Für ihre geplante 140-Megawatt-Elektrolyseanlage in Niederösterreich erhält die OMV 123 Millionen Euro Fördermittel.
Die österreichische OMV hat mit der staatlichen Förderbank Austria Wirtschaftsservice GmbH (AWS) eine Fördervereinbarung für den Bau einer 140-MW-Anlage zur Herstellung von grünem Wasserstoff unterzeichnet. Das Bundesförderprogramm sieht eine Produktionsförderung von bis zu 123 Millionen Euro vor, wie aus einer Mitteilung des Unternehmens hervorgeht. Die Inbetriebnahme der Anlage, die im niederösterreichischen Bruck an der Leitha (etwa 40 Kilometer südwestlich von Wien), entstehen soll, ist für Ende 2027 geplant.
Das Projekt wurde zuvor von der Europäischen Wasserstoffbank (European Hydrogen Bank, EHB) positiv bewertet und für eine Förderung empfohlen. Es gilt als Teil der österreichischen Wasserstoffstrategie und ist Bestandteil der Konzernstrategie „OMV 2030“ (wir berichteten).
Die Anlage soll jährlich bis zu 23.000 Tonnen Wasserstoff erzeugen, der mit Strom aus Wind-, Solar- und Wasserkraft produziert wird. Der Wasserstoff wird über eine 22 Kilometer lange Pipeline zur Raffinerie in Schwechat transportiert und dort zur Dekarbonisierung eingesetzt. OMV rechnet mit einer Einsparung von bis zu 150.000 Tonnen CO2 pro Jahr.
Die Gesamtinvestition liegt laut OMV im mittleren dreistelligen Millionenbereich. Die OMV kooperiert bei dem Vorhaben mit dem saudi-arabischen Energieunternehmen Masdar, das sich auf erneuerbare Energien spezialisiert hat. Beide Partner haben im November 2025 die Gründung eines Joint Ventures vereinbart, das Finanzierung, Bau und Betrieb der Anlage übernehmen soll. Der Abschluss des Joint Ventures wird für Anfang 2026 erwartet. Er steht unter Vorbehalt der Zustimmung der Anteilseigner und behördlicher Genehmigungen.