10:00 bis 12:30 Uhr
Überblick über die aktuellen Anforderungen an den Einsatz und die Anrechenbarkeit von Biomasse im ETS 1, ETS 2 und nEHS u. a. mit Gerd Stuhlmacher und Dr. Valerie Blettenberg (Luther Rechtsanwaltsgesellschaft mbH) sowie Frieda Becker und David Kroll (GUTcert GmbH).
Informationen zur Veranstaltung
Mit der Umsetzung der Renewable Energy Directive III (RED III) verschärfen sich die regulatorischen Anforderungen an Nachhaltigkeit, Treibhausgasminderung und Nachweisführung beim Einsatz von Biomasse deutlich. Unternehmen, die Biomasse im ETS 1, im nationalen Emissionshandel oder künftig im ETS 2 einsetzen, sehen sich mit erweiterten Dokumentationspflichten, strengeren Kriterien entlang der Lieferkette sowie erhöhten Anforderungen an Monitoring und Verifizierung konfrontiert. Unser Online-Seminar gibt einen Überblick über den rechtlichen Rahmen und zeigt auf, wie die Anforderungen in der Praxis umgesetzt werden können. Neben der Anrechenbarkeit von Biomasse stehen insbesondere Nachhaltigkeitsnachweise, Massenbilanzierung, der Umgang mit Nabisy sowie die Zertifizierung im Fokus.
Programm und Referenten
TOP 1: Basics zur Verwendung von Biomasse im Emissionshandel
• Rechtsrahmen für Biomasse im ETS 1, nEHS und ETS 2
• Verwendung von Biomasse als Brennstoff oder Prozessmaterial
• Nachweispflichten im ETS 1
• Spezialfall Biomethan – Bezug aus dem Erdgasnetz, unter-schiedliche Einsatzfelder und Nachweispflichten
Gerd Stuhlmacher, Partner, Dr. Valerie Blettenberg, Associate, Luther Rechtsanwaltsgesellschaft, München
TOP 2: Berichterstattung und Nachweisführung – Wichtige Dos und Don‘ts
• Nachhaltigkeitsnachweise in der Praxis
• Bestimmung des Biomasseanteils
• Nabisy als zentrales IT-Nachweissystem
• Prüfung und Verifizierung
Frieda Becker, Fachleitung Lieferkettenzertifizierung, David Kroll, Fachleitung Emissionshandel, Asset-Management und Herkunfts-nachweise, GUTCert GmbH, Berlin
TOP 3: Best-Practice – Einsatz von Biomasse im Unternehmen
• Ausgangslage – Einsatz von Biomasse in ETS-pflichtigen Anlagen und Auswirkungen auf innerbetriebliche Prozesse
• Organisatorische Umsetzung
• Operative Umsetzung
• Erfahrungen und Lessons Learned
Unternehmensvertreter
Im Fokus stehen u. a. folgende Fragestellungen:
Basics zur Verwendung von Biomasse im Emissionshandel – Welche rechtlichen Anforderungen gelten?
• Welcher Rechtsrahmen ist für Biomasse im ETS 1, ETS 2 und nEHS maßgeblich?
• Welche Anforderungen ergeben sich aus RED III und der nationalen Umsetzung?
• Welche Nachweispflichten bestehen für Anlagenbetreiber?
• Was ist beim Einsatz von Biomethan besonders zu beachten?
Berichterstattung und Nachweisführung – Wie gelingt eine prüfungssichere Umsetzung?
• Wie funktioniert der Umgang mit Nachhaltigkeitsnachweisen in der Praxis?
• Wie ist der Biomasseanteil korrekt zu bestimmen?
• Wie berechnet sich die Höhe der kostenfreien Zuteilung?
• Welche Rolle übernimmt Nabisy als zentrales IT-Nachweissystem?
• Wann besteht eine Zertifizierungspflicht und welche Anforderungen sind zu erfüllen?
Best-Practice – Wie wird der Umgang mit Biomasse im Unternehmen umgesetzt?
• Welche internen Prozesse und Zuständigkeiten sind erforderlich?
• Wie werden RED-konforme Lieferketten in der Praxis aufgebaut, wie läuft die Dokumentation ab?
• Welche typischen Stolpersteine treten bei Monitoring und Berichterstattung auf?
Anmeldung
Für Mitglieder von co2ncept plus e. V. beträgt die Teilnahmegebühr 150,00 Euro zzgl. MwSt., für Vertreter von Behörden 250,00 Euro zzgl. MwSt. und für Nichtmitglieder 350,00 Euro zzgl. MwSt..
Eine Anmeldung ist über den Anmeldebutton auf >> dieser Seite
oder alternativ per Mail an co2ncept-plus@vbw-bayern.de möglich.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und spannende Diskussionen!
Verband der Wirtschaft für Emissionshandel und Klimaschutz e. V.
Max-Joseph-Straße 5
80333 München
Fon: +49 89 55 178-445
Die Klima- und Energieregularien werden derzeit auf das Ziel der Klimaneutralität neu ausgerichtet. Bei der Nachschärfung darf die Wettbewerbsfähigkeit deutscher und europäischer Unternehmen nicht aus den Augen verloren werden: Diese tragen mit innovativen Produkten und Technologien entscheidend zur Erreichung der Klimaziele bei.
Die vollständige Dekarbonisierung erfordert einen weitreichenden Transformationsprozess in allen Sektoren. Die Weichen müssen jetzt gestellt werden, damit die Netto-Null-Zielmarke erreicht wird.
Wir unterstützen Unternehmen mit unserem umfangreichen Infoservice, Veranstaltungen und Projekten den Wandel zu vollziehen.
In diesem Zuge verfolgen wir aktuelle Gesetzgebungsverfahren, weisen auf wichtige Fristen hin und zeigen rechtliche Fallstricke auf. Hierdurch können neue Herausforderungen rechtzeitig in der strategischen Planung berücksichtigt und betriebliche Prozesse optimiert werden. Darüber hinaus setzen wir uns mit Strategien rund um das betriebliche Klimaschutz-, Klimarisiko- und Energiemanagement auseinander.
☑️ Umsetzung des Green Deals
☑️ Europäischer Emissionshandel
☑️ Nationaler Brennstoffemissionshandel
☑️ EEG, KWKG, Netzentgelte & Co.
☑️ Klimaneutralität im Betrieb
☑️ Betriebliche Klimaanpassungsstrategien
☑️ Energiepreisentwicklung und Carbon Pricing
Zu unseren Adressaten zählen Unternehmen und Verbände des produzierenden und verarbeitenden Gewerbes, der Lebensmittel- und Konsumgüterbranche, des Bausektors, der Energie- und Wasserversorgung aber auch Finanz-, Versicherungs- und Dienstleistungsgesellschaften.