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Quelle: Wilken/MOZWO
Fritz Wilhelm
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Mittwoch, 11.03.2026, 13:19 Uhr
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Wilken integriert KI-Assistenten in Lösungsplattform
Mit einem KI-Assistenten ergänzt die Wilken Software Group ihre Lösungsplattform und schafft damit ein Tool, das sowohl operativ als auch strategisch unterstützen soll.
Zur E-world 2025 hatte sich die Wilken Software Group mit ihrer neuen Marke „GY“ präsentiert, um der gesellschaftlichen Bedeutung der Energiewirtschaft Ausdruck zu verleihen und die Verantwortung aller Marktpartner für das Gelingen der Energiewende in den Fokus zu rücken.

In einer aktuellen Mitteilung des Unternehmens weist dessen Chief Innovation Officer darauf hin, dass KI ihren vollen Nutzen nur entfalten kann, wenn sie entlang der Prozesskette orchestriert wird, wenn das gewünschte Ergebnis klar ist und wenn klar ist, wer die End-to-End-Verantwortung trägt. Genau diese, die Systemgrenzen übergreifende Verantwortung ist das zentrale Prinzip der Lösungsplattform GY.

„Wilken verantwortet das integrierte Zusammenspiel im gesamten Plattform-Ökosystem – mit klarer Governance für Integration, Partnerlösungen und Services einschließlich KI“, heißt es wörtlich in der Mitteilung.

In der aktuellen Ausbaustufe hat der neue KI-Assistent mit der Bezeichnung „GY:PT“ vor allem noch Assistenz- und Selbsthilfefunktionen. Er soll typische energiewirtschaftliche Fachfragen beantworten, etwa bei Fehlermeldung, Prozessfragen oder bei regulatorischen Anforderungen. Ziel sei es, Mitarbeitenden konkrete Handlungsempfehlungen zu geben „ohne aufwändige Recherchen oder Support-Tickets“, wie es weiter heißt.

Perspektivisch auch Grundlage für Prognosen und Simulationen

Über die Assistenzfunktion hinaus wird die KI jedoch schrittweise weiterentwickelt, um sie stärker in operative Abläufe einbinden zu können, damit sie Prozesse aktiv vorbereiten und begleiten kann. Durch Agentic AI soll sie auch zunehmend zur Automatisierung beitragen.

Die weiteren Ausbaustufen zielen nach Unternehmensangaben darauf ab, die KI vom wissensbasierten Assistenten zu einem Unterstützer von Analysen und Entscheidungen zu entwickeln. Vergleichsrechnungen oder die Bewertung alternativer Handlungsoptionen sollen dann möglich sein – und perspektivisch auf dieser Grundlage auch Prognosen und Simulationen, beispielsweise zur Abschätzung von Kundenabwanderungsrisiken. Die KI soll dann auch gleich eine Antwort auf die Frage liefern, ob diese etwa durch Portfolioanpassungen oder Preis- und Tarifänderungen abgewendet werden können. Es gehe also darum, Fachbereiche sowohl im operativen Tagesgeschäft als auch bei strategischen Fragestellungen zu entlasten.

Um zu zeigen, wie operativ die KI genutzt werden kann und die gesamte Prozesskette unterstützt, zieht Wilken das Beispiel der Wiederverkäuferbescheinigung heran. In der aktuellen Ausbaustufe prüfe sie automatisiert, ob relevante Stammdaten, etwa die Klassifikation als Wiederverkäufer oder die Gültigkeit einer Bescheinigung, im System korrekt hinterlegt sind. Sofern eine Bescheinigung fehlt, soll sie künftig über Agentic AI direkt angefordert werden. Diese Funktion sei bereits bei der vergangenen E-world demonstriert worden.

Perspektivisch werde die KI dann auch die weitere Verarbeitung im System unterstützen, angeforderte Daten automatisch prüfen und gegebenenfalls systemseitig ergänzen.