Die bundeseigene Gesellschaft für den Betrieb von Flüssigerdgas-Terminals sieht ihre Anlagen im europaweiten Vergleich deutlich über dem Durchschnitt ausgelastet.
Die Deutsche Energy Terminal GmbH (DET) hat im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben insgesamt 79 Milliarden kWh Erdgas in das deutsche Gasnetz eingespeist. Rund 95 Prozent des LNG kamen aus den USA, wie ein Sprecher der DET auf Anfrage der Redaktion sagte.
Das bundeseigene Unternehmen betreibt aktuell drei Terminals: Brunsbüttel, Wilhelmshaven 1 und seit Mai 2025 Wilhelmshaven 2. In den 79 Milliarden kWh enthalten sich auch die Mengen, die während der Inbetriebnahmephase zwischen 26. Mai und dem 28. August 2025 eingespeist wurden. Der kommerzielle Betrieb des neuen Speicher- und Regasifizierungsschiffs (FSRU) Excelsior startete am 29. August vergangenen Jahres.
In den beiden Vorjahren 2024 und 2023 summierte sich die über Brunsbüttel (FSRU: Höegh Gannet) und Wilhelmhaven 1 (FSRU: Höegh Esperanza) eingespeiste Erdgasmenge auf jeweils 59 Milliarden kWh. „Da ab Rückkehr der FSRU Höegh Gannet aus einer geplanten, zweimonatigen Wartungsphase ab November wieder alle drei DET-Terminals am Netz waren, haben wir auch mit Beginn der Heizperiode große Mengen Erdgas einspeisen können“, erklärt der Unternehmenssprecher.
Auslastung 10 Prozentpunkte über europäischem Mittel
Die Auslastung der Terminals liege „nach wie vor gut 10 Prozentpunkte über dem europäischen Mittel sowie auf dem Niveau unserer Vorjahre“, sagt er. Alle drei Terminals seien gleichmäßig zu mehr als 60 Prozent ausgelastet. Die aktuelle Auslastung bewege sich auf dem Niveau der zurückliegenden Wochen. Die FSRU Höegh Gannet und Höegh Esperanza haben jeweils eine Tankkapazität von 170.000 Kubikmetern. Die Excelsior fasst 138.000 Kubikmeter.
Nach ersten Zahlen der Bundesnetzagentur machten die LNG-Importe im Jahr 2025 insgesamt 105,4 Milliarden (2024: 68,8 Milliarden kWh) aus. Der privatwirtschaftliche Wettbewerber Deutsche Regas betreibt in Mukran (Rügen) den größten Einspeisepunkt. Darüber speiste das Unternehmen allein im letzten Quartal nach eigenen Angaben 12,5 Milliarden kWh ins Netz ein.