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Günter Drewnitzky
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Dienstag, 28.04.2026, 16:30 Uhr
IT
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Neue Plattform für IoT-Angebote von Stadtwerken
Die Digitalisierung von Stadtwerken kann künftig gebündelt erfolgen. Unter dem Dach des ASEW-Netzwerks geht eine Plattform für IoT-Dienstleistungen an den Start.
Die neue IoT-Anbieter-Webseite ist ein gemeinsames Projekt mehrerer Stadtwerke und regionaler IoT-Dienstleister unter der Schirmherrschaft der Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (ASEW). Dabei entsteht eine zentrale Informationsplattform, die zeigt, wie Stadtwerke die Möglichkeiten des Internet of Things (IoT) für kommunale, industrielle und gewerbliche Herausforderungen nutzen. 

„Mit der Plattform für Stadtwerke können diese ihr IoT-Angebot besser und weit gestreut bekannt machen“, ist Lucas Wiermann, Senior-Projektmanager Netz & Digitalisierung bei der ASEW, überzeugt. „Gerade bei regionalen Energieanbietern schlummern viele Angebote, die sich seit Jahren vor Ort bewähren. Davon können auch andere Unternehmen profitieren.“ 

Unter „iotanbieter.de“ finden alle, die sich für das Thema Digitalisierung und Automatisierung interessieren, zahlreiche Praxisbeispiele, anhand derer deutlich wird, wie IoT regionale Unternehmen und Kommunen unterstützt – unter anderem durch kontinuierliches Monitoring, zuverlässige Datenübertragung und individuell anpassbare Visualisierungen.

Kommunale Inovation über Stadtgrenzen hinweg

„Das Besondere an ‚IoT-Anbieter‘ ist die gemeinsame Stärke der mittlerweile über 390 Mitglieder des ASEW-Netzwerks“, so Wiermann. Wenn Stadtwerke ihr Wissen bündeln, könnten Lösungen entstehen, die weit über die eigene Region hinauswirken. „Unsere neue Plattform zeigt, wie kommunale Innovation funktioniert: praxisnah, kundenzentriert und getragen von einer starken Kooperation über Stadtgrenzen hinweg.“

Beispiele für innovative IoT-Anwendungen der beteiligten Stadtwerke liegen etwa im Bereich Denkmalschutz: Die betreffende Praxisanwendung erlaubt es, sensible Gebäude flächendeckeckend und effizient zu monitoren, ohne zerstörende oder verändernde Eingriffe in die Bausubstanz vornehmen zu müssen. Eine weitere Möglichkeit ist Hochwassermonitoring: Der Einsatz von Sensorik gewährleistet die frühzeitige Warnung vor steigenden Wasserläufen in der Region und lässt ein Lagebild zu den Auswirkungen auf die besiedelte Fläche erkennbar werden.

Interessant für Webseiten-Besucherinnen und -Besucher der Plattform: Ein interaktives Kartentool zeigt direkt den zuständigen lokalen Ansprechpartner. Das erleichtert gerade Kommunen, Betrieben und öffentlichen Einrichtungen den Zugang zu einem regionalen Partner mit hoher IoT-Kompetenz. 
 

Das Internet of Things (IoT)

Im Grunde geht es um eine Infrastruktur, die physische und virtuelle Gegenstände miteinander vernetzt, Kommunikation und Informationsaustausch stehen im Mittelpunkt. Dabei kommen in der Regel Sensoren und ein Übertragungsnetz (sehr oft LoRaWAN) zum Einsatz. Hierüber implementierte Funktionen erlauben die Interaktion zwischen Menschen und vernetzten elektronischen Systemen bzw. zwischen den Systemen selbst.

Im Unterschied zum World Wide Web besteht IoT nicht mehr vorrangig aus menschlichen Teilnehmern, sondern eben aus vernetzten Objekten, etwa öffentlichen Abfallbehältern (Things). Die Vernetzung erlaubt Datensammlung und -übertragung, Überwachung und langfristige Planung.