10:00 bis 12:30 Uhr
Status Quo der rechtlichen Klima- und Umweltanforderungen an Werbung, Produkte und Verpackungen mit Alice Gossrau (Grubengold), Dr. Ulrich Spiegel (Taylor Wessing) und Thomas Rödding (Narravero GmbH).
Informationen zur Veranstaltung
Die Einhaltung steigender Klima- und Umweltanforderungen an Produkte sowie wachsender Anforderungen an die rechtssichere Kommunikation von Klimaschutzbemühungen ist für Unternehmen keine Option, sondern eine Voraussetzung, um Zugang zum EU-Markt zu erhalten.
In unserem Online-Seminar „K.O.-Kriterien für Werbung und Produkte: Klima- und Umwelt-Compliance als Marktzugangsvoraussetzung in der EU” zeigen wir praxisnah, wie Sie Ihre Klimaschutzbemühungen rechtssicher kommunizieren können. Sie erfahren u. a., welche Umweltaussagen, Markennamen und Logos künftig noch verwendet werden dürfen. Zudem geben wir einen Überblick über die ökologischen Mindestanforderungen an Produkte einschließlich der Anforderungen an deren Reparierbarkeit und Verpackung. Dabei zeigen wir u. a. auf, welche Daten Unternehmen zur Erfüllung dieser Anforderungen erfassen müssen. Abschließend zeigen wir, wie sich der Digitale Produktpass als Bestandteil einer digitalen Infrastruktur für Produktdaten im Unternehmen implementieren lässt.
Programm und Referenten
TOP 1: Umweltfreundlich, klimaneutral, nachhaltig & Co. – Welches Wording ist nach EmpCo und UWG noch rechtskonform?
Alice Gossrau, Grubengold, Bochum
TOP 2: Von Reparierbarkeit bis Energieeffizienz: was Produkte künftig regulatorisch erfüllen müssen
Dr. Ulrich Spiegel, Rechtsanwalt Taylor Wessing, München
TOP 3: Praktische Umsetzung des digitalen Produktpasses: Chancen und Herausforderungen bei der Schaffung einer digitalen Infrastruktur für Produktdaten
Thomas L. Rödding, CEO, Narravero GmbH, Münster
Im Fokus stehen u. a. folgende Fragestellungen:
Rechtlicher Rahmen für die Kommunikation mit Klima- und Umweltaussagen
• Wann tritt die Umsetzung der EmpCo im UWG in Kraft? Wann muss sie angewandt werden?
• Was gilt für Unternehmen, deren Markenname Nachhaltigkeit suggeriert (z. B. Umweltbank)?
• Welche Anforderungen gelten für die Kommunikation von Kompensationsmaßnahmen?
• Welche Umweltaussagen („nachhaltiges Produkt“, „klimaneutral bis...“) dürfen überhaupt noch gemacht werden?
• Wie müssen Daten aufbereitet werden, um Klima- und Umweltaussagen zu belegen? Welche Nachweise müssen Unternehmen dafür erbringen?
Gesetzliche Anforderungen an die Klima- bzw. Umweltleistung von Produkten
• Welche ökologischen Mindestanforderungen werden im Rahmen der Ökodesign-Verordnung an Produkte gestellt und wie können Unternehmen diese umsetzen?
• Welche Produkte sind bereits betroffen? Welche Produkte werden in Zukunft betroffen sein?
• Für welche Produktgruppen sind Unternehmen verpflichtet, eine Reparatur vorzunehmen, wenn Verbraucher diese verlangen?
• Wie können Unternehmen der Informationspflicht über Preis, Dauer und Umfang der Reparatur nachkommen? Welche Daten müssen dafür erhoben werden?
• Welche rechtlichen Anforderungen gelten künftig für Verpackungen? Welche Daten und Informationen müssen Unternehmen zu ihren Verpackungen erfassen?
• Exkurs Batterieverordnung: Welche formellen und materiellen Anforderungen stellt die Batterieverordnung an Batterien?
• Wie sollten Unternehmen bereichsübergreifend zusammenarbeiten, um Umwelt- und Klimaanforderungen an Produkte zu erfüllen?
Praktische Umsetzung des digitalen Produktpasses
• Welche rechtlichen Anforderungen gelten für den digitalen Produktpass und welche Sektoren (z. B. Textilien, Elektronik, Möbel, Bauprodukte) sind betroffen?
• Welche Informationen muss ein digitaler Produktpass enthalten?
• Welche Herausforderungen ergeben sich bei der Einführung des digitalen Produktpasses?
Anmeldung
Für Mitglieder von co2ncept plus e. V. beträgt die Teilnahmegebühr 150,00 Euro zzgl. MwSt., für Vertreter von Behörden 250,00 Euro zzgl. MwSt. und für Nichtmitglieder 350,00 Euro zzgl. MwSt..
Eine Anmeldung ist über den Anmeldebutton auf >> dieser Seite
oder alternativ per Mail an co2ncept-plus@vbw-bayern.de möglich.
Verband der Wirtschaft für Emissionshandel und Klimaschutz e. V.
Max-Joseph-Straße 5
80333 München
Fon: +49 89 55 178-445
Die Klima- und Energieregularien werden derzeit auf das Ziel der Klimaneutralität neu ausgerichtet. Bei der Nachschärfung darf die Wettbewerbsfähigkeit deutscher und europäischer Unternehmen nicht aus den Augen verloren werden: Diese tragen mit innovativen Produkten und Technologien entscheidend zur Erreichung der Klimaziele bei.
Die vollständige Dekarbonisierung erfordert einen weitreichenden Transformationsprozess in allen Sektoren. Die Weichen müssen jetzt gestellt werden, damit die Netto-Null-Zielmarke erreicht wird.
Wir unterstützen Unternehmen mit unserem umfangreichen Infoservice, Veranstaltungen und Projekten den Wandel zu vollziehen.
In diesem Zuge verfolgen wir aktuelle Gesetzgebungsverfahren, weisen auf wichtige Fristen hin und zeigen rechtliche Fallstricke auf. Hierdurch können neue Herausforderungen rechtzeitig in der strategischen Planung berücksichtigt und betriebliche Prozesse optimiert werden. Darüber hinaus setzen wir uns mit Strategien rund um das betriebliche Klimaschutz-, Klimarisiko- und Energiemanagement auseinander.
☑️ Umsetzung des Green Deals
☑️ Europäischer Emissionshandel
☑️ Nationaler Brennstoffemissionshandel
☑️ EEG, KWKG, Netzentgelte & Co.
☑️ Klimaneutralität im Betrieb
☑️ Betriebliche Klimaanpassungsstrategien
☑️ Energiepreisentwicklung und Carbon Pricing
Zu unseren Adressaten zählen Unternehmen und Verbände des produzierenden und verarbeitenden Gewerbes, der Lebensmittel- und Konsumgüterbranche, des Bausektors, der Energie- und Wasserversorgung aber auch Finanz-, Versicherungs- und Dienstleistungsgesellschaften.