10:00 bis 12:15 Uhr
Zentrale Regelungen der AgNes-Festlegung, Konsequenzen für die Industrie ab 2029 sowie Ausblick über ausstehende Folgefestlegungen mit Dr. Markus Kachel (BBH), Johannes Schindler (BDI) und Eric Mignot (ECG).
Informationen zur Veranstaltung
Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat einen Festlegungsentwurf zur Allgemeinen Netzentgeltsystematik Strom (AgNes) veröffentlicht. Der förmliche Abschluss der AgNes-Festlegung wird noch in diesem Jahr erfolgen und damit den Grundstein für einen Paradigmenwechsel bei den Strom-Netzentgelten ab 2029 bilden. Für industrielle Verbraucher gilt es, sich frühzeitig auf die neuen Strukturen und Netzentgeltparameter einzustellen und den weiteren Prozess mit zentralen Folgefestlegungen im Blick zu behalten.
Mit unserem Online-Seminar stellen wir Ihnen u. a. die zukünftigen Netzentgeltkomponenten vor, gehen auf die Bedeutung von Jahreshöchstleistung, Benutzungsstunden und Anschlussdimensionierung ein, thematisieren die Kostenwälzung sowie den Umgang mit Einspeisern und Baukostenzuschüssen. Zudem gehen wir auf die Perspektive der Industrienetzentgelte ein und erläutern, wie Bandlast sowie atypische Netznutzung im Übergang geregelt werden und diskutieren mögliche Optionen für „neue“ Industrienetzentgelte. Im Abschluss legen wir den weiteren Zeitplan für Folgefestlegungen dar, die u. a. die Ausgestaltung der dynamischen Netzentgelte, der Speichernetzentgelte oder flexiblere Netzanschlussvereinbarungen betreffen.
Im Fokus stehen u. a. folgende Fragestellungen:
AgNes im Überblick – die neue Netzentgeltsystematik aus Sicht industrieller Verbraucher
• Welche Netzentgeltkomponenten sind künftig vorgesehen?
• Welche Bedeutung kommt der Jahreshöchstleistung, den Benutzungsstunden sowie der Anschlussdimensionierung zu und wie werden diese geregelt?
• Wie ist die Kostenwälzung ausgestaltet und welche Verteilungswirkungen für Industrie- und Gewerbekunden könnten entstehen?
• Wie wird mit Pooling umgegangen?
• Was ist in puncto Einspeiser vorgesehen und welche Auswirkungen auf die industrielle Eigenerzeugung könnten resultieren?
• Wie verändert sich die Rolle von Baukostenzuschüssen und Netzanschlusskosten?
• Fazit: Wie verändert AgNes die Netzkosten am Standort ab 2029?
Industrienetzentgelte und Flexibilität
• Wie wird mit Bandlast und atypischer Netznutzung umgegangen und wie lange gelten diese Bestimmungen?
• Was ist der aktuelle Diskussionsstand u. a. im Hinblick auf marktpreisorientierter Flexibilität oder netzdienlicher Flexibilisierung? Was sind aktuelle Erkenntnisse aus dem Pilotprojekt?
• Was sind Tipps für stromintensive Unternehmen für den Umgang mit den Übergangsregeln und wie kann man sich auf den Paradigmenwechsel vorbereiten?
• Fazit: Welche Flexibilität muss das Unternehmen künftig anbieten, um Netzentgeltvorteile zu erhalten?
Fokus Folgefestlegung im Zuge von AgNes
• Was ist mit Blick auf dynamische Netzentgelte vorgesehen? Wie könnten zeitliche oder netzzustandsabhängige Preissignale ausgestaltet sein? Wie sieht hier der Zeitplan aus?
• Wie wird aus Netzentgeltsicht mit Speichern umgegangen?
• Wie könnte die Weiterentwicklung der Netzentgeltsystematik für steuerbare Verbrauchseinrichtungen aussehen und welche möglichen Schnittstellen zu gewerblichen Anwendungen bestehen?
• Welche Verfahren in puncto Baukostenzuschüssen (BKZ) und flexiblen Netzanschlussvereinbarungen (FCA) sind angekündigt?
• Fazit: Welche Investitionsentscheidungen hängen von den Folgefestlegungen ab und wie sollten Unternehmen mit dieser Unsicherheit umgehen?
Anmeldung
Für Mitglieder von co2ncept plus e. V. beträgt die Teilnahmegebühr 150,00 Euro zzgl. MwSt., für Vertreter von Behörden 250,00 Euro zzgl. MwSt. und für Nichtmitglieder 350,00 Euro zzgl. MwSt..
Eine Anmeldung ist über den Anmeldebutton auf >> dieser Seite
oder alternativ per Mail an co2ncept-plus@vbw-bayern.de möglich.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und spannende Diskussionen!
Verband der Wirtschaft für Emissionshandel und Klimaschutz e. V.
Max-Joseph-Straße 5
80333 München
Fon: +49 89 55 178-445
Die Klima- und Energieregularien werden derzeit auf das Ziel der Klimaneutralität neu ausgerichtet. Bei der Nachschärfung darf die Wettbewerbsfähigkeit deutscher und europäischer Unternehmen nicht aus den Augen verloren werden: Diese tragen mit innovativen Produkten und Technologien entscheidend zur Erreichung der Klimaziele bei.
Die vollständige Dekarbonisierung erfordert einen weitreichenden Transformationsprozess in allen Sektoren. Die Weichen müssen jetzt gestellt werden, damit die Netto-Null-Zielmarke erreicht wird.
Wir unterstützen Unternehmen mit unserem umfangreichen Infoservice, Veranstaltungen und Projekten den Wandel zu vollziehen.
In diesem Zuge verfolgen wir aktuelle Gesetzgebungsverfahren, weisen auf wichtige Fristen hin und zeigen rechtliche Fallstricke auf. Hierdurch können neue Herausforderungen rechtzeitig in der strategischen Planung berücksichtigt und betriebliche Prozesse optimiert werden. Darüber hinaus setzen wir uns mit Strategien rund um das betriebliche Klimaschutz-, Klimarisiko- und Energiemanagement auseinander.
☑️ Umsetzung des Green Deals
☑️ Europäischer Emissionshandel
☑️ Nationaler Brennstoffemissionshandel
☑️ EEG, KWKG, Netzentgelte & Co.
☑️ Klimaneutralität im Betrieb
☑️ Betriebliche Klimaanpassungsstrategien
☑️ Energiepreisentwicklung und Carbon Pricing
Zu unseren Adressaten zählen Unternehmen und Verbände des produzierenden und verarbeitenden Gewerbes, der Lebensmittel- und Konsumgüterbranche, des Bausektors, der Energie- und Wasserversorgung aber auch Finanz-, Versicherungs- und Dienstleistungsgesellschaften.