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Stefan Sagmeister
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Mittwoch, 07.01.2026, 17:09 Uhr
Wärme
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Norddeutsche Städte bei der Erdgasnutzung vorne
Bundesweit werden im Durchschnitt 63,7 Prozent der Gebäude mit Gas beheizt. Vor allem Städte in Norddeutschland nutzen den Brennstoff.
Die Vermittlungsplattform Aroundhome hat den Anteil von Erdgasheizungen in den 150 größten Städten Deutschlands ausgewertet. Die Analyse soll zeigen, in welchen Regionen besonders viele Haushalte von steigenden Kosten durch den jährlich steigenden CO2-Preis im Rahmen des nationalen Emissionshandelssystems (nEHS) betroffen sind. 

Bundesweit werden laut Aroundhome im Durchschnitt 63,7 Prozent der Gebäude mit Erdgas beheizt. Besonders hoch ist der Anteil in Wilhelmshaven mit 94,7 Prozent, Oldenburg mit 93,1 Prozent und Delmenhorst mit 89,5 Prozent (alle drei Niedersachsen) vor Neuwied in Rheinland-Pfalz mit 87,1 Prozent und Witten (Nordrhein-Westfalen) mit 84,9 Prozent.

Auch in größeren Städten liegt der Erdgasanteil deutlich über dem Durchschnitt, darunter Hannover mit 77,2 Prozent, Frankfurt am Main mit 75,4 Prozent, Düsseldorf mit 73,9 Prozent und Köln mit 72,7 Prozent.

Öl spielt eine geringere Rolle

Ölheizungen spielen bundesweit eine geringere, regional jedoch relevante Rolle. Im Durchschnitt werden 10,3 Prozent der deutschen Haushalte nach Aroundhome-Angaben mit Erdöl beheizt. In Schwäbisch Gmünd (Baden-Württemberg) liegt der Anteil bei 28,1 Prozent, in Offenburg (Baden-Württemberg) bei 26,4 Prozent und in Bergheim (Nordrhein-Westfalen) bei 25,4 Prozent. Dort verfügt mehr als ein Viertel der Gebäude über eine Ölheizung.

Hintergrund der Auswertung ist der ansteigende CO2-Preis für das Heizen mit Öl, Kohle und Gas, der perspektivisch auf bis zu 65 Euro pro Tonne steigen soll. Auch wenn die jährliche Mehrbelastung zunächst überschaubar erscheine, könne sie je nach Energieeffizienz eines Gebäudes schnell einen dreistelligen Betrag erreichen, so Aroundhome

Jannis Mischke, Experte für „Energieeffizientes Wohnen“, verweist auf die langfristigen Folgen: „Wer jetzt nicht handelt, riskiert langfristig spürbar höhere Heiz- und Betriebskosten. Energetische Sanierungen sind daher kein optionales Zukunftsthema, sondern der einzige nachhaltige Weg, um Kosten dauerhaft zu senken – auch dann, wenn die Preise perspektivisch noch weiter steigen.“

Die Tabelle „Anteil der Gasheizungen in Deutschland in Prozent“ von Aroundhome zeigt den prozentualen Anteil in den 150 einwohnerstärksten Städten in Deutschland.