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Bild: alphaspirit / Fotolia
F&E:
DLR forscht für stabiles und effizientes Energiesystem
Im niedersächsischen Oldenburg wurde Ende Mai das neue DLR-Forschungsinstitut für vernetzte Energiesysteme eröffnet.
 
Niedersachsen sieht sich mit seinen zahlreichen Windparks im Flachland und vor der Nordseeküste als künftiges Energieland Nummer eins in Deutschland. Das unterstrich Ministerpräsident Stefan Weil (SPD) am 31. Mai bei der offiziellen Eröffnung des Forschungsinstituts für vernetzte Energiesysteme des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oldenburg.

Rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter forschen dort an Möglichkeiten, das zunehmend erneuerbare Energiesystem durch geschickte Vernetzung so nachhaltig, kostengünstig, gesellschaftlich akzeptiert und zuverlässig wie möglich zu gestalten. Es gehe vor allem darum, die Energiegewinnung, die anders als früher abhängig vom Wetter sei, verlässlich und bezahlbar zu machen, erklärte anlässlich der Eröffnung Instituts-Direktor Carsten Agert.

Die Energiewende bringe enormes Wachstumspotenzial für Wirtschaft und Forschung in den Nordwesten, ergänzte Weil. Niedersachsen brauche das DLR-Institut. „Wir haben einen hohen Forschungsbedarf bei erneuerbaren Energien, Speichern und bei der Sektorenkopplung“, hatte der Ministerpräsident im Vorfeld in einem Interview gesagt. Energieforschung sei „ein zentrales Element für das Gelingen der Energiewende“, erklärte Weil in Oldenburg.

Auch Thomas Bareiß, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, hob die Bedeutung der Energieforschung hervor. Sie sei eine zentrale Aufgabe, wenn wir die Energiewende zum Erfolg führen wollen. „Wir brauchen innovative Lösungen, die das Energiesystem als Gesamtheit in den Blick nehmen“, forderte er.

Das DLR-Institut ist aus dem Forschungszentrum für Energietechnologie Next Energy der EWE AG hervorgegangen. Der niedersächsische Energiedienstleisters hatte Next Energy im Jahr 2007 als An-Institut der Uni-Oldenburg gegründet und pro Jahr etwa 5 Mio. Euro in diese Aktivitäten investiert.

Der Wechsel unter das Dach der DLR wurde möglich durch die Entscheidung des Deutschen Bundestags von Ende 2016, rund 42 Mio. Euro für den Aufbau von bundesweit sechs neuen DLR-Instituten zu bewilligen. Die Übernahme des Oldenburger Instituts durch das DLR lief bereits seit Sommer 2017.
 

Peter Focht
Redakteur
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Donnerstag, 31.05.2018, 15:38 Uhr

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