Die Wemag-Gruppe ist auf die S/4HANA-Plattform der Thüga Smart Service gewechselt. Der Go-live erfolgte nach 18 Monaten Projektlaufzeit planmäßig im Januar.
Die Wemag-Gruppe ist auf die SAP-S/4HANA-ERP-Plattform der Thüga Smart Service GmbH (TSG) migriert. Nach Angaben der Unternehmen erfolgte der Produktivstart im Januar planmäßig nach 18 Monaten Projektlaufzeit. Mit der Wemag beläuft sich nun die Zahl der Plattform-Beteiligten auf 23 Unternehmen. Für dieses Jahr seien mindestens 13 weitere Migrationen vorgesehen, deren Go-live für Januar 2027 geplant sei, heißt es in einer Mitteilung der Thüga. Bis 2028 werde eine Zielgröße von rund 40 Unternehmen angestrebt.
Nach Unternehmensangaben wurden im Rahmen des Projekts 92 Buchungskreise und knapp 500 Nutzerinnen und Nutzer auf die neue Plattform überführt. Vorbereitend sei eine sogenannte Fit2Template-Analyse durchgeführt worden, in der Gemeinsamkeiten und Abweichungen zwischen der bisherigen SAP-R/3-Lösung der Wemag und der Plattformarchitektur der TSG untersucht worden seien. Auf dieser Basis seien Lösungen für prozessuale und funktionale Unterschiede entwickelt worden.
Janet Drewke, Geschäftsführerin der Wemag Netz GmbH, führte den planmäßigen Go-live auf die frühzeitige Abstimmung zurück. Michael Ikonomou, Geschäftsführer der TSG, erklärte, die Plattform sei darauf ausgelegt, unterschiedliche Anforderungen hinsichtlich Unternehmensgröße und bestehender Strukturen abzubilden. In diesem Zusammenhang verweist er auf die Flexibilität des Ansatzes.
Die Plattform ist nach Angaben der TSG modular aufgebaut. Ein Kern decke grundlegende kaufmännische Funktionen ab, ergänzend könnten sogenannte Satellitenlösungen angebunden werden. Bei der WEMAG sind seit dem Produktivstart neben dem S/4HANA-Core unter anderem das Add-on CIM zur workflowgestützten Verarbeitung von Eingangsrechnungen sowie „enventa Accountbook“ zur Kontoauszugsverarbeitung im Einsatz.
Als wesentlicher Erfolgsfaktor gilt laut Projektverantwortlichen ein umfangreiches Testverfahren. Andreas Focke, Projektleiter bei der Wemag, berichtete, neu entwickelte Funktionen – etwa zur Abbildung konzerninterner Leistungsbeziehungen oder zur Ermittlung von „Ware in Arbeit“ – sowie die Migration von mehr als 9,5 Millionen Datensätzen seien in drei Testzyklen geprüft worden. Die Testphasen hätten zugleich der Schulung der Key User gedient. Nach dem Go-live schloss sich eine Hypercare-Phase an, die bis Ende März vorgesehen ist. Zum 1. April soll endgültig der Übergang in den Regelbetrieb erfolgen.
Mit Blick auf den weiteren Ausbau erklärte Markus Kriegbaum, Director Business Solutions bei TSG, man bereite derzeit die Migration weiterer Kunden vor und führe zusätzliche Gespräche.