahr Genehmigungen für Windenergievorhaben mit einer Gesamtleistung von 131 MW. Für weitere Projekte mit 124 MW sicherte sich das Unternehmen Zuschläge in Ausschreibungen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz.

Zudem gewinnt das Repowering bestehender Standorte an Bedeutung. Im Windpark Fleetmark sollen acht neue Anlagen elf ältere Windenergieanlagen ersetzen. Für die kommenden Jahre erwartet Prokon weiterhin anspruchsvolle Marktbedingungen. Das Unternehmen verweist auf volatile Strompreise, Netzengpässe, steigende Kosten sowie langwierige Genehmigungsverfahren. Hinzu kommen Unsicherheiten über die künftige Ausgestaltung der Energiepolitik.