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Dienstag, 07.04.2026, 10:32 Uhr
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Energiepreise in Bayern legen zum Jahresbeginn zu
Der Energiepreisindex der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft  (VBW)  ist im Januar 2026 um 1,5 Prozent auf 108,4 Punkte gestiegen.
Der Anstieg des VBW-Energiepreisindex im Januar auf 108,4 Punkte ist auf die Primärenergie zurückzuführen.
 
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Denn der Teilindex Primärenergie notierte im Januar bei 97,0 Punkten. Im Vergleich zum Vormonat stieg der Index um 3,3 Prozent. Das Vorjahresniveau wurde hingegen um 22,8 Prozent unterschritten.

Besonders stark verteuerte sich im Vormonatsvergleich Steinkohle, deren Einfuhrpreise um 5,9 Prozent stiegen. Der Erzeugerpreis für Braunkohle stieg um 4,1 Prozent. Bei Erdöl stiegen die Einfuhrpreise ebenfalls um 4,1 Prozent, die Erzeugerpreise gaben jedoch um 4,6 Prozent nach. Auch bei Erdgas stiegen die Einfuhrpreise (+3,1 Prozent), die inländischen Erzeugerpreise sanken je nach Abnehmergruppe um 1,5 bis 2,1 Prozent.

Der Teilindex für Sekundärenergie blieb im Januar nahezu unverändert bei 119,8 Punkten (+0,1 Prozent gegenüber Dezember). Das Vorjahresniveau wurde um 6,8 Prozent unter-schritten. Während sich leichtes Heizöl und Diesel deutlich um 6,0 beziehungsweise 7,6 Prozent gegenüber Dezember verteuerten, gingen die Preise für Flüssiggas (-2,6 Prozent) und Fernwärme (-1,6 Prozent) zurück.

Der Strompreisindex, der im Index für Sekundärenergie enthalten ist, lag im Januar 2026 bei 109,7 Punkten. Das waren 2,8 Prozent weniger als im Dezember und 8,0 Prozent weniger als vor einem Jahr. Zwar verteuerten sich die Einfuhrpreise für Strom kräftig um 16,6 Prozent. Die Erzeugerpreise sanken jedoch je nach Kundegruppe zwischen 2,8 und 5,2 Prozent.
 
Quelle VBW

Aus Sicht der VBW braucht der Wirtschaftsstandort dringend ein niedrigeres Strompreisniveau: „Energiekosten sind einer unserer großen Standortnachteile. Die hohen Kosten am Standort schaden unserer Wettbewerbsfähigkeit und gehen damit zu Lasten der Transformation. Ohne global konkurrenzfähige Stromkosten werden wir weiter zurückfallen. Dieses zentrale Problem muss für die Standortsicherung endlich angegangen werden“, sagt Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.
 

Zum Hintergrund

Basisjahr für den VBW-Energiepreisindex ist 2021 (2021=100). In den VBW-Energiepreisindex fließen 14 Einzelpreisindikatoren zu neun unterschiedlichen Energiearten ein. Die Gewichtung der einzelnen Energiearten erfolgt entsprechend ihrem jeweiligen Verbrauch in Bayern. Weitere Erläuterungen zum VBW-Energiepreisindex finden sich im Internet.