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Enerige & Management > Wasserkraft - Siemens Energy steigt bei Voith Hydro aus
Arbeiter in der Nabe eines Francis-Turbinenlaufrads, Quelle: Voith Hydro
WASSERKRAFT:
Siemens Energy steigt bei Voith Hydro aus
Siemens Energy bereinigt sein Portfolio und tritt seine Anteile an dem Wasserkraft-Joint-venture Voith Hydro an den anderen Partner, den Maschinenbauer Voith, ab.
 
Siemens Energy und Voith haben sich laut einer Mitteilung darauf geeinigt, dass Voith den 35-%-Anteil von Siemens Energy am gemeinsamen Joint Venture Voith Hydro übernimmt. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Die Transaktion muss noch von den Kartellbehörden genehmigt werden. Laut Voith wird der Vollzug der Transaktion gegen Ende des ersten Quartals 2022 erwartet.

Voith Hydro wurde 2000 gegründet, als Siemens und Voith ihre Aktivitäten im Bereich Turbinen- und Generatorentechnik für Wasserkraftwerke zusammengelegt haben. Im Rahmen der Verselbstständigung von Siemens Energy wurden 2020 die Anteile an Voith Hydro von der Siemens AG auf Siemens Energy übertragen. 

Jochen Eickholt, Mitglied des Vorstands bei Siemens Energy, sagte zur Begründung des Verkaufs: „Die Transaktion ist ein weiterer Beleg, dass wir unser Portfolio konsequent auf das Kerngeschäft ausrichten.“ Siemens Energy konzentriere sich im Wesentlichen auf den Transport und die Speicherung von Energie, auf die Dekarbonisierung industrieller Prozesse sowie auf die Stromerzeugung ohne oder lediglich mit geringen CO2-Emissionen. Der Bereich Wasserkraft spielte dabei jedoch eine untergeordnete Rolle.

Der bisherige Partner Voith wiederum werde mit der Übernahme der vollständigen Anteile den Ausbau der Wasserkraft im Strommix noch konsequenter verfolgen können, so Eickholt: „Das ist für alle Beteiligten die optimale Lösung.“ Toralf Haag, Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung von Voith, bestätigt dies: „Wir freuen uns darüber, dass wir mit der vollständigen Übernahme von Voith Hydro künftig den Ausbau der Wasserkraft noch konsequenter vorantreiben können.“

Die Voith Hydro Organisation verfüge heute selbst über umfassendes Know-how als Komplettanbieter von „water to wire“ Lösungen. Die ursprüngliche Struktur als Gemeinschaftsunternehmen habe für das operative Geschäft keine Relevanz mehr. Weder in der Konzernbereichsleitung noch an anderer Stelle würden sich personelle Veränderungen für Voith Hydro ergeben.
 

Peter Koller
Redakteur
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Freitag, 22.10.2021, 11:30 Uhr

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