Der Eon-Konzern legte im 1. Quartal bei Umsatz und Ergebnis zu. Auf das Gesamtjahr gesehen, bestätigt das Management die Prognose.
Eon ist mit einem leichten Ergebnisanstieg in das Geschäftsjahr 2026 gestartet. Der Energiekonzern aus Essen profitierte im ersten Quartal insbesondere von Investitionen in die Stromnetze sowie von Zuwächsen im Geschäftsfeld Energy Infrastructure Solutions. Die Prognose für das Gesamtjahr bestätigte das Unternehmen.
Der Umsatz lag im ersten Quartal bei 25,2 Milliarden Euro nach 22,6 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Der bereinigte Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abreibungen (Ebitda) stieg um zwei Prozent auf 3,25 Milliarden Euro nach 3,18 Milliarden Euro im Vorjahr. Der bereinigte Konzernüberschuss erhöhte sich um 7 Prozent auf 1,34 Milliarden Euro nach 1,26 Milliarden Euro.
Finanzchefin Nadia Jakobi verwies auf die operative Entwicklung und die Wirkung der Investitionen. „Unsere Strategie greift, unsere Investitionen wirken und wir liefern operativ zuverlässig“, sagte sie. Gerade in einem geopolitisch volatilen Umfeld zeige sich die Stärke des Geschäftsmodells.
Im Geschäftsfeld Energy Networks (Netzbereich) erreichte das bereinigte Ebitda mit 2,1 Milliarden Euro das Niveau des Vorjahres. Eon begründete dies mit dem weiteren Wachstum der regulierten Vermögensbasis in den europäischen Märkten. Belastend wirkten dagegen Portfolioanpassungen, darunter die Entkonsolidierung einer Regionalbeteiligung in Deutschland sowie der Verkauf des tschechischen Gasnetzgeschäfts.
Zweimillionste Erneuerbare-Energien-Anlage am Netz
Der Konzern verwies zudem auf den Fortschritt beim Ausbau der Infrastruktur für die Energiewende. Nach Unternehmensangaben wurde zuletzt die zweimillionste Erneuerbare-Energien-Anlage an das Verteilnetz von Eon angeschlossen.
Das Geschäftsfeld Energy Infrastructure Solutions (Großkundengeschäft) entwickelte sich deutlich positiv. Das bereinigte Ebitda stieg dort um 16 Prozent auf rund 240 Millionen Euro nach etwa 200 Millionen Euro im Vorjahr. Wachstumstreiber war insbesondere das Industriekundengeschäft in Deutschland. Positiv wirkten sich zudem zeitlich verzögert weitergegebene höhere Beschaffungskosten in Skandinavien aus.
Auch das Geschäftsfeld Energy Retail (Endkundengeschäft) legte leicht zu. Das bereinigte Ebitda im Vertrieb stieg auf rund 940 Millionen Euro nach rund 930 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. In Deutschland profitierte Eon unter anderem von Preiseffekten innerhalb des Produktportfolios sowie von optimierten Prozessen im Kundenmanagement. In Großbritannien entwickelte sich das Geschäft dagegen rückläufig. Dort liefen ältere Verträge mit Industrie- und Geschäftskunden schrittweise aus.
Im ersten Quartal investierte Eon insgesamt 1,4 Milliarden Euro. Der Schwerpunkt lag erneut auf dem Ausbau, der Modernisierung und der Digitalisierung der Energieinfrastruktur. Davon entfielen 1,1 Milliarden Euro auf das Netzgeschäft. Die Investitionen lagen dort allerdings um 9 Prozent unter dem Vorjahreswert von 1,2 Milliarden Euro. Als Grund nannte Eon unter anderem die kalte Witterung in Deutschland im Januar, durch die sich einzelne Arbeiten an der Netzinfrastruktur verschoben hätten.
Konzernüberschuss bei 2,7 und 2,9 Milliarden Euro
Im Bereich Energy Infrastructure Solutions erhöhte der Konzern die Investitionen um 13 Prozent auf rund 170 Millionen Euro. Die Mittel flossen unter anderem in Quartiers- und Batteriespeicherlösungen in den Niederlanden und in Ungarn. Für Energy Retail wandte Eon rund 120 Millionen Euro auf. Investiert wurde dort vor allem in den Ausbau der Ladeinfrastruktur für Pkw und Lkw sowie in die Digitalisierung des Kundengeschäfts.
Für das Gesamtjahr 2026 hält Eon an seiner Prognose fest. Der Konzern erwartet weiterhin ein bereinigtes Konzern-Ebitda zwischen 9,4 Milliarden Euro und 9,6 Milliarden Euro. Der bereinigte Konzernüberschuss soll zwischen 2,7 Milliarden Euro und 2,9 Milliarden Euro liegen. Insgesamt plant Eon für 2026 Investitionen von rund 8,5 Milliarden Euro.