Die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm haben einen Wärmetransformationsplan und einen digitalen Wärmekompass veröffentlicht und damit Informationsgrundlagen für den Ausbau der Fernwärmeversorgung.
Der Wärmetransformationsplan beschreibt den Ausbau und die Nachverdichtung des bestehenden Fernwärmenetzes in Neu-Ulm und Senden (Baden-Württemberg) sowie den Weg zur schrittweisen Dekarbonisierung der Wärmeerzeugung bis 2045. Ziel ist eine wirtschaftliche, verlässliche und langfristig klimaneutrale Wärmeversorgung für Privatkunden, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen, wie es in einer Mitteilung der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm (SWU) heißt.
„Die Wärmewende gelingt nur mit einer klaren Strategie, verlässlichen Investitionen und einer starken Infrastruktur. Mit unserem Wärmetransformationsplan zeigen wir transparent, wie wir die Fernwärme konsequent weiterentwickeln. Das schafft Versorgungssicherheit, weniger CO2 und eine zukunftsfähige Energieversorgung in unserer Region“, erklärt dazu SWU-Geschäftsführer Klaus Eder.
Ein zentraler Punkt des Plans ist der kontinuierliche Ausbau des Wärmenetzes. Durch einen Netzausbau von durchschnittlich 2,3 Kilometern pro Jahr soll sich die Wärmenetzlänge auf bis zu 113 Kilometer nahezu verdoppeln. Parallel dazu wird der bestehende Erzeugungspark umfassend transformiert. Bereits im Jahr 2040 soll die vollständige Dekarbonisierung abgeschlossen sein. Erste große Maßnahmen sind bereits gestartet: Den Anfang machen zwei Flusswasser-Wärmepumpen-Projekte in Neu-Ulm.
„Fernwärme ist dort besonders sinnvoll, wo viele Gebäude effizient und langfristig versorgt werden können. Unser Ziel ist es, den Netzausbau vorausschauend zu planen und unseren Kundinnen und Kunden frühzeitig Planungssicherheit zu geben. Bedeutend ist dies gerade bei anstehenden Investitionsentscheidungen rund um den Heizungstausch“, so Frank Maierhans, Abteilungsleiter Fernwärme bei den Stadtwerken.
Der gleichzeitig vorgestellte neue Wärmekompass gibt Gebäudeeigentümern und Unternehmen eine digitale Orientierungshilfe für die eigene Wärmeversorgung. Eine interaktive Karte zeigt, wo Fernwärme bereits heute verfügbar ist und in welchen Gebieten in den kommenden Jahren ein Ausbau vorgesehen ist.