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Quelle: Jonas Rosenberger
Davina Spohn
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Dienstag, 12.05.2026, 12:05 Uhr
Photovoltaik
E&M News
PV-Ausschreibung doppelt überzeichnet
Der Wettbewerb um neue Solar-Freiflächenanlagen bleibt hoch. Die Bundesnetzagentur hat in der März-Runde fast 2.300 MW Leistung bezuschlagt.
Projektierer haben die Ausschreibung für Photovoltaik-Freiflächenanlagen zum Gebotstermin 1. März 2026 erneut deutlich überzeichnet. Nach Angaben der Bonner Behörde gingen Gebote für 4.622 MW ein. Das Ausschreibungsvolumen lag bei 2.295 MW. Damit überstieg die angebotene Leistung das ausgeschriebene Volumen um gut das Doppelte.

Die Behörde erteilte 268 Zuschläge mit einem Umfang von zusammen 2.299 MW. Insgesamt gingen 532 Gebote ein, 39 davon schloss die Bundesnetzagentur vom Verfahren aus. Die Ausschreibung betraf PV-Freiflächenanlagen und Solaranlagen auf baulichen Anlagen, die weder Gebäude noch Lärmschutzwände sind.

Zuschlagswerte sinken leicht

Die Zuschlagswerte lagen in der März-Runde zwischen 3,99 und 5,10 Cent/kWh. Den durchschnittlichen mengengewichteten Zuschlagswert bezifferte die Bundesnetzagentur auf 4,94 Cent/kWh. In der Vorrunde hatte er bei 5,00 Cent/kWh gelegen. Wie in früheren Gebotsrunden entfiel das größte Zuschlagsvolumen auf Projekte in Bayern mit 693 MW. Es folgten Niedersachsen (340 MW) und Baden-Württemberg (333 MW).

Nach Flächenkategorien lagen Projekte an Randstreifen von Autobahnen oder Schienenwegen mit 1.026 MW vorn. Auf Projekte auf Acker- oder Grünlandflächen in benachteiligten Gebieten entfielen weitere 760 MW.

„Besondere Solaranlagen“ gewinnen an Bedeutung

Eine größere Rolle spielten nach Angaben der Bundesnetzagentur sogenannte besondere Solaranlagen. Diese Kategorie kam auf 59 Zuschläge mit 439 MW. Die Behörde teilte mit, besondere Solaranlagen hätten fast 15 Prozent des eingereichten Gebotsvolumens und fast ein Fünftel des Zuschlagsvolumens ausgemacht. Beides markiere den jeweiligen Höchststand und bedeute eine signifikante Steigerung gegenüber früheren Runden.

Bei besonderen Solaranlagen nutzen Betreiber dieselbe Fläche neben der Stromerzeugung für einen weiteren Zweck, etwa für Landwirtschaft. Solche Konzepte können damit Flächenkonkurrenz mindern, machen in der Ausschreibung aber weiter nur einen Teil des Volumens aus.

Wie die Bundesnetzagentur mitteilt, findet die nächste Ausschreibungsrunde für Solaranlagen des ersten Segments findet am 1. Juli 2026 statt.