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Katia Meyer-Tien
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Donnerstag, 26.03.2026, 13:51 Uhr
Wirtschaft
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Spie übernimmt SGS Industrial Service
Größeres Leistungsspektrum, höhere Eigenleistungstiefe: Die Düsseldorfer Spie erwirbt den Industrieanlagenanbieter SGS Industrial Service.
Der Multitechnikdienstleister Spie hat eine Vereinbarung zum Erwerb des Industrieanlagenherstellers SGS Industrial Services Gruppe unterzeichnet. Das geht aus einer Mitteilung des Unternehmens hervor.

Mit der geplanten Akquisition will Spie sein Leistungsspektrum insbesondere in der elektrischen und mechanischen Errichtung von Industrieanlagen und Kraftwerken erweitern und so eine höhere Eigenleistungstiefe erreichen.

SGS Industrial Services ist in mehreren Industriebranchen tätig, darunter die Energieversorgung, und verfügt über einen langjährigen Kundenstamm. Das Unternehmen mit Hauptsitz im oberösterreichischen Dorf an der Pram erzielte nach Angaben von Spie im Jahr 2025 mit rund 800 Beschäftigten einen Umsatz von rund 180 Millionen Euro. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit liegt in Deutschland. 

„Mit SGS Industrial Services stärken wir gezielt unsere Wertschöpfungstiefe und bauen unsere operative Leistungsstärke aus“, kommentiert Markus Holzke, CEO von Spie Germany Switzerland Austria, die Vereinbarung. „Gleichzeitig erschließen wir uns neue Zugänge zu qualifizierten Fachkräften und Ausbildungspotenzialen in Europa. Damit sind wir gut aufgestellt, um Wachstumspotenziale insbesondere in Deutschland – getrieben durch die Energiewende und Infrastrukturinvestitionen – zu realisieren.“ 

Auch der Gründer von SGS Industrial Services, Werner Griesmaier, sieht Vorteile in der Transaktion: „Wir haben SGS Industrial Services über viele Jahre mit klarer Vision und großer Leidenschaft aufgebaut. Daher war es mir wichtig, frühzeitig die Zukunft zu sichern und einen starken Partner für SGS Industrial Services zu finden. Ich bin überzeugt, dass SPIE für unsere Kunden und Mitarbeitenden neue Potenziale und Entwicklungsmöglichkeiten eröffnet und zugleich Stabilität und Kontinuität verbindet.“ 

Das bestehende Managementteam mit Andreas Hofinger, Christian Gittmaier und Sandra Ponsold soll das operative Geschäft weiterführen. Der Abschluss der Transaktion wird für Ende Juni 2026 erwartet und steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Kartellbehörden.